Stille riecht. Heute ist Tag gegen Lärm.

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Das Plakat kann man bestellen: http://www.laerm.ch

Vorgestern bloggte ich über „Lärm stinkt“ und überlegte mir, wenn Lärm stinkt dann riecht die Stille wie?

Stille riecht

wie Frühlingsferien
orange, gelb und hellgrün

wie ein Schmetterlingsschlag
zartviolett

nach Wind
Seewind oder Landwind

wie Landregen, sattgrün
nach frisch gemähtem Gras

unverkennbar, unerwartet
manchmal ungehört und unerhört.

Stille macht mich glücklich, ich blähe die Nüstern.

Ein Couplet: Die Stille

Ein Couplet ist gemäß Wikipedia „ein mehrstrophiges witzig-zweideutiges, politisches oder satirisches Lied/Strophengedicht mit markantem Refrain“. Solch ein Couplet war am 3. Januar im Anderen Adventskalender zu lesen. Wobei ich es nicht satirisch fand. Die letzte Strophe hab ich gestern im Totenhemd-Blog vorgestellt, weil sie zum Thema passt.

Ich möchte mich nicht streng an die Form halten sondern einen Versuch wagen und schreibe. Vielleicht gefällt es euch ja.

Die Stille

Wo bleiben die Tage?
Wo fliegen sie hin?
Es fühlt sich so an als wären schon wieder Wochen vergangen seit dem Jahreswechsel.
Sehnsucht nach Stille tut sich auf.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Die Stille – ein Wegweiser.
Wurde vorgestellt im heute journal.
Vorgestern.
Der Autor, Erling Kagge, war allein unterwegs zum Südpol.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Immer erreichbar sein?
Immer im Kontakt?
Wieviel Smartphone-Pause verschreibe ich mir in diesem Jahr?
Jeden Samstag? Oder jeden Sonntag?
Stille!
Stille aushalten.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Wenn man vor lauter Stille nicht schlafen kann.
Das passiert in den Bergen. Oder am Nordpol oder Südpol.
Kein Motorenlärm, keine Flugzeuge am Himmel.
Still.
Du lauschst.
Und da ist NIX.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

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