Lotte Laserstein: Ausstellung im Städel Frankfurt

IMG_1088Es gibt so Momente …

Gestern informierte ich mich in der Zeitung darüber was so los ist in Frankfurt zwischen den Jahren. Kino, Theater, Museen … und entdeckte Lotte Lasersteins Ausstellung im Städel. Es zog mich regelrecht. Der Untertitel der Ausstellung heißt: Von Angesicht zu Angesicht. Auf der Website entdeckte ich das Leitfoto der Ausstellung, das ich vorhin an der Außenfassade des Städel fotografierte, als ich das Museum verließ.

Ein sehnsüchtiger Blick. Ein roter Kirschmund. Ich klemmte mir den Audioguide auf die Ohren und hörte die tolle Stimme von Meret Becker, die durch die Ausstellung „führte“.

Allein das ist schon bemerkenswert: Die Malerin Lotte wurde 94 Jahre alt! 1898 geboren und 1993 gestorben. Was mich wohl noch zu ihr zog und faszinierte? Sie ist in der Zeit groß geworden als meine Oma väterlicherseits aufwuchs. Ich habe sie nie kennengelernt weil sie so früh und jung gestorben ist. Sehnsucht ist ein Gefühl, das sich in meiner Familie häufig einstellte und spürbar war.

Die Künstlerin hat also den 1. Weltkrieg als Kind miterlebt und im zweiten Weltkrieg wurde ihre Kunst ziemlich schnell als „entartete Kunst“ definiert, weil Weiterlesen

Ausstellung Geschlechterkampf im Frankfurter Städel

Als ich in Frankfurt ankam begegneten mir auf meinem Weg Plakate zur Ausstellung „Geschlechterkampf“ im Städel. Ich buchte mir ein Ticket für die Ausstellung mit Führung für 13 Uhr.

geschlechterkampf_staedel_10Eine gute Stunde wurden wir über zwei Etagen geführt und informiert über die Exponate aus einer Zeitspanne von 100 Jahren, ca. 1850 – 1950. Also relativ junge Kunst.

Links die mordlüstige Kindfrau ist das Titelbild zur Ausstellung. „Sie“ von Gustav Adolf Mossa: Sie sitzt auf toten nackten Männern, die sie entweder mit dem Dolch, einer Pistole oder der Giftkapsel ermordet hat. Sie trägt die Mordinstrumente um den Hals. Aus ihrem Schoß schaut eine schwarze Katze, ein früheres Symbol für „die gefährliche Frau, das Böse in ihr“.

Dieses Gemälde fällt sozusagen „aus der Kunst“. Die Figur zeigt keine Göttin oder andere bekannte Person aus der Geschichte. Sie ist eine erfundene Figur des Künstlers, der damit seinen eigenen Kunstweg geht und ihn ausdrückt. Dieses Unschuldige einerseits, und die Drallheit des Körpers irritieren und interessieren gleichzeitig.

Es gibt ein Digitorial um sich auf die Ausstellung und auch auf dieses Exponat vorzubereiten.

Noch bis 19. März.