„Die göttliche Ordnung“ – schönes Beispiel fürs Wesentlich werden

Gestern war ich im Kino. Endlich. Ich habe mir „Die göttliche Ordnung“ angeschaut. Der Film läuft seit dem Frühjahr in den Schweizer Kinos. Die Frauen haben vor 45 Jahren für ihr Stimmrecht gekämpft. Das war nicht einfach! Mutig waren sie!

Sollte ich also einem Außerirdischen erklären, was „wesentlich werden“ bedeutet, könnte ich erklären: Schau dir den Film an. Das was die Frauen hier gespürt haben, hat sie wesentlich werden lassen. Sie haben gebrannt für ihr Recht und sind schwierige Wege gegangen.

Hat mich berührt der Film und glücklich gemacht.

 

5 Jahre am Zürichsee

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Genau vor 5 Jahren, also 2012, sind wir hier am Zürichsee angekommen. Ich erinnere mich gut, dass ich fast täglich diesen Schnappschuss auf Facebook gepostet habe. Der Morgen war heute wie „damals“ leuchtendrot. Das kommt auf dem Smartphone-Foto nicht wirklich rüber. Aber man bekommt eine Idee, wie schön es war. Im Nachthemd bin ich raus auf den Balkon um diesen Eindruck einzufangen. Ich wurde nämlich wach und mein Schlafzimmer leuchtete in roten Tönen. Wow!, dachte ich, das muss ich fotografieren.

Ja. Jetzt sind es ganze 5 Jahre, die wir hier leben. Ich könnte ein Buch schreiben über diese Zeit. Ich habe es mir nicht einfach gemacht, hier anzukommen. Und würde man andere fragen, dann würden sie das Gegenteil behaupten: Du bist doch mitten drin.

Ja, so ist es.

Welche Kapitel hätte mein Buch? Ich will mal nachdenken:

  • Wir finden „unser“ Haus am Zürichsee
  • Das erste Jahr in Richterswil, dem schönsten Dorf am See
  • Allegra Bio Bed and Breakfast auf den Weg gebracht
  • Mein Buch „Finde Dein Lebenstempo“ erscheint im April 2013
  • Jodeln lernen, Jassen lernen
  • Meine ersten Versuche als Biogärtnerin – kläglich gescheitert?
  • Der Tod meines Vaters im September 2014
  • Meine einjährige Weiterbildung zur Sterbe- und Trauerbegleiterin bei Jemanja (hierüber hab ich im Totenhemd-Blog ausführlich geschrieben) und meine ersten Erfahrungen im Hospiz
  • Pendeln zwischen Frankfurt und Zürich
  • Losgelassen. Angekommen.

Falls Du es noch nicht gelesen hast: „und fühlst Du dich wohl hier?“

Und fühlst Du dich wohl hier?

img_3364So fragt der Autor Mathias Möller in seinem Artikel eine sogenannte „Neuzuzügerin“- eine Deutsche, die erst seit kurzem in der Schweiz lebt.

Der Artikel ist vor zwei Tagen im Tagesanzeiger erschienen mit der Überschrift: Heimat ist für immer hier. Seit acht Jahren lebt er als Deutscher in der Schweiz. Und ich finde er hat das gut gemacht. Interessant die Kommentare! Von Schweizern wie von Deutschen.

Es ist nicht der erste Artikel dieser Art … aber in seinem Bericht steht so viel Gutes,  das ich blind unterschreibe. Weil ich mich verstanden fühle. Denn es ist nicht einfach. Er fühlt sich wohl hier. Die Gefragte hat sich gut eingelebt. Und auch ich fühle mich wohl hier am Zürichsee mit all den Ambivalenzen, die Möller in seinem Artikel beschreibt.

Erstens: Ich bin integriert hier in Richterswil. Ich habe nie nach den „German Ladies“ gesucht wie beispielsweise in Hongkong.

Integriert sein heißt für mich: Ich kenne die Nachbarn, die rechts und links von uns wohnen. Gegenüber oder hinter uns. Warum? Weiterlesen