Eine zufällige Begegnung mit „dem Waschküchenschlüssel“

der-waschkuechenschluessel-9783257216332Gestern ist mir was Lustiges passiert!

Ich sitze in der Straßenbahn und erzähle meinem Mann wie es mir nach einem Gespräch mit der Vermieterin geht, die eine Traumwohnung in Zürich zu vergeben hat. Es ging um die Waschküche:

  • die wir nach 21 Uhr nicht mehr nutzen sollten: das „Schwingen“ also Schleudern wird sie stören, weil sie im ersten Stock die Vibrationen aus dem Keller spürt.
  • in der die Wäsche „sorgfältig“ aufgehängt werden soll und nicht wie ein anderer junger Mieter es tut: kreuz und quer über die Leine geworfen.
  • unsere Waschmaschine und Tumbler von der Vermieterin gleich mitgenutzt wird, wenn sie ihre Maschine schon mal anwirft (da ihr zwei Wohnungen im Haus gehören, gehören ihr auch die beiden Waschmaschinen und zwei Tumbler); natürlich kann man alles klären und locker miteinander umgehen.

Tja, ich hörte mich wohl leicht zerzaust an ob dieser Eindrücke, denn es waren noch viel mehr außerhalb der Waschküche 😉 … und meine mir völlig unbekannte aber sehr sympathische Sitznachbarin meinte zu mir: Es gibt ein Buch das heißt: der Waschküchenschlüssel. Ob ich es kenne? Darin wird über die Schweizer Kultur der Waschküche auf ironische Weise geschrieben. Wir haben uns dann noch eine Weile unterhalten über die eine oder andere Schweizer Eigenart und uns köstlich amüsiert. Sie ist übrigens Bürgerin mit zwei Pässen, aus Italien und der Schweiz.

Ja, was soll ich sagen? Da war ein fröhliches Happy End … die Wohnung haben wir schweren Herzens abgesagt. Zu viel Konfliktpotential liegt nicht nur in der Waschküche ;-).

Hier kannst Du Dich über das Buch informieren; es gibt auch eine Hörprobe.

Buchtipp: Ein wenig Leben

51Owve7c-WL._AC_US218_Schau Dir das Buchcover an! So ein schönes Gesicht. Schmerzverzerrt. Mein Mann fragt mich entsetzt: Was liest Du denn da?

Christianes Buchrezension habe ich vor einiger Zeit gelesen und die vielen Kommentare studiert. Da wollte ich es wissen. Ich habe es aus der Gemeindebibliothek ausgeliehen. Ich lese es seit 5 Wochen. Weit bin ich noch nicht gekommen. Auf Seite 157 bin ich jetzt gelandet und überlege ernsthaft, ob ich weiterlese.

Es ist sehr spannend geschrieben! Es geht um das Leben von 4 jungen Männern, die in New York leben und um deren Freundschaft. Vor allem geht es um Jude, dem in seiner Kindheit Schreckliches passiert ist. Noch weiß ich nicht genau, was passiert ist. Anhand der Rezensionen weiß ich, dass es sehr schrecklich gewesen sein muss: er wurde als Junge zur Prostitution gezungen, ist bei katholischen „Brüdern“ aufgewachsen.

Ich weiß auch noch nicht, warum er SOLCHE Schmerzen hat, die ihn plötzlich überfallen und dann lahm legen. Seine Beine und die Wirbelsäule scheinen dann förmlich auseinanderzubrechen. Es ist ihm schier Entsetzliches passiert.

Will ich mir das antun? Diese Lektüre?

Die Autorin ist echt ein Phänomen, denn es scheint fast allen Lesern so zu gehen: einerseits will man es sofort weglegen das Buch und nie mehr anfassen und dann ist da die Neugier: ich will es wissen, was passiert ist, ich will wissen wie es weitergeht … und weiß gleichzeitig, es wird mich tagelang beschäftigen – so wie alle Leser*innen.

Oh my god!

Hier die sehr lesenswerte Rezension auf zeit.de.

Ich werde berichten, ob ich es zurückbringe oder weiterlese … Christiane will es zum zweiten Mal lesen. Da bin ich auch gespannt.

Bei amazon eben die Kommentare gelesen, wie berührend und wie gut das Buch sei ….

Buchtipp: Noch einmal ist alles offen von Cornelia Coenen-Marx

cover-189x300Ich halte das Buch in Händen und bin einmal mehr angetan von dem cremefarbenen Umschlag im DIN A5-Format. Er ist sehr liebevoll gestaltet, fast zart. Die sanft-grüne Farbe des Buchtitels „NOCH EINMAL IST ALLES OFFEN“ in großen Lettern: ein frisches Grün, das man jetzt im Mai häufig erlebt. Der untere Buchdeckel wird umspielt von ganz feinen Gräsern in grün und dunkelrot, sie wiegen sich leicht im Wind, manche verschwinden blass im Hintergrund. Die Titelunterschrift in einer luftigen Typo abgedruckt „Das Geschenk des Älterwerdens“ wird von diesen Blüten leicht umspielt.

Der Titel hält durch das ganze Buch, was er verspricht: Es ist noch einmal alles offen, wenn wir älter werden. Das gefällt vor allem mir, die immer neue Ideen entwickelt und sucht. Hier in diesem Buch von der Autorin Cornelia Coenen-Marx habe ich eine Fülle von Möglichkeiten vor mir. Ich muss nur zugreifen und mich informieren und mich inspirieren lassen. Im ersten Kapitel geht es genau darum: Das Leben neu entdecken.

Wir können uns über soziale Projekte genauso informieren wie über neue Lebenskonzepte. Was will ich einmal realisieren? Was passt zu mir? Wie will ich mein Leben gestalten und führen? Wie leben? Wo? Mit wem?

Beruflich kann ich mich weiter engagieren Weiterlesen

Buchtipp: Noch einmal ist alles offen

cover-189x300Das neue Buch von Cornelia Coenen-Marx ist da. Was ein wunderbarer Titel und schönes Cover:

Noch einmal ist alles offen

Was ein Freiheitsgefühl der Titel vermittelt! Und im Untertitel heißt es dann: Das Geschenk des Älterwerdens. Das ist ein ganz positiver Blick auf den neuen Lebensabschnitt, den die Autorin in ihrem neuen Buch macht.

Das Buch ist auf dem Weg zu mir. Das einleitende Kapitel beginnt mit dem „Wesentlich werden“. Das gefällt mir natürlich besonders.

Hier gibt es eine Leseprobe.

 

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag (25. April 2017)
  • ISBN-13: 978-3466371822
  • Preis: 17,99 €

 

Was ist Dein Dudelsack?

51TBt4q35ML._SX313_BO1,204,203,200_… fragt mich Tanja in ihrer Buchwidmung an mich. Wir haben uns auf der Tagung der Kriegsenkel kennengelernt und unsere Bücher getauscht. Mir hat auf Anhieb diese Frische ihres Buches gefallen. Ein sehr ansprechender Buchumschlag. Grün! Passt jetzt auch prima in den Frühling.

„Was ist Dein Dudelsack?“ ist nicht die einzige sehr gute Frage, die Tanja in ihrem Buch stellt. Nein! Viele gute Fragen stellt sie. Die lassen sich nicht einfach mal eben so beantworten. Da braucht es auch ein bisschen Muße um sich Gedanken zu machen. Dennoch ist das Buch der Autorin ein tolles Lesebuch. Ihr Schreibstil ist lebendig und sehr einladend weiterzulesen.

Ich habe drei Erzählstränge entdeckt, die sich parallel in diesem Buch entwickeln.

Ich persönlich war total neugierig auf Tanjas Hobby: Dudelsack spielen. Ich habe so viel über dieses Instrument gelernt. Großartig. Und zwar gelingt ihr dies indem sie jedes Kapitel mit einem kleinen delikaten Detail spickt.

„Die Stimmung einer Great Highland Bagpipe ist eine Wissenschaft für sich. Verwirrend und irritierend. Es braucht ein gutes Gehör und Jahre an Erfahrung sowie ständiges Ausprobieren, um einen Dudelsack einigermaßen richtig zu stimmen. Und auch dann hört er sich oft nicht stimmig an. Das gehört zu seinem Wesen. Alle Drones werden nach dem Pipe Chanter auf A gestimmt – allerdings tiefer. Die beiden Tenor-Bordunpfeifen werden eine Oktave, die Bass-Bordunpfeife sogar zwei Oktaven tiefer als der Chanter gestimmt. Das bedeutet, dass die gesamte Great Highland Bagpipe über insgesamt drei Oktaven verfügt“.

Respekt, Madame! Man muss richtig atmen können und braucht eine enorme Fingerfertigkeit. Außerdem Ausdauer, Lang-Mut, Neugier und Durchhaltevermögen. UND: ZEIT: man muss nämlich fleißig Üben, Üben, Üben.

Die zweite Parallel“geschichte“ ist, dass uns die Coach viele gute Fragen stellt und uns den Veränderungsprozess erst einmal gründlich erklärt. Das ist das A und O. Das hat mir sehr gut gefallen und habe ich vorher auch noch nie in dieser Tiefe gelesen. Weiterlesen