Laut nachgedacht: 60*plus bloggt

Wenn nicht jetzt wann dann als 61-jährige wesentlich werden. Welches sind die wesentlichen Themen, die mich und andere in meinem Alter beschäftigen?

Ein interessantes Interview hab ich heute von Christine Süssmann (auch 60) gelesen, die ihre langjährige Tätigkeit im Friedhof Forum Zürich beenden wird und ihre Arbeit als Coach wieder aufnimmt. Ihr Thema: Ich will. Fundiert und frech. „Wie kann man leben bis zum Schluss. Ohne dieses lange Halbleben am Ende“.

Ihre Antworten haben mich sehr inspiriert. Hier entlang zum Interview im Totenhemd-Blog.

Mal laut gedacht und gefragt:

„Wie“ lebe ich, solange es mir gut geht?
Will ich arbeiten? Will ich mich ehrenamtlich engagieren? Für wen da sein?
Wo lebe ich? Mit wem?
Was werde ich tun und nicht mehr tun?
Sollte ich mehr 60*plus-Themen bloggen? Weiterlesen

Fotos aus Hongkong. Frisch geknipst.

Meine Freundin Gudrun wohnt in den sogenannten New Territories, das Gebiet zwischen Hongkong-City und der chinesischen Grenze. Der Ort, in dem sie wohnt heißt Yuen Long.

Infos zu Yuen Long oder zu den New Territories hier.

Ein paar Schnappschüsse zum 5. Adventskalendertürchen bei Christiane.

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5. Adventskalendertürchen. Weihnachtszauber zur rechten Zeit

adventskalender_24_05.jpgChristiane hat mich eingeladen, das 5. Kalendertürchen mit einer Geschichte zu füllen. Sieben vorgegebene Wörter (drei oder sechs musste ich) habe ich dafür untergebracht. Mitten im heißen Sommer geschrieben landete ich mit meiner Geschichte im vorweihnachtlichen Hongkong.

Meine alten Fotos aus dieser Weihnachtszeit liegen auf einer externen Festplatte … ich schau mal was ich entdecke. Dann stelle ich noch eine kleine Galerie ein. Ggfs. schickt mir eine Freundin auch ein aktuelles Foto von heute aus der Megacity.

Auf jeden Fall ist die Sehnsucht nach den klaren warmen sonnigen Tagen heute aufgeweckt. Weihnachten in HK bleibt unvergessen.

Danke an Christiane, für die Adventskalenderblogaktion.

Hier geht es zu meinem Artikel „Weihnachtszauber zur rechten Zeit“ in Christianes Blog.

Hongkong hat sich verändert … einige Gedanken dazu in den Kommentarfeldern bei Christiane.

 

Schnappschuss. Unterwegs.

A73777EA-2F77-4489-B16B-75503C286102Eine Rose reckt sich über den Zaun.
Nickt mir zu.
Leuchtet gegen den blauen Himmel.
Macht sich lang und streckt sich.
Sagt mir Hallo.
Fragt mich keck: Wohin des Wegs?

Bin unterwegs runter ins Dorf.
Mittagessen im neuen Bio-Lädele.
Auf einen Schwatz mit der Nachbarin.

Auf dem Rückweg nach oben.
War sie immer noch da.
Im Hintergrund der Kirchturm.
Die roten Fensterläden.

Wohin des Wegs?
Nach Haus.

Zwischen November und Dezember

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heut morgen im Lieblingshotel geknipst

Heute am Vorabend zum 1. Advent fühle ich mich „dazwischen“.

Bin aufgebrochen aus Frankfurt. Heute. Mittags.
Am Morgen dekorierte ein Florist im Lieblingshotel das Fenster.
„Aber in natürlich“, meinte er. Das gefiel mir.

Bin eine Stunde später angekommen als geplant.
Die Bahn mal wieder mit Stellwerkproblemen unterwegs.

Es wäre so schön: Frankfurt – Zürich in vier Stunden zu erreichen.

Jetzt bin ich froh. Ganz friedlich.
Meinen Adventsstern im Fenster hab ich eben angeknipst.
Wie mich sein warmer goldener Schein erfreut
und mein Herz wärmt. Weiterlesen

abc.etüden nach der Unbehaustheit haschen

2019_4748_2_300Die Wörter für die Textwochen 47/48 kommen von Bernd mit seinem Blog Red Skies over Paradise. Die abc.etüden werden liebevoll von Christiane gehütet und zeitintensiv gepflegt.

(Meine Etüde hab ich noch einmal gefeilt … von gestern auf heute … im Flow ohne Großbuchstaben … textlich nichts verändert)

Die beiden geben alles auf Haus Garten Scheune Wohnsitz außer ihre Fahrräder und ihr Auto sie überlegen ob sie sich ein Wohnmobil anschaffen sollen wie würde ihr zukünftiges Leben aussehen wo würden sie sein bleiben wohin würden sie reisen würden sie überhaupt reisen und wenn dann wohin über Europas Grenzen hinaus mit dem Wohnmobil oder mit dem Flugzeug oder würden sie einem Freund nacheifern der mit dem Containerschiff nach Amerika schipperte alles lag im Ungewissen sie würden sich spontan entscheiden sich von Tag zu Tag neu orientieren über ihr neues Leben ihre Unbehaustheit würden sie wöchentlich bloggen sie wissen nicht ob sie schwermütig würden oder sich voller Freiheit ins Abenteuer stürzen würden ihren Blog wollen sie Unbehaustheit-Blog nennen sie würden sich auf eine neue unbekannte Reise begeben ohne Haus und Hof ohne Wohnung ohne Bleibe sie wären unbehaust kein Dach über dem Kopf das ihnen gehört weder angemietet noch gekauft eines wissen sie sicher sie wollen frei sein keine Verpflichtungen haben für ein Jahr wollen sie sich ausprobieren nach einem Jahr wäre ihnen hoffentlich klar wo sie alt werden wollen jetzt können sie sich nicht festlegen sie haben Angst einen Fehler zu machen lieber wollen sie austesten wohin es sie zieht sie würden eine Woche hier bleiben und vier Wochen dort vielleicht würden sie aber auch täglich woanders übernachten Ferienwohnungen oder airbnb-Bleiben locken für die außergewöhnliche Freiheit die sie suchen erst gestern lösten sie ihr Bücherregal auf gemeinsam packten sie alles in Kisten die Bücher wollen sie in den öffentlichen Bücherschrank am Marktplatz stellen ihre Möbel hatten sie verschenkt das Wichtigste das sie zum Leben brauchen packen sie in zwei große Koffer Laptops Handys ein paar wenige Bücher Klamotten Lieblingssachen ihr Reisesouvenir aus Asien und sein Schachspiel aus Holz sie hascht nach seiner Hand.

***

Ich habe ein neues Format ausprobiert: Stream of Consciousness = Bewusstseinsstrom (siehe James Joyce „Ulysses“ der das über 100 Seiten praktiziert hat; ausprobiert von Nicole in unserer Totenhemd-Blogaktion, die mich inspiriert hat).

abc.etüden. Die Schreibübung

2019_4546_1_300.jpgDank Christianes abc.etüden sind wir immer wieder neu eingeladen drei gespendete Wörter in einem Text mit maximal 300 Wörtern unterzubringen. Die Wörter für die Textwochen 45/46  kommen von Anna-Lena mit ihrem Blog „Meine literarische Visitenkarte“.

Die Schreibübung wollte, dass sie einen kleinen weißen Zettel mit einem Substantiv und einen kleinen blauen Zettel mit einem Adjektiv aus dem Bastkorb fischte. Sie schloss die Augen, als ihre Finger zwischen den zusammengefalteten Papierchen wühlten. Stumpf und kühl tasteten ihre Fingerkuppen an den Zetteln. Sie fischte erst eines und dann ein anderes. Ein weißes und ein blaues Papierviereck lagen nun vor ihr.

Sie faltete die Papierschnipsel auseinander und las die beiden Worte, die sie nebeneinander legte: „recycelbares Himmelsleuchten“. Die Workshopleiterin instruierte nun den zweiten Arbeitsschritt: „Überlegt mal, ob diese beiden Wörter für etwas stehen können, das ihr gerne ausdrücken wollt. Lasst der Phantasie freien Lauf. Alles ist erlaubt. Wir haben ja vorhin über Metaphern gesprochen und wie man sie nutzen kann“. Weiterlesen