Selbstgemachte Marmelade löffelweise essen

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HInter unserem Haus haben wir über die gesamte Länge 3 Reihen Himbeersträucher im Garten übernommen. Das Beste überhaupt in unserem Garten! Himbeeren! Kindheitserinnerungen werden wach: die Nachbarsfamilie zwei Häuser weiter, sie hatten fünf Kids in unserem Alter und einen riesigen Garten: mit Spielgeräten UND HIMBEEREN! Wir durften manchmal welche zupfen, wir, die Nachbarskinder. Ich erinnere mich so gerne: wie die süßen Früchte in meinem Mund herrlich schmeckten. Überhaupt dieses Zarte dieser Frucht!

Nun haben wir also in Richterswil jeden Sommer Himbeeren. Und dieses Jahr habe ich meine Reisezeit so gelegt, dass ich von Anfang an dabei bin, wenn sich die Früchte rot färben und immer größer werden. Es ist eine Pracht. Mein Mann klettert fleißig die kleine Anhöhe hoch, morgens UND abends. Einige Früchte sind jetzt tief gefroren für unsere Stammgäste im August oder Freunde, die wir noch erwarten. Marmelade hab ich auch schon gekocht, mal mit Körnchen, mal ohne. Dazu wird die Marmeladenmasse durch das feine Sieb gestrichen. Es gibt ja nichts Einfacheres als Marmelade kochen. Früchte in den Topf und den Gelierzucker dazu, 4 Minuten heiß kochen lassen und dann in die Gläser abfüllen. Fertig.

Einem Bekannten schenkte ich jetzt eines meiner kostbaren und leckeren Erzeugnisse, ich gebe zu, er bekam ein kleines Glas. Ich fragte ihn, ob er Himbeermarmelade mag, was er nickend bejahte. Er schleckt jetzt löffelweise daraus … und meinte: Sie hatten da Ihren Aufkleber drauf: „wesentlich werden“. Genauso ist das mit der Marmelade: die köstliche Frucht zur Marmelade gekocht, kein Geschnörkel dran, nur die Früchte und der Zucker: kann man nur mit dem Löffel essen und auf der Zunge zergehen lassen.

🙂

Und du so? Magst Du Himbeeren? Himbeermarmelade mit oder ohne Körnchen? Ich mag die mit Körnchen und bin glücklich wie sonst was :-))).

 

Athen

Die Stadt ist engmaschig. Man lebt sehr nah. Wahrscheinlich kann man sich gegenseitig in die Wohnzimmer schauen. Das muss man mögen. Die Einwohnerzahlen variieren. Einmal heißt es 4 Millionen, dann wieder 6 Millionen. Also irgendwo in der Mitte wird es stimmen.

 

Ich mag die Stadt, ich mag die Sprache. Ist ein Versuch wert, dort mal im Herbst, Winter oder Frühling einige Tage länger zu verweilen. Ist auf jeden Fall näher als Hongkong und eine gute Alternative finde ich. Heiße trockene Sommer (anstatt feucht-heiße Sommer in HK). Kühlere Winter.

Hier kann man einen interessanten Artikel online lesen. Athen ist das neue Berlin.

Von Athen lernen

Da ist doch mal eben mein Text verschwunden mit all den Fotos und Links und Informationen! Uff. Zunächst werde ich den Text einstellen … und die Fotos folgen sukzessive … und die Links dazu auch … viel Spaß beim Lesen:

IMG_6413Warst Du schon einmal in Athen? Hast Du schon einmal die Documenta besucht? Für mich war beides die Premiere. Ich war 4 Tage und 3 Nächte in Athen. Letzte Woche bin ich dienstags hingeflogen und Freitagabend war ich zurück. Ich las im Feuilleton der SonntagsFAZ eigentlich ein negatives Resümee zum Start der Documenta14. Ich war neugierig und buchte meinen Flug und ein schönes Zimmer in einem Hotel unterhalb vom Lycabettus Hill.

1955 fand die erste Documenta in Kassel statt. Die 14. also eröffnete in Athen und wird in Kassel weitergeführt. Auch das ist eine Premiere: die Kunstausstellung wird erstmalig in zwei verschiedenen Städten gezeigt und startete vor einigen Wochen in Athen. Eine geteilte Kunstausstellung. Die Documenta ist die weltweit bedeutendste Kunstreihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst und dauert jeweils 100 Tage. Sie findet alle 5 Jahre statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung: Von Athen lernen. Weiterlesen

Einmal im Leben sollte man …

IMG_6359… auf der Akropolis gewesen sein?!

In meinem Dumont-Führer steht: „Einmal im Leben darf man auf der Akropolis gewesen sein“ – dann aber besser gleich morgens um acht. Da sieht man dann mehr Säulen als Menschen.

Gesagt getan. Meine Freundin Lucia und ich waren um 7 Uhr beim Frühstück mit herrlichstem Blick auf die Akropolis. Um 8.20 Uhr kauften wir unsere Tickets am Schalter. Wir waren jetzt schon nicht die Ersten … aber als wir gegen 10.30 Uhr das Gelände verließen waren dann schon sehr viele Besucher unterwegs.

Architektonisch ebensfalls ein MUSS: Das Akropolis Museum mit seiner außergewöhnlichen Terrasse.

 

Buchtipp: Ein wenig Leben

51Owve7c-WL._AC_US218_Schau Dir das Buchcover an! So ein schönes Gesicht. Schmerzverzerrt. Mein Mann fragt mich entsetzt: Was liest Du denn da?

Christianes Buchrezension habe ich vor einiger Zeit gelesen und die vielen Kommentare studiert. Da wollte ich es wissen. Ich habe es aus der Gemeindebibliothek ausgeliehen. Ich lese es seit 5 Wochen. Weit bin ich noch nicht gekommen. Auf Seite 157 bin ich jetzt gelandet und überlege ernsthaft, ob ich weiterlese.

Es ist sehr spannend geschrieben! Es geht um das Leben von 4 jungen Männern, die in New York leben und um deren Freundschaft. Vor allem geht es um Jude, dem in seiner Kindheit Schreckliches passiert ist. Noch weiß ich nicht genau, was passiert ist. Anhand der Rezensionen weiß ich, dass es sehr schrecklich gewesen sein muss: er wurde als Junge zur Prostitution gezungen, ist bei katholischen „Brüdern“ aufgewachsen.

Ich weiß auch noch nicht, warum er SOLCHE Schmerzen hat, die ihn plötzlich überfallen und dann lahm legen. Seine Beine und die Wirbelsäule scheinen dann förmlich auseinanderzubrechen. Es ist ihm schier Entsetzliches passiert.

Will ich mir das antun? Diese Lektüre?

Die Autorin ist echt ein Phänomen, denn es scheint fast allen Lesern so zu gehen: einerseits will man es sofort weglegen das Buch und nie mehr anfassen und dann ist da die Neugier: ich will es wissen, was passiert ist, ich will wissen wie es weitergeht … und weiß gleichzeitig, es wird mich tagelang beschäftigen – so wie alle Leser*innen.

Oh my god!

Hier die sehr lesenswerte Rezension auf zeit.de.

Ich werde berichten, ob ich es zurückbringe oder weiterlese … Christiane will es zum zweiten Mal lesen. Da bin ich auch gespannt.

Bei amazon eben die Kommentare gelesen, wie berührend und wie gut das Buch sei ….

Mein Date mit Waldi

 

img_6028Einmal in meinem Leben wollte ich eine Kuh melken. Ich habe es getan.

Es war so ein schöner Tag. Einen der glücklichsten Momente seitdem ich hier in der Schweiz lebe habe ich letzte Woche verbracht. Meine Freundinnen Annegret und Maria hatte ich dazu eingeladen.

Ich habe dazu im Totenhemd-Blog geschrieben, weil dieser Herzenswunsch auf meiner sogenannten Löffelliste stand. Bevor ich sterbe, will ich …. eine Kuh melken.

Lest selbst.