Poetry Slam: Kochst du auch schon nach Ottolenghi?

fullsizeoutput_561Inspiriert von Lucas Slam „Brötchen“ (siehe vorherigen Post) hatten wir die Aufgabe einen Slam zu schreiben zum Thema „Essen“. Et voilà. Ich erwähnte ja schon mal dass ich nach Ottolenghi koche. Die Headline ist mir schnell eingefallen, also textete ich drauf los.

Kochst Du auch schon nach Ottolenghi?
Über Ottlenghi las ich
vor etwas zwei Jahren
im kreativen Magazin.

Smarter Mann mit kurzen Haaren
kreativer Meisterkoch
zieht mich in seinen Bann
schreibt Bücher und kocht
in seinen Restaurants und Bistros
im quirligen London
kommt aus Jerusalem
ist schwul und verheiratet
erzieht zwei Kinder
arbeitet nicht minder.

Kochst Du auch schon nach Ottolenghi?

Ich kochte nicht gleich nach Ottolenghi Weiterlesen

Sense Poem. Auf dem Weg zur Blauen Lagune

 

Wellen klatschen
Motorbootgeräusche
Farbkontraste in blau-strohgelb
Sesamknuprigklebriges

Zigarettenrauch mit Meeresbrise
Stacheliges an den Handtellern
Wandertag Schreibworkshop

déjà vu

glücklich-gelassen

Neuland

Mein Neffe fragte mich:

cover-aos-web„Tanti, gehst mit mir nächstes Jahr auf ein Konzert der Toten Hosen?
Sie touren 2020 „unplugged“ unter dem Titel „Alles ohne Strom“.

Die Tanti antwortete: „Jo, aber nur mit Sitzplatz“.

Mein Neffe erklärte mir, dass der Vorverkauf der Tickets heute um 17 Uhr starten würde und man sehr schnell sein müsste. Innerhalb von Minuten seien alle Konzerte ausgebucht.

So war es auch. Für Zürich hab ich gar keine Karten mehr reservieren/kaufen können. Ich bin in Zypern und hab mein Glück versucht. Konstanz ist es nun geworden mit drei Tickets. Sitzplätze gab es keine.

Darauf ein Elfchen. Weiterlesen

Morgenseiten. Durch die Extremadura mit dem Rad.

Seit wenigen Tagen bin ich zurück am See. Ich war mit einer Gruppe Fahrradfahrend in Portugal und an der spanischen Grenze unterwegs. Die Reise begann in Porto und endete in Lissabon. Beide Städte haben wir uns (zu Fuß) näher angeschaut.

Heute begrüßt mich ein grauer Himmel und es regnet seit wenigen Minuten ordentlich. Die Natur freut sich. Zeit für Morgenseiten stellte sich ein. Mein Exzerpt und ein bisschen Nachklang zur Extremadura wird folgen. Die Extremadura ist ein Gebiet Spaniens das sich an die portugiesische Grenze anschmiegt. Ich finde allein das Wort sehr schön und besonders:

E-x-t-r-e-m-a-d-u-r-a

Ich habe es für mich während der Zeit, die wir dort radelten – zwei Tage je über 80 Kilometer – so übersetzt: Extreeeeemaaaa duuuraaaa … dura wie im französischen „dur“ mit hart übersetzt. Es war extrem anstrengend, sonnig, heiß, karg. Extremadura bedeutet allerdings „jenseits des Flusses Duero“.

Noch mit ungewaschenen Augen sitze ich an den Morgenseiten.
Träume mich in die Sonne und das Blau.

Das Wort „Extremadura“ entdeckte ich neu.
So wie die karge Landschaft.
Flaches sandiges Steppenland öffnet sich vor mir.
Kein Baum. Kein Schatten.
Schafe. Steppe. Schweine. Sonne. Weiterlesen