Kiez in Berlin. Im Viertel unterwegs.

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Ich bin in Berlin. Besuche meine Freundin, die seit wenigen Wochen in Berlin-Friedrichshain weilt. Sie wohnt in einer großen Wohnung. 2er-WG. 5. Stock. Dachterrasse. Wunderbar begrünt und bepflanzt. Zwei Katzen schnurren um die Beine. Man geht die Treppen zu Fuß nach oben und schnauft ordentlich wenn man oben angekommen ist. In der 3. Zwischenetage steht ein Stuhl zum Ausruhen. Ein roter Teppich ist ausgelegt. Das Treppenhaus wirkt sehr gepflegt. Schöne Holztüren machen neugierig auf die Wohnungen, die dahinter liegen.

Unten auf der Straße gleich nebenan ein Frisör.

Es war ein herrlicher Tag. Trotz der Sommerhitze wehte ein kühler erfrischender Wind, der den Stadtbummel erträglich machte. Ich fragte: Was ist eigentlich Kiez? Weiterlesen

Schwerhörigkeit – nicht ganz Ohr?

61382D4B-340C-4798-9C01-2C570C9470D3Schwerhörig: schwer hören oder schlecht hören oder
nicht so gut hören. Nicht mehr ganz Ohr sein.

Kellner: Was möchten Sie zu Ihrem Rumpsteak trinken?
Sie: Ist das Rumpsteak ein großes Stück Fleisch? Ja, gerne mit Kartoffeln.
Der Kellner antwortet entsprechend und fragt erneut:
Was möchten Sie denn dazu trinken?
Sie: Ja, ich esse es gern medium gebraten.
Der Kellner fragt zum dritten Mal nun etwas lauter:
Was möchten Sie denn gern dazu trinken?
Und bekommt nun eine Antwort.

Unter Hörverlust (Hypakusis, auch Hypoakusis) versteht man einen teilweisen oder vollständigen Verlust des Hörvermögens. Die Ausprägung der Störung kann von leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit reichen und vielfältige Ursachen haben. Nach einer Untersuchung 2017 sind in Deutschland etwa 16 % der erwachsenen Gesamtbevölkerung (18 Jahre und älter) nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisationschwerhörig. Naturgemäß steigt der Anteil Schwerhöriger mit zunehmendem Alter. (Quelle: Wikipedia)

Ich kenne mittlerweile vier Schwerhörige und erhalte öfters als Antwort:

Häää?
Wie bitte?
Waaaas?

Drauf erzähle ich ein zweites Mal, wiederhole das Gesagte.
Mal freundlich. Mal weniger freundlich.

Doch! Ich habe Verständnis. Weiterlesen

Das waren die Ostertage

fullsizeoutput_43fAm Karfreitagmorgen Chorgesang im Gottesdienst:
Kyrie und Agnus Dei gaben wir zum Besten aus der Tangomesse von Palmeri.

Hier eine Aufnahme von Agnus Dei aus der Nikolaikirche in Leipzig:

 

Karsamstagslegende von Bertolt Brecht, ein Auszug daraus:

Und in den Blüten, abendgrau verhüllt
Sang wunderleise
eine Drossel süß und mild
eine helle Weise.

Ostersamstag mal wieder auf dem Markt gewesen:
Gemüse und Eier und Zopfbrot für die Ostertage eingekauft

Danach bis abends HAUS- UND GARTENPUTZ!!!

Apéro nach dem Ostersonntaggottesdienst mit Eiertütsche.
Man tütscht zu zweit je ein gefärbtes Ei aneinander.
Das Ei dessen Schale platzt muss aufgegessen werden.
Ich hab’s trotzdem eingesteckt … gab es gestern zum Salat Nicoise.

Ostermontag also heute: Weiterlesen

Samstagmorgen: Zeit haben

FA109C20-AAC4-4E12-90CD-B0CCAC86D431„Lernen Zeit zu haben“
lese ich gerade in meinem Fastenbüchlein „Wandeln“.

Zeit für …

Lernen …

Ich atme tief aus.
Ich lasse los.
Zeit haben am Samstag für …
… alles Mögliche.

Ich höre dem Frühling zu: Vogelgezwitscher, Hundebellen, Gartenarbeiten.
Die Hühner in Nachbars Garten sind auch wieder da.

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Fast ein Slam Poetry übers Bogenschießen im Cluburlaub

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zweiter Tag

Ich war das erste Mal im Cluburlaub
und komme zurück und hab ein neues Hobby.

Meine inneren Kritikerinnen waren skeptisch und meckerten
Was soll das bloß werden?
Frühstück. Mittagessen. Abendessen.
Am großen runden Tisch.
All inclusive vom Büffet
mit Fleisch oder Fisch.
So weit das Auge reicht
Grillstation und Nudelbar
Salatbüffet und Saftbar
Desserts vom Feinsten à la creme
Die Pfunde werden höher gehen.
Die anderen Gäste gefallen mir.
Alle sind irgendwie ungewöhnlich.
Von Jung bis Alt.
Mit oder ohne Kids.
Alle treiben Sport.
Nein Sport ist kein Mord.
Sport bringt Lust und Energie.
Es wird gesurft und gesegelt,
geradelt und geskatet.

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abc.etüden. Draußen Schneegestöber. Drinnen knistert’s.

2019_0607_2_300.jpgSie kam zurück ins Wohnzimmer mit zwei dampfenden Teetassen. Ein betörend blumiger Duft strömte in den Raum. Sie war ganz aufgekratzt und freute sich heimlich über ihren unerwarteten Besuch. Da lag er eingerollt auf der Couch und schien zu träumen. Er murmelte immer wieder vor sich hin und grunzte dabei. Fast wäre sie über ihren Hund gestolpert. Er lag ausgestreckt vorm Kamin, in dem das Feuer heimelig knisterte. Sie atmete tief ein und aus. „Es war schon lange kein Mann mehr hier gewesen. Ich sollte ihn am besten festbinden damit er nicht so schnell wieder wegläuft“. Ihre Phantasie ging mal wieder mit ihr durch und sie kicherte fröhlich vor sich hin.

Sie erschrak heftig Weiterlesen