Mit dem Rollator aus der Reha spazieren

IMG_9690[1822]Was soll ich Euch sagen: Meine Mutter wird diese Woche mit dem Rollator aus der REHA-Klinik spazieren. Es ist wirklich nicht zu fassen. Vor 6 Wochen bettlägerig eingeliefert und nun spaziert sie am Rollator. Wackelig aber immerhin. Meine Mutter hat total interessante Übungen machen müssen um wieder fit zu werden.

Nun wird sie ein neues Leben starten. Wir Töchter organisieren ihr dieses neue Leben.

Nach Hochs und Tiefs – konfrontiert mit unserem deutschen Pflegesystem – rollt sie also nun in ein kleines Appartement und wird „betreut wohnen“. Man nennt das Konzept auch „Wohnen plus“. Meine Mutter ist in einem Pflegezentrum auf einer Etage mit anderen alten Menschen selbständig unterwegs, in einem kleinen Appartement wohnend und kann die Infrastruktur des Hauses mitnutzen. Das ist großartig. Sie kann nun mit ihrem Rollator im Park spaziergen gehen. Ihre Freundinnen und Bekannten werden es leicht haben sie zu besuchen. Mitten in der Stadt ist sie gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Ich werde mit ihr üben, Bus zu fahren mit Rollator :-).

Der Umzugsplan steht für den Einzug aus ihrer bisherigen Wohnung in das kleine Appartement. Dann ist die Wohnungsauflösung dran. Ein Weiterlesen

Verliebt in die Heimat

Sektglas

 

Ich war ein paar Tage in der Heimat und hab mich so verliebt in die schöne Landschaft als hätte ich sie noch nie gesehen! Oder war es die Wiedersehensfreude?

Was war es schön durch die „Pampa“ zu fahren. Das Naheland ist Weinanbaugebiet und wir übernachteten im Weingut Hermannsberg, ehemalige Weindomäne Niederhausen. Im Pausenorte-Blog werde ich die schöne Location näher beschreiben.

Heimat das ist für mich:

  • Kreuznacher Dialekt
  • das Gespräch unter Kreuznacher „Gastronomen“ (ich bin ja Kreuznacher Hotelierstochter)
  • die Nahe (auf Platt: die Noh)
  • der Nahewein
  • die Weinberge
  • „alte“ Freundinnen mit gemeinsamen Erinnerungen
  • das Salinental, die herrlich salzige Salinenluft
  • das Grab meines Vaters mit Blick auf den Rotenfels

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Stille riecht. Heute ist Tag gegen Lärm.

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Das Plakat kann man bestellen: http://www.laerm.ch

Vorgestern bloggte ich über „Lärm stinkt“ und überlegte mir, wenn Lärm stinkt dann riecht die Stille wie?

Stille riecht

wie Frühlingsferien
orange, gelb und hellgrün

wie ein Schmetterlingsschlag
zartviolett

nach Wind
Seewind oder Landwind

wie Landregen, sattgrün
nach frisch gemähtem Gras

unverkennbar, unerwartet
manchmal ungehört und unerhört.

Stille macht mich glücklich, ich blähe die Nüstern.

Wenn Lärm stinkt …

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Dieses Plakat ist mir in den letzten Tagen in unserem Ort Richterswil aufgefallen. Mal hing es dort, mal woanders. Und es machte etwas in meinem Kopf – aber erst als meine Ohren absolute Stille hörten. Ja, das gibt es immer wieder hier in unserem Ort. Das war schon beim ersten Besuch so als wir hier nach einer neuen Bleibe suchten. Es fiel mir sofort auf, weil sich bei Stille mein ganzer Körper entspannt und diese Ruhe förmlich über alle Poren aufsaugt.

Heute überlegte ich also, weil es einen Moment lang an der Hauptstraße sehr still war: Wenn Lärm stinkt, wie riecht dann die Ruhe? Dazu werde ich poetisch schreiben am Tag gegen Lärm, am Mittwoch, dem 25. April. Hast du es gewusst, dass es solch einen Tag gibt? Ich nicht. Ich fand Informationen zum Plakat im Netz. Et voilà. Weiterlesen

Warum feiert man Fasnacht in der Schweiz eine Woche später?

IMG_8023… habe ich in die Suchmaschine eingegeben. Und fand interessante Informationen bei Wikipedia zur Baseler Fasnacht, die heute ihren letzten Tag feiert.

Ich wunderte mich schon vor sechs Jahren sehr, als wir nach Richterswil zogen. Es war nach Aschermittwoch: das Wochenende danach fand hier ein Kostümumzug statt und montags waren die Geschäfte geschlossen.

Genau so am letzten Sonntag in Zürich. Am Montag im Zug Richtung Basel traf ich auf viele kostümierte Kinder und Eltern. Denn der legändere Basler Montagsumzug fand statt und morgens um vier waren die Menschen schon auf den Beinen um den Basler Morgestraich mitzuerleben: Man sieht wunderschöne ganz besondere Masken auf den Köpfen, die durch die Straßen ziehen. Es ist laut und es wird mit Peitschen auf die Erde geknallt. Auch eine Art Wintervertreibung.

Warum also eine Woche später? Weiterlesen

Fastenzeit 1. Woche

64C38646-D979-441D-9270-7A41470220A5Fastenzeit
Ich hab mir überhaupt nix überlegt, grummelt es in meinem Kopf.

Oder doch: Während unserer Reise in Taiwan werde
ich jede Nacht einen Stern vom Himmel holen.
Morgens Congee (Reissuppe) und Gemüse essen.
Ich werde fast vier Wochen auf meinen geliebten Kaffee mit geschäumter Milch verzichten.
Dann doch lieber lücha = grüner Tee.
Ich nehme trotzdem den Getreidebrei mit, den ich mit heißem Wasser anrühren kann.

Fastenzeit
Ich weiß dieses Jahr nix.
Obwohl: Ich wache derzeit vor sechs Uhr auf.
Ab morgen einfach aufstehen und nicht noch einmal umdrehen.
So hab ich es schon einmal gemacht. War es letztes Jahr?
Das war toll!
Und diese Stunde vor sieben Uhr für die Morgenseiten hernehmen!
Dazu einen Tee.

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Noch 2 Wochen bis Abflug nach Taiwan #Fahrradreise

Erdbeben
in Taiwan
Taiwanesen sind’s gewohnt
wir bleiben mutig gelassen
Schutzengel

Jetzt haben wir den Salat ;-).

41MA-30ev6L._SY264_BO1,204,203,200_QL40_Ja klar wussten wir es, dass Taiwan eine erdbebengefährdete Insel ist. Wie Japan auch. Unser Guide lebte letztes Jahr ein Jahr lang in Taiwan und kann uns einiges erzählen. So auch die Autorin Ilka Schneider, die das Buch geschrieben hat: „Zwischen Geistern und Gigabytes. Abenteuer Alltag in Taiwan“. Wackelt das Haus von rechts nach links kann man bleiben wo man ist. Sie erlebte dies im Bett und verglich es mit dem Schaukeln in einem Boot/Schiff auf dem Meer.

Wackelt das Haus hingegen von oben nach unten, dann nix wie raus aus dem Haus. Wenn da mal genügend Zeit bleibt!

Ich lese mir Verhaltensregeln durch für den Erdbeben-Ernstfall. Man kann sich unter einen stabilen Tisch setzen, damit keine Sachen auf einen fallen. Im Freien sollte man dort bleiben, wo man gerade ist und keinen Schutz suchen unter einem Baum oder in einem Haus. Auch auf einer Brücke sollte man schnell das Weite suchen. Wenn man sich in einer engen Gasse oder Straße befindet kann man sich unter einen Türbogen stellen. So hat zumindest mal mein Opa väterlicherseits einen Bombenangriff im 2. Weltkrieg überlebt: das Haus hinter him fiel zusammen und er stand unter dem Torbogen/der Eingangstür und überlebte.

In Zürich an der ETH gibt es einen Erdbebensimulator. Sonntags kann man ihn erleben im Rahmen einer öffentlichen Führung.  Ihr wisst nun wo Ihr mich findet am Sonntag ;-).

Hast Du schon mal bebende Erde erlebt? Wir hatten das Vergnügen für ein paar Sekunden in Hongkong. Das ist ein sehr merkwürdiges Gefühl.