Fast ein Slam Poetry übers Bogenschießen im Cluburlaub

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zweiter Tag

Ich war das erste Mal im Cluburlaub
und komme zurück und hab ein neues Hobby.

Meine inneren Kritikerinnen waren skeptisch und meckerten
Was soll das bloß werden?
Frühstück. Mittagessen. Abendessen.
Am großen runden Tisch.
All inclusive vom Büffet
mit Fleisch oder Fisch.
So weit das Auge reicht
Grillstation und Nudelbar
Salatbüffet und Saftbar
Desserts vom Feinsten à la creme
Die Pfunde werden höher gehen.
Die anderen Gäste gefallen mir.
Alle sind irgendwie ungewöhnlich.
Von Jung bis Alt.
Mit oder ohne Kids.
Alle treiben Sport.
Nein Sport ist kein Mord.
Sport bringt Lust und Energie.
Es wird gesurft und gesegelt,
geradelt und geskatet.

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abc.etüden. Draußen Schneegestöber. Drinnen knistert’s.

2019_0607_2_300.jpgSie kam zurück ins Wohnzimmer mit zwei dampfenden Teetassen. Ein betörend blumiger Duft strömte in den Raum. Sie war ganz aufgekratzt und freute sich heimlich über ihren unerwarteten Besuch. Da lag er eingerollt auf der Couch und schien zu träumen. Er murmelte immer wieder vor sich hin und grunzte dabei. Fast wäre sie über ihren Hund gestolpert. Er lag ausgestreckt vorm Kamin, in dem das Feuer heimelig knisterte. Sie atmete tief ein und aus. „Es war schon lange kein Mann mehr hier gewesen. Ich sollte ihn am besten festbinden damit er nicht so schnell wieder wegläuft“. Ihre Phantasie ging mal wieder mit ihr durch und sie kicherte fröhlich vor sich hin.

Sie erschrak heftig Weiterlesen

Was ist normal? Die Schweiz, meine Freunde und ich. Ein Poetry Slam (zweiter Versuch)

IMG_0596[6356]Ein Poetry Slam von Mona Harry heißt „Wundern“, in dem so einiges „alles normal“ ist. Dieser Text hat uns inspiriert. Es ist mein zweiter Text dieser Art, ein Versuch in die Spur des Poetry Slam zu kommen … wir lesen uns laut vor und das macht so richtig Spaß. In einem Poetry Slam drückt man aus, was einem gefällt oder gar nicht gefällt, worauf man keinen Bock mehr hat, was man schon immer mal sagen wollte oder oder auch sehr liebt oder vermisst. Wir hatten 30 Minuten Zeit.

Die Schweiz, meine Freunde und ich.

Was ist normal?
Der Heimat den Rücken kehren
und für die Karriere des Liebsten alles aufgeben.
Was haben wir uns den Kopf zermartert. Für und Wider.
„Was wäre, wenn wir wegen MIR blieben in der Stadt?“ fragte ich.
Frankfurt, die Stadt die ich liebe.
Nein, wir schleichen uns davon wie Diebe
und packen unsere sieben Sachen.
Na klar.
Zwei Umzugswagen sind voll gepackt
für*s schöne Dorf nach Switzerländ.
Hatte ich das schon erwähnt
wie normal es ist von Stadt zu Stadt zu ziehen?
Es ist die Challenge und das Neue!
Meinen Freunden halte ich die Treue.
Das ist normal, normal, normal!

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Eine zufällige Begegnung mit „dem Waschküchenschlüssel“

der-waschkuechenschluessel-9783257216332Gestern ist mir was Lustiges passiert!

Ich sitze in der Straßenbahn und erzähle meinem Mann wie es mir nach einem Gespräch mit der Vermieterin geht, die eine Traumwohnung in Zürich zu vergeben hat. Es ging um die Waschküche:

  • die wir nach 21 Uhr nicht mehr nutzen sollten: das „Schwingen“ also Schleudern wird sie stören, weil sie im ersten Stock die Vibrationen aus dem Keller spürt.
  • in der die Wäsche „sorgfältig“ aufgehängt werden soll und nicht wie ein anderer junger Mieter es tut: kreuz und quer über die Leine geworfen.
  • unsere Waschmaschine und Tumbler von der Vermieterin gleich mitgenutzt wird, wenn sie ihre Maschine schon mal anwirft (da ihr zwei Wohnungen im Haus gehören, gehören ihr auch die beiden Waschmaschinen und zwei Tumbler); natürlich kann man alles klären und locker miteinander umgehen.

Tja, ich hörte mich wohl leicht zerzaust an ob dieser Eindrücke, denn es waren noch viel mehr außerhalb der Waschküche 😉 … und meine mir völlig unbekannte aber sehr sympathische Sitznachbarin meinte zu mir: Es gibt ein Buch das heißt: der Waschküchenschlüssel. Ob ich es kenne? Darin wird über die Schweizer Kultur der Waschküche auf ironische Weise geschrieben. Wir haben uns dann noch eine Weile unterhalten über die eine oder andere Schweizer Eigenart und uns köstlich amüsiert. Sie ist übrigens Bürgerin mit zwei Pässen, aus Italien und der Schweiz.

Ja, was soll ich sagen? Da war ein fröhliches Happy End … die Wohnung haben wir schweren Herzens abgesagt. Zu viel Konfliktpotential liegt nicht nur in der Waschküche ;-).

Hier kannst Du Dich über das Buch informieren; es gibt auch eine Hörprobe.

Mit dem Rollator aus der Reha spazieren

IMG_9690[1822]Was soll ich Euch sagen: Meine Mutter wird diese Woche mit dem Rollator aus der REHA-Klinik spazieren. Es ist wirklich nicht zu fassen. Vor 6 Wochen bettlägerig eingeliefert und nun spaziert sie am Rollator. Wackelig aber immerhin. Meine Mutter hat total interessante Übungen machen müssen um wieder fit zu werden.

Nun wird sie ein neues Leben starten. Wir Töchter organisieren ihr dieses neue Leben.

Nach Hochs und Tiefs – konfrontiert mit unserem deutschen Pflegesystem – rollt sie also nun in ein kleines Appartement und wird „betreut wohnen“. Man nennt das Konzept auch „Wohnen plus“. Meine Mutter ist in einem Pflegezentrum auf einer Etage mit anderen alten Menschen selbständig unterwegs, in einem kleinen Appartement wohnend und kann die Infrastruktur des Hauses mitnutzen. Das ist großartig. Sie kann nun mit ihrem Rollator im Park spaziergen gehen. Ihre Freundinnen und Bekannten werden es leicht haben sie zu besuchen. Mitten in der Stadt ist sie gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Ich werde mit ihr üben, Bus zu fahren mit Rollator :-).

Der Umzugsplan steht für den Einzug aus ihrer bisherigen Wohnung in das kleine Appartement. Dann ist die Wohnungsauflösung dran. Ein Weiterlesen

Verliebt in die Heimat

Sektglas

 

Ich war ein paar Tage in der Heimat und hab mich so verliebt in die schöne Landschaft als hätte ich sie noch nie gesehen! Oder war es die Wiedersehensfreude?

Was war es schön durch die „Pampa“ zu fahren. Das Naheland ist Weinanbaugebiet und wir übernachteten im Weingut Hermannsberg, ehemalige Weindomäne Niederhausen. Im Pausenorte-Blog werde ich die schöne Location näher beschreiben.

Heimat das ist für mich:

  • Kreuznacher Dialekt
  • das Gespräch unter Kreuznacher „Gastronomen“ (ich bin ja Kreuznacher Hotelierstochter)
  • die Nahe (auf Platt: die Noh)
  • der Nahewein
  • die Weinberge
  • „alte“ Freundinnen mit gemeinsamen Erinnerungen
  • das Salinental, die herrlich salzige Salinenluft
  • das Grab meines Vaters mit Blick auf den Rotenfels

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