Buchtipp: Der Fetzen von Philippe Lançon

9783608504231.jpg.39364Längst wollte ich von diesem Buch und dem Autor erzählen. Ich habe diesen 551-seitigen Wälzer von der ersten bis zur letzten Seite mit Spannung gelesen.

Philippe Lançon hat vor wenigen Tagen in Darmstadt den Hermann-Kesten-Preis erhalten für sein Buch „Der Fetzen“.

Lançon hat am 7. Januar 2015 das Attentat auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris schwer verletzt überlebt.

Durch eine Rezension in der Sonntags FAZ bin ich auf sein Buch aufmerksam geworden. In „Der Fetzen“ schreibt er über das Attentat auf das Verlagsbüro, seinen zerschossenen Unterkiefer (er war weg) und seinen Krankenhausaufenthalt. Wir werden Zeuge der Rekonstruktion seines Kiefers und damit seines Martyriums im Krankenhaus und der daran anschließenden REHA. Er überstand 19 Operationen und noch viel mehr. Er hat von Anfang an weitergekämpft für das Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit.

Der Fetzen.
Oder er sagt auch Lappen.
Manchmal Schnitzel, weil der Hautlappen rosa glänzt. Weiterlesen

In den Regen gucken

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In Frankfurt am Main
beim Italiener
es ist wie im Wohnzimmer
ein Kommen und Gehen
man ist per Du
draußen platscht der Regen
ich sitze „im Fenster“
mit Blick nach draußen
die Fensterbank höher gesetzt ist mein Tisch
ich schaue und träume
sehe dem platschenden Regen zu
schreibe
knipse Weiterlesen

Kiez in Berlin. Im Viertel unterwegs.

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Ich bin in Berlin. Besuche meine Freundin, die seit wenigen Wochen in Berlin-Friedrichshain weilt. Sie wohnt in einer großen Wohnung. 2er-WG. 5. Stock. Dachterrasse. Wunderbar begrünt und bepflanzt. Zwei Katzen schnurren um die Beine. Man geht die Treppen zu Fuß nach oben und schnauft ordentlich wenn man oben angekommen ist. In der 3. Zwischenetage steht ein Stuhl zum Ausruhen. Ein roter Teppich ist ausgelegt. Das Treppenhaus wirkt sehr gepflegt. Schöne Holztüren machen neugierig auf die Wohnungen, die dahinter liegen.

Unten auf der Straße gleich nebenan ein Frisör.

Es war ein herrlicher Tag. Trotz der Sommerhitze wehte ein kühler erfrischender Wind, der den Stadtbummel erträglich machte. Ich fragte: Was ist eigentlich Kiez? Weiterlesen

Schwerhörigkeit – nicht ganz Ohr?

61382D4B-340C-4798-9C01-2C570C9470D3Schwerhörig: schwer hören oder schlecht hören oder
nicht so gut hören. Nicht mehr ganz Ohr sein.

Kellner: Was möchten Sie zu Ihrem Rumpsteak trinken?
Sie: Ist das Rumpsteak ein großes Stück Fleisch? Ja, gerne mit Kartoffeln.
Der Kellner antwortet entsprechend und fragt erneut:
Was möchten Sie denn dazu trinken?
Sie: Ja, ich esse es gern medium gebraten.
Der Kellner fragt zum dritten Mal nun etwas lauter:
Was möchten Sie denn gern dazu trinken?
Und bekommt nun eine Antwort.

Unter Hörverlust (Hypakusis, auch Hypoakusis) versteht man einen teilweisen oder vollständigen Verlust des Hörvermögens. Die Ausprägung der Störung kann von leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit reichen und vielfältige Ursachen haben. Nach einer Untersuchung 2017 sind in Deutschland etwa 16 % der erwachsenen Gesamtbevölkerung (18 Jahre und älter) nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisationschwerhörig. Naturgemäß steigt der Anteil Schwerhöriger mit zunehmendem Alter. (Quelle: Wikipedia)

Ich kenne mittlerweile vier Schwerhörige und erhalte öfters als Antwort:

Häää?
Wie bitte?
Waaaas?

Drauf erzähle ich ein zweites Mal, wiederhole das Gesagte.
Mal freundlich. Mal weniger freundlich.

Doch! Ich habe Verständnis. Weiterlesen

Das waren die Ostertage

fullsizeoutput_43fAm Karfreitagmorgen Chorgesang im Gottesdienst:
Kyrie und Agnus Dei gaben wir zum Besten aus der Tangomesse von Palmeri.

Hier eine Aufnahme von Agnus Dei aus der Nikolaikirche in Leipzig:

 

Karsamstagslegende von Bertolt Brecht, ein Auszug daraus:

Und in den Blüten, abendgrau verhüllt
Sang wunderleise
eine Drossel süß und mild
eine helle Weise.

Ostersamstag mal wieder auf dem Markt gewesen:
Gemüse und Eier und Zopfbrot für die Ostertage eingekauft

Danach bis abends HAUS- UND GARTENPUTZ!!!

Apéro nach dem Ostersonntaggottesdienst mit Eiertütsche.
Man tütscht zu zweit je ein gefärbtes Ei aneinander.
Das Ei dessen Schale platzt muss aufgegessen werden.
Ich hab’s trotzdem eingesteckt … gab es gestern zum Salat Nicoise.

Ostermontag also heute: Weiterlesen

Samstagmorgen: Zeit haben

FA109C20-AAC4-4E12-90CD-B0CCAC86D431„Lernen Zeit zu haben“
lese ich gerade in meinem Fastenbüchlein „Wandeln“.

Zeit für …

Lernen …

Ich atme tief aus.
Ich lasse los.
Zeit haben am Samstag für …
… alles Mögliche.

Ich höre dem Frühling zu: Vogelgezwitscher, Hundebellen, Gartenarbeiten.
Die Hühner in Nachbars Garten sind auch wieder da.

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