Was ist normal? Die Schweiz, meine Freunde und ich. Ein Poetry Slam (zweiter Versuch)

IMG_0596[6356]Ein Poetry Slam von Mona Harry heißt „Wundern“, in dem so einiges „alles normal“ ist. Dieser Text hat uns inspiriert. Es ist mein zweiter Text dieser Art, ein Versuch in die Spur des Poetry Slam zu kommen … wir lesen uns laut vor und das macht so richtig Spaß. In einem Poetry Slam drückt man aus, was einem gefällt oder gar nicht gefällt, worauf man keinen Bock mehr hat, was man schon immer mal sagen wollte oder oder auch sehr liebt oder vermisst. Wir hatten 30 Minuten Zeit.

Die Schweiz, meine Freunde und ich.

Was ist normal?
Der Heimat den Rücken kehren
und für die Karriere des Liebsten alles aufgeben.
Was haben wir uns den Kopf zermartert. Für und Wider.
„Was wäre, wenn wir wegen MIR blieben in der Stadt?“ fragte ich.
Frankfurt, die Stadt die ich liebe.
Nein, wir schleichen uns davon wie Diebe
und packen unsere sieben Sachen.
Na klar.
Zwei Umzugswagen sind voll gepackt
für*s schöne Dorf nach Switzerländ.
Hatte ich das schon erwähnt
wie normal es ist von Stadt zu Stadt zu ziehen?
Es ist die Challenge und das Neue!
Meinen Freunden halte ich die Treue.
Das ist normal, normal, normal!

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Eine zufällige Begegnung mit „dem Waschküchenschlüssel“

der-waschkuechenschluessel-9783257216332Gestern ist mir was Lustiges passiert!

Ich sitze in der Straßenbahn und erzähle meinem Mann wie es mir nach einem Gespräch mit der Vermieterin geht, die eine Traumwohnung in Zürich zu vergeben hat. Es ging um die Waschküche:

  • die wir nach 21 Uhr nicht mehr nutzen sollten: das „Schwingen“ also Schleudern wird sie stören, weil sie im ersten Stock die Vibrationen aus dem Keller spürt.
  • in der die Wäsche „sorgfältig“ aufgehängt werden soll und nicht wie ein anderer junger Mieter es tut: kreuz und quer über die Leine geworfen.
  • unsere Waschmaschine und Tumbler von der Vermieterin gleich mitgenutzt wird, wenn sie ihre Maschine schon mal anwirft (da ihr zwei Wohnungen im Haus gehören, gehören ihr auch die beiden Waschmaschinen und zwei Tumbler); natürlich kann man alles klären und locker miteinander umgehen.

Tja, ich hörte mich wohl leicht zerzaust an ob dieser Eindrücke, denn es waren noch viel mehr außerhalb der Waschküche 😉 … und meine mir völlig unbekannte aber sehr sympathische Sitznachbarin meinte zu mir: Es gibt ein Buch das heißt: der Waschküchenschlüssel. Ob ich es kenne? Darin wird über die Schweizer Kultur der Waschküche auf ironische Weise geschrieben. Wir haben uns dann noch eine Weile unterhalten über die eine oder andere Schweizer Eigenart und uns köstlich amüsiert. Sie ist übrigens Bürgerin mit zwei Pässen, aus Italien und der Schweiz.

Ja, was soll ich sagen? Da war ein fröhliches Happy End … die Wohnung haben wir schweren Herzens abgesagt. Zu viel Konfliktpotential liegt nicht nur in der Waschküche ;-).

Hier kannst Du Dich über das Buch informieren; es gibt auch eine Hörprobe.

Mit dem Rollator aus der Reha spazieren

IMG_9690[1822]Was soll ich Euch sagen: Meine Mutter wird diese Woche mit dem Rollator aus der REHA-Klinik spazieren. Es ist wirklich nicht zu fassen. Vor 6 Wochen bettlägerig eingeliefert und nun spaziert sie am Rollator. Wackelig aber immerhin. Meine Mutter hat total interessante Übungen machen müssen um wieder fit zu werden.

Nun wird sie ein neues Leben starten. Wir Töchter organisieren ihr dieses neue Leben.

Nach Hochs und Tiefs – konfrontiert mit unserem deutschen Pflegesystem – rollt sie also nun in ein kleines Appartement und wird „betreut wohnen“. Man nennt das Konzept auch „Wohnen plus“. Meine Mutter ist in einem Pflegezentrum auf einer Etage mit anderen alten Menschen selbständig unterwegs, in einem kleinen Appartement wohnend und kann die Infrastruktur des Hauses mitnutzen. Das ist großartig. Sie kann nun mit ihrem Rollator im Park spaziergen gehen. Ihre Freundinnen und Bekannten werden es leicht haben sie zu besuchen. Mitten in der Stadt ist sie gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Ich werde mit ihr üben, Bus zu fahren mit Rollator :-).

Der Umzugsplan steht für den Einzug aus ihrer bisherigen Wohnung in das kleine Appartement. Dann ist die Wohnungsauflösung dran. Ein Weiterlesen

Verliebt in die Heimat

Sektglas

 

Ich war ein paar Tage in der Heimat und hab mich so verliebt in die schöne Landschaft als hätte ich sie noch nie gesehen! Oder war es die Wiedersehensfreude?

Was war es schön durch die „Pampa“ zu fahren. Das Naheland ist Weinanbaugebiet und wir übernachteten im Weingut Hermannsberg, ehemalige Weindomäne Niederhausen. Im Pausenorte-Blog werde ich die schöne Location näher beschreiben.

Heimat das ist für mich:

  • Kreuznacher Dialekt
  • das Gespräch unter Kreuznacher „Gastronomen“ (ich bin ja Kreuznacher Hotelierstochter)
  • die Nahe (auf Platt: die Noh)
  • der Nahewein
  • die Weinberge
  • „alte“ Freundinnen mit gemeinsamen Erinnerungen
  • das Salinental, die herrlich salzige Salinenluft
  • das Grab meines Vaters mit Blick auf den Rotenfels

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Stille riecht. Heute ist Tag gegen Lärm.

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Das Plakat kann man bestellen: http://www.laerm.ch

Vorgestern bloggte ich über „Lärm stinkt“ und überlegte mir, wenn Lärm stinkt dann riecht die Stille wie?

Stille riecht

wie Frühlingsferien
orange, gelb und hellgrün

wie ein Schmetterlingsschlag
zartviolett

nach Wind
Seewind oder Landwind

wie Landregen, sattgrün
nach frisch gemähtem Gras

unverkennbar, unerwartet
manchmal ungehört und unerhört.

Stille macht mich glücklich, ich blähe die Nüstern.

Wenn Lärm stinkt …

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Dieses Plakat ist mir in den letzten Tagen in unserem Ort Richterswil aufgefallen. Mal hing es dort, mal woanders. Und es machte etwas in meinem Kopf – aber erst als meine Ohren absolute Stille hörten. Ja, das gibt es immer wieder hier in unserem Ort. Das war schon beim ersten Besuch so als wir hier nach einer neuen Bleibe suchten. Es fiel mir sofort auf, weil sich bei Stille mein ganzer Körper entspannt und diese Ruhe förmlich über alle Poren aufsaugt.

Heute überlegte ich also, weil es einen Moment lang an der Hauptstraße sehr still war: Wenn Lärm stinkt, wie riecht dann die Ruhe? Dazu werde ich poetisch schreiben am Tag gegen Lärm, am Mittwoch, dem 25. April. Hast du es gewusst, dass es solch einen Tag gibt? Ich nicht. Ich fand Informationen zum Plakat im Netz. Et voilà. Weiterlesen

Warum feiert man Fasnacht in der Schweiz eine Woche später?

IMG_8023… habe ich in die Suchmaschine eingegeben. Und fand interessante Informationen bei Wikipedia zur Baseler Fasnacht, die heute ihren letzten Tag feiert.

Ich wunderte mich schon vor sechs Jahren sehr, als wir nach Richterswil zogen. Es war nach Aschermittwoch: das Wochenende danach fand hier ein Kostümumzug statt und montags waren die Geschäfte geschlossen.

Genau so am letzten Sonntag in Zürich. Am Montag im Zug Richtung Basel traf ich auf viele kostümierte Kinder und Eltern. Denn der legändere Basler Montagsumzug fand statt und morgens um vier waren die Menschen schon auf den Beinen um den Basler Morgestraich mitzuerleben: Man sieht wunderschöne ganz besondere Masken auf den Köpfen, die durch die Straßen ziehen. Es ist laut und es wird mit Peitschen auf die Erde geknallt. Auch eine Art Wintervertreibung.

Warum also eine Woche später? Weiterlesen