Wesentlich werden: wie erkläre ich es einem Außerirdischen?

IMG_6274Seit meinem Blogpost: Wesentlich werden: was wäre wenn …. 

eiere ich rum. Denn Christiane, eine meiner eifrigen Blogleserinnen von „Irgendwas ist immer“, wünschte sich schon vor längerer Zeit: Was wäre wenn ich „wesentlich werden“ einem Außerirdischen erklären müsste, was man auf jeden Fall dann NICHT tun sollte?

Seitdem eiere ich wie gesagt. Denn nun habe ich den Salat: Sobald ich einen Satz denke mit „nicht“ drin, wird es schwierig, z.B.

  • man lebt dann einfach nicht ins Blaue – warum eigentlich nicht?
    oder
  • man schiebt Dinge nicht auf die lange Bank – und wenn doch?
    oder
  • man sollte nicht alles auf einmal wollen – wieso nicht?

Also Ihr seht, ich brauche positive Formulierungen.

Ich schreibe immer wieder in mein Schreibheft, wenn ich unterwegs bin und stelle Euch einfach mal meine Sammlung vor.

Wesentlich werden bedeutet oder ist:
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So was Banales wie Bratkartoffeln

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Gestern wurde ich gefragt, was ich mir abends zum Essen zubereite. Es ging in unserem Gespräch um das Banale im Alltag und eben um dieses Rezept. Ich habe ja schon sehr früh in der Großküche unseres elterlichen Betriebes mitgeholfen. Meine Mutter hat sozusagen fast täglich pfannenweise Bratkartoffeln für unsere Gäste gebruzzelt. Ich bereite mein Rezept aber nicht wie bei Muttern zu, mit Speck und Zwiebeln sondern anders.

Ich hatte noch eine große runde Kartoffel im Gemüsefach, die ich mittags kochte für den Abend. Es war ein lustiges Bild: diese einsame große Kartoffel im Kochtopf zu sehen. Es brauchte dann eine gute halbe Stunde bis sie gar war. Mit einem Piekser hab ich getestet, ob sie weich ist.

Abends schnippelte ich die Kartoffeln in kleine Stücke und briet sie mit Frühlingsziebel und Paprika auf mittlere Hitze an, bis alles leicht angebräunt war. Nun kommt es darauf an, wie man das Ganze würzt. Meine Variante ging gestern so: mit orientalischem Gewürz, Rosenpaprikapulver und Kumin (Kreuzkümmel) und Salz habe ich abgeschmeckt und dann noch mit Tomatenwürfeln, einem gekleppertem Ei und geriebenem Käse verfeinert. Nun ist mein kleines Gericht schon fast zu einem Bauernomelette geraten bzw. zu einer spanischen Tortilla. Man reiche einen leckeren Salat dazu und schon ist ein köstliches Abendessen entstanden.

Gehört das Banale im Alltag nicht auch zum Wesentlich werden? Ein neuer Gedanke, der mich ganz froh werden lässt und mir neue Blogideen beschert.

Lust auf Bratkartoffeln bekommen? Wie bereitest Du sie zu? Ist doch ein sehr kreatives Essen und hängt vom Inhalt des Kühlschranks ab. Mahlzeit!

Diesen Artikel widme ich Herrn Zimt ;-), der mich auf die Idee brachte.

Ich habe dann noch bei Wikipedia nachgelesen zu „Banal“. Sehr interessant. Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutete ursprünglich „gemeinnützig“.

Notruftelefon: Lärm (=Telefonieren) im Zug

IMG_3547Wir haben mit Freunden ein lustiges Spiel kennengelernt und gespielt. Es heißt „der wahre Walter“. Das Wort „Walter“ ist ein Platzhalter für ein anderes Wort, das man sich ausdenken muss. Beispielsweise bei dieser Frage:

Könntest Du einen neuen Notruf einrichten, dann wäre es für „Walter“. Eine der Antworten war: „Lärm im Zug“. Gemeint war, das ständige Telefonieren von Mitreisenden im Zug. Ich bin bestimmt 1 x die Woche im Zug unterwegs. Eine Strecke dauert etwa 1,5 Stunden. Sehr selten ist es wirklich ruhig. Ich erlebe ältere Herren, die ihre Freunde oder Bekannten anrufen: „Hoi, Walter, wie geht’s? Ich sitze gerade im Zug und wollte mal hören … “

Oder vorgestern saß ich neben einer jungen Frau, die mal eben in der Psychiatrie ihren Platz klar gemacht: „Ich hab Borderline … Selbstverletzungsgefahr … die nächsten drei Wochen sollte ich überbrücken, aber wo?“

Einige Telefonate werden in einer Sprache geführt, die ich nicht beherrsche. Die sind weniger anstrengend, weil ich nichts verstehe und deshalb auch „die Ohren zudrücken“ kann. Wenn man aber alles versteht, kann man die Ohren nicht zuhalten. Das ist ja das Phänomen. Weiterlesen

Selbstgemachte Marmelade löffelweise essen

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HInter unserem Haus haben wir über die gesamte Länge 3 Reihen Himbeersträucher im Garten übernommen. Das Beste überhaupt in unserem Garten! Himbeeren! Kindheitserinnerungen werden wach: die Nachbarsfamilie zwei Häuser weiter, sie hatten fünf Kids in unserem Alter und einen riesigen Garten: mit Spielgeräten UND HIMBEEREN! Wir durften manchmal welche zupfen, wir, die Nachbarskinder. Ich erinnere mich so gerne: wie die süßen Früchte in meinem Mund herrlich schmeckten. Überhaupt dieses Zarte dieser Frucht!

Nun haben wir also in Richterswil jeden Sommer Himbeeren. Und dieses Jahr habe ich meine Reisezeit so gelegt, dass ich von Anfang an dabei bin, wenn sich die Früchte rot färben und immer größer werden. Es ist eine Pracht. Mein Mann klettert fleißig die kleine Anhöhe hoch, morgens UND abends. Einige Früchte sind jetzt tief gefroren für unsere Stammgäste im August oder Freunde, die wir noch erwarten. Marmelade hab ich auch schon gekocht, mal mit Körnchen, mal ohne. Dazu wird die Marmeladenmasse durch das feine Sieb gestrichen. Es gibt ja nichts Einfacheres als Marmelade kochen. Früchte in den Topf und den Gelierzucker dazu, 4 Minuten heiß kochen lassen und dann in die Gläser abfüllen. Fertig.

Einem Bekannten schenkte ich jetzt eines meiner kostbaren und leckeren Erzeugnisse, ich gebe zu, er bekam ein kleines Glas. Ich fragte ihn, ob er Himbeermarmelade mag, was er nickend bejahte. Er schleckt jetzt löffelweise daraus … und meinte: Sie hatten da Ihren Aufkleber drauf: „wesentlich werden“. Genauso ist das mit der Marmelade: die köstliche Frucht zur Marmelade gekocht, kein Geschnörkel dran, nur die Früchte und der Zucker: kann man nur mit dem Löffel essen und auf der Zunge zergehen lassen.

🙂

Und du so? Magst Du Himbeeren? Himbeermarmelade mit oder ohne Körnchen? Ich mag die mit Körnchen und bin glücklich wie sonst was :-))).

 

Klimafasten 6. Woche: Einkehr

IMG_5591In dieser sechsten Fastenwoche werden wir eingeladen uns Momente der Entschleunigung und Orte der Einkehr zu schenken.

Fasten heißt inne halten und zur Ruhe kommen.

In dieser Woche wird vorgeschlagen …

  • Tagebuch schreiben: Wo stehe ich, wohin gehe ich…
  • Spaziergänge unternehmen: alle Sinne schärfen.
  • einen Tag ohne Handy und Internet leben.
  • den Ort der Ruhe in meiner Wohnung schöner gestalten.
  • Orte der Einkehr und Ruhe aufsuchen und dort verweilen: z.B. meine Taufkirche, ein Kloster (www.orden-online.de), eine Bank im Wald, den Lieblingsplatz meiner Jugend.
  • Gott für die Schöpfung danken, z.B. mit Morgen- und Abendgebeten.
  • Initiativen und Projekte besuchen, die anders leben und neue Wege gehen. www.solidarische-landwirtschaft.org
    http://anstiftung.de/urbane-gaerten
  • lesen statt fernsehen oder am PC sitzen.

Die Quelle dieser Ideen findet Ihr bei Klimafasten.

Vieles davon tue ich bereits: Tagebuch schreiben zum Beispiel, jeden Tag gehe ich raus in die Natur. Einen ganzen Tag ohne Handy und Internet hab ich schon lange nicht mehr erlebt. „Man“ – ich bin ja schon ein bisschen bescheuert … weil ständig erreichbar.

Den Lieblingsplatz meiner Jugend aufsuchen? hmmm … hatte ich einen? Mal überlegen. Auf jeden Fall habe ich vor einigen Tagen an diesem kleinen Weiher dieses Foto geschossen.

Du?

Klimafasten 5. Woche

csm_klimafasten2017_postkarte_3c668719edViele private und institutionelle Geldanleger – darunter auch Kirchen investieren neuerdings Geld in Energiesparprojekte oder erneuerbare Energien. „FossilFree“ heißt diese Bewegung.

Hab ich noch nie gehört „FossilFree“. Wir werden eingeladen, anders mit unserem Geld umzugehen. Gutes Thema!

In dieser Woche …

die eigene Geldanlage überprüfen: Wie geht meine Bank mit den Sparguthaben um? Was macht meine Versicherung mit den Rücklagen?
www.urgewald.org: „Ist meine Bank ein Klimakiller?“

den Wechsel zu einer anderen Bank prüfen, die ihre Geldanlagen an ökologischen und ethischen Kriterien orientiert.
Infos: www.zukunft-einkaufen.de: „Geld kann duften“, www.ecoreporter.de, www.suedwind-institut.de

informieren, ob Sie Geld bei einer regionalen Bürger-Energiegenossenschaft anlegen können, die die Energiewende mit dem Ausbau der erneuerbaren Energie voranbringt.

informieren, wie Sie mit Ihren Rücklagen armen Menschen weltweit eine Chance geben können, sich wirtschaftlich zu entwickeln. www.oikocredit.de

mit Spenden weltweit Klimagerechtigkeit fördern. www.brot-fuer-die-welt.de

beschließen, den CO2-Ausstoß der nächsten Flugreisen zu kompensieren.
www.klima-kollekte.de

Ja, es gibt viel zu tun … uff … ich spende immer wieder kleine Beträge, die Klimakollete für die nächste FLugreise hatte ich schon mal im Blick, hab ich glaub ich bezahlt?, muss ich checken … und mit meinem Mann übers Geldanlegen reden. Auf geht’s.

Klimafasten 3. Woche: weniger kaufen

csm_klimafasten2017_postkarte_3c668719edUnd schon beginnt die 3. Woche in der Fastenzeit. Hier will ich ja mit euch über diese Fastenaktion laut denken.

In dieser Woche geht es also um’s weniger kaufen …wir lesen:

auf Überflüssiges verzichten und bei jedem Einkauf prüfen: Brauche ich das wirklich? www.nachhaltiger-warenkorb.de

kaputte Kleidung nähen und defekte Geräte reparieren (lassen): www.repaircafe.de oder von Freunden helfen lassen.

upcyceln – aus gebrauchten Dingen etwas Neues herstellen. https://utopia.de/0/selbermachen/upcycling

ausrangierte Möbel, Haushaltsgegenstände, Bücher oder Kleidung ins Sozialkaufhausoder in den Umsonstladen bringen. www.umsonstladen.de

„24 Stunden ohne“ – einen Tag ohne Geldbörse und Einkauf leben.

Freunde zu einer Verschenk- und Tauschparty einladen oder Tauschbörsen in der Gemeinde organisieren, z.B. mit Büchern, Werkzeug oder Kleidung.

alte Handys in der Gemeinde sammeln und umweltgerecht recyceln lassen. Fragen Sie bei Ihrem Telefonanbieter nach Rücknahmeaktionen z.B. mit Naturschutzverbänden.

Was mir an dieser Fastenaktion wirklich sehr gut gefällt, dass wir durch Hinweise und Links neue Ideen bekommen. Von diesen hier vorgestellten will ich mir vorknöpfen: eine Verschenk- und Tauschparty organisieren .. letztes Jahr hatte ich einen Garage Sale organisiert, könnte ich etwas „professioneller“ aufziehen.

Ich bin guter Dinge … bei mir gibt es viele Tage, an denen ich nichts einkaufe. Und du so?