Wesentlich werden: Bogenschießen. Oder: Baby konzentrier‘ dich.

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Was kann wesentlicher sein, als sich auf eine Zielscheibe zu konzentrieren? Auf einen gelben Kreis umgeben von einem roten und einem blauen und einem schwarzen Kreis. Der weiße gilt schon fast nicht mehr ;-). Sich auf einen Punkt zu konzentrieren das ist wahnsinnig anstrengend. Ich sag es Euch.

Auf einen gelben Kreis konzentriere ich mich seit März diesen Jahres. Manchmal täglich. Manchmal mit längeren Zeitabständen dazwischen. Das Bogenschießen hat mich erwischt. Im Urlaub. Einfach so. Nichtsahnend. Ich wollte es schon immer ausprobieren. Habe ganz ganz früher auch mal das Buch gelesen: „ZEN in der Kunst des Bogenschießens„. Mich faszinierte „eins zu werden mit dem Pfeil und dem Bogen“.

Was soll ich sagen? Ich habe Freude und sehr großes Interesse, den Pfeil ins Gelb zu kriegen. Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht. Zurück aus dem Urlaub hab ich das Bogensportzentrum in Zürich für mich entdeckt.  In einem professionellen Workshop bei dem ehemaligen zweifachen Weltmeister Kurt Nünlist haben wir eine Urkunde erhalten, dass wir mit Pfeil und Bogen verantwortlich umgehen können. Das nötige Equipment hab ich nun, der Bogen ist erstmal gemietet und ausgeliehen. Denn der „wächst“ mit den Muskeln.

Ich habe im Laufe der Zeit Muskeln aufgebaut. Gezielt trainiert. Denn ich hatte anfänglich gar keine Kraft in den Armen und in den Schultern. Das A und O ist außerdem, dass man sich dehnt und streckt vor und auch nach der Trainingsstunde. Ich habe mit einem Bogen begonnen zu schießen, der eine geringe Zugkraft (Zuggewicht) hat. Ein 14-er Bogen war das. Danach wechselte ich zu einem 16-er Bogen und nun trainiere ich mit einem 18-er Bogen. Es ist noch eine Herausforderung aber der Pfeil trifft jetzt irgendwie „glatter“ oder „schneller“ oder „stabiler“. (Mehr Infos zum Zuggewicht: Sportlerinnen haben einen Bogen mit einem Zuggewicht von 28-34 lbs)

Ich trainiere und schieße fleißig. Weiterlesen

Sommerlaune. Zeilen aus dem Sommertagebuch.

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In Zürich mittags. Ein Selfie mit der Oper im Hintergrund.

Die Oper. Spiegelbild im Fenster.
Über Jahresringe nachgedacht und darüber geschrieben.

Urlaubslaune.
Leichtigkeit.
Die Sonne sticht.
Alles gut nach einem Schwumm (so sagt man auf Schweizerdeutsch nach einem Bad oder dem Schwimmen) im See.

Alle sind in Ferien. Ausgeflogen.
Es herrscht Ruhe. Stille. Im Ort.
Bis auf Geschnatter im See.
Zwei Frauen im Gespräch.

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Es scheint: alle Welt kocht nach Ottolenghi.
Ich neuerdings ganz „Simple“.
Inzwischen hab ich sogar Rosenharissa im Regal.
Und Za’tar könnt ich so löffeln.

Dachterrassenfest bei Freunden.
Meine Freundin bekommt das andere Ottolenghi-Kochbuch geschenkt.
Wir essen aber nicht nach Ottolenghi.
Sommersalate, Pulled Porc und Tiramisu.
Mit K. aus Tokyo über den Tod und das Leben sinniert.

Herzschmerz. Was willst Du mir erzählen, Herz? Weiterlesen

Sonntagmorgen am See

Heut morgen so gegen neun ein Zeitfenster mit blauem Himmel abgepasst. Das Wetter war schöner als die App vorhersagte. Schwere Gewitter stürmten hier gestern Nachmittag und letzte Nacht. Dieser aufgewühlte See, 25 Grad warm, war ein Hit. Nur ein paar wenige Sonntagmorgenschwimmer waren mit mir da. Es herrschte eine Einigkeit, ein stilles Zusammengehörigkeitsgefühl, das uns niemand nehmen konnte.

Morgenidylle
es riecht sommerlich frisch
gewaschene klare Luft
ein blank geputzter Himmel
die Wellen tragen mich
ich vertraue mir und meinen Schwimmkünsten
im Hoch und Runter des Wassers
und müsste ich JETZT sterben
dann wäre es gut. Weiterlesen

Das waren die Ostertage

fullsizeoutput_43fAm Karfreitagmorgen Chorgesang im Gottesdienst:
Kyrie und Agnus Dei gaben wir zum Besten aus der Tangomesse von Palmeri.

Hier eine Aufnahme von Agnus Dei aus der Nikolaikirche in Leipzig:

 

Karsamstagslegende von Bertolt Brecht, ein Auszug daraus:

Und in den Blüten, abendgrau verhüllt
Sang wunderleise
eine Drossel süß und mild
eine helle Weise.

Ostersamstag mal wieder auf dem Markt gewesen:
Gemüse und Eier und Zopfbrot für die Ostertage eingekauft

Danach bis abends HAUS- UND GARTENPUTZ!!!

Apéro nach dem Ostersonntaggottesdienst mit Eiertütsche.
Man tütscht zu zweit je ein gefärbtes Ei aneinander.
Das Ei dessen Schale platzt muss aufgegessen werden.
Ich hab’s trotzdem eingesteckt … gab es gestern zum Salat Nicoise.

Ostermontag also heute: Weiterlesen

WhatsApp? Ich gehe raus.

WhatsApp.
What’s up?
Ich mache mit. Na klar.
Jetzt will ich hier raus.
Was mach ich also draus?
Hat ne Weile gedauert
bis ich merkte ich bin ausgepowert.
Mist, es piept und tönt
ich muss schnell lesen
und im zwei-Finger-Modus
Antworten klöppeln.
Natürlich sofort.

Schreiben, lesen,
lesen, schreiben.
Erstmal Ton aus.
Was war gewesen? Weiterlesen