Viel los

38DA0C40-67D5-487F-B90D-15012FC42C12_1_201_aEs war viel los im Leben
die letzten Wochen.
Frankfurt.  Hünstetten. Bad Kreuznach.
Zürichsee. Ravensburg.
Beerdigung meines Schwiegervaters.
18. Geburtstag von Nichte Lilli.
Hochzeit meines Neffen Dani.
Zusammen mit meiner Schwester haben wir gesungen.
Die Hochzeitsgäste waren berührt und beglückt.
Hört mal rein …

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Die Sommerhitze und „estrella“

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Christiane lädt ein in ihrem Blog zu den Extraetüden in der 23. Woche 2020.

„Und morgen fahren wir 3 Stunden mit dem Bus in die Wüste Estrella. Dort machen wir ein Picknick. Lernen uns kennen. Werden eine Überlebensübung ausprobieren. Und dann geht es drei Stunden mit dem Bus wieder zurück“.

Die Sonne schien grell. Die Sonnenliege war unbequem. „Gott sei Dank bin ich vom Sonnenschirm geschützt“, seufzte sie. In kleinen glitzernden Perlen lief ihr der Schweiß vom Nacken über die Schultern. Sie spürte das Rinnsal auf ihrer Haut. An ihrem Dekoltee bildete sich zwischen ihren Brüsten ein kleiner Salzsee. „Heiß“ dachte sie, „es ist so heiß“. Sie lag wie gelähmt und rührte sich nicht. Sie musste eingedöst sein und lächelte vor sich hin: „In die Wüste Estrella hast du dich geträumt“, sprach sie leise mit sich selbst. Sehr cool! Mehr von diesen Träumen! Bedeutet Estrella nicht Stern? Sie blätterte im Internet und fand die Übersetzung. Spanisch „estrella“ für Stern. Sie freute sich über ihren Traum. Schaute Richtung Meer sah die Katamarane auf dem Wasser schaukeln. Sie waren festgezurrt. Windstille. Das Meer glitzerte. Da ging heut gar nichts. Ein wilder Segeltörn war ausgeschlossen. Es wäre sehr erfrischend den Wind auf der Haut zu spüren um ein wenig die Hitze aus dem Körper zu vertreiben, dachte sie sehnsüchtig.

Seit Wochen warteten sie und die anderen Hotelgäste darauf, dass sie endlich ausreisen durften. Weg von dieser Insel. Raus aus dieser Sommerhitze. Nie nie wollte sie solch einen heißen Sommer erleben. Sie war immer im Frühjahr oder im Herbst hier. Da herrschten erträglichere Temperaturen. Sie fand es schlimm und empfand sich gefangen. Wie gern würde sie in ihren Traum fallen. Weg von hier und sich in die Wüste Estrella beamen. Weiterlesen

Eine andere Zeitrechnung beginnt

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zeitlos. natürlich gewachsen.

Heute war Winston-Tag.
Winston ist der Labrador mit dem ich freitags raus gehe.
Der Familienhund einer Freundin

Ab heute zähle ich die Tage anders.
Mich interessiert wieviele Tage bis zur Grenzöffnung verbleiben.
Das Datum, das ich jetzt ersehne:
Von heute an noch 32 Tage. Dann ist Montag, 15. Juni.

Die Grenzen aus der Schweiz nach Deutschland und Österreich werden ohne Kontrollen geöffnet und ich muss dann auch nicht in Heimquarantäne.

Ich hoffe auf eine flache Infektionskurve, damit dies wahr wird.

Ich glaube daran, dass Atemschutzmasken wirken, wenn sie alle tragen.
Die Idee: ich schütze nicht mich sondern die anderen, die in meine Nähe kommen.
Nicht umsonst tragen in Asien alle eine Maske.
Es gehört zu ihrem Alltag dazu.

Seit langem war ich das erste Mal wieder in Zürich unterwegs.
Atemschutzmaske wird in der Schweiz nur empfohlen,
wenn man mit Zug, Bus oder Tram fährt.
Ich staune, wer alles keine Atemschutzmaske trägt.
Als gäbe es keinen Virus.  Weiterlesen

Gedankensplitter Fastenzeit 2

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in netter Gesellschaft

Ja, ich esse und trinke ganz normal weiter.
Manchmal anders.
So wollte ich das ja.

Hab mir einen Gemüsehobel gekauft
mit dem man ganz ganz feine dünne Scheiben
schaben kann.

Ein Hauch von Gemüse.
Man kann fast durchgucken.

Ausprobiert:
Kartoffelchips und Gemüsechips zubereiten.
Sie waren nicht wirklich knackig-knusprig.
okeee … zweiter Versuch.

Ein neues Rezept ausprobiert mit Ingwer und Knoblauch und Miso und Sojasoße und süßem japanischem Reiswein.
Ein herrlicher Duft zog durch die Küche.

Im Fastenwegweiser kam die Frage auf:

Was wolltest du schon immer mal machen?
Beispiele sind aufgeführt:
Influencerin werden, ein Buch schreiben,
im Standkorb auf Helgoland schlafen …

Ich überlege immer noch.

Ich las im Wochenend-Magazin, Weiterlesen

Sonntagspaziergang

AD55CFE7-CADE-412E-9521-D0817B600571_1_201_aEs war doch hübsch kalt vorhin. Als ich mir die Mütze dann genau an dieser Stelle über die Ohren zog fand ich diesen Blick auf den Bach so schön. Die Sonnenstrahlen glitzerten auf der Wasseroberfläche. Es hatte etwas Friedliches diese Stimmung.

Später unten am See entstanden dann die anderen zwei Fotos. Standup-Paddling im Winter? Warum nicht?

Ein herrlicher Tag heut hier bei uns. Ich wünsch‘ euch einen schönen Sonntag.5078A108-AFDD-4365-9787-B9AABFC0BE7E

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Gedankensplitter Fastenzeit 1

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Lieblingscafé in Ravensburg

Erste Woche nach Aschermittwoch.
Schon.
Es begleitet mich Aprilwetter. Von Frühling bis Winter.
Von Sonne bis Schnee.
Mal lese ich im Fastenführer „Wandeln“
mal nicht … wo steckt er eigentlich?
wo hab ich zuletzt darin gelesen? wann?

Donnerstag mal wieder Auto gefahren
über Bregenz nach Ravensburg
(wollte mal für mich sein anstatt im Zug mit vielen)

Freitagabend anderes gegessen
bei meiner Schwester
„gevespert“ mit Fisch und Weißkrautsalat vom Bio-Markt.

Eine andere Zahnarztpraxis ausprobiert
fürs professionelle Zahncleaning
da kriegt man immer schon ne Menge mit
wie man so „behandelt“ wird
laute Radiomusik empfing mich an der Anmeldung (uää)
das Ultraschallgerät das den Zahnstein entfernt
knarzte altertümlich (uääää)
kaltes Wasser an den Zahnhälsen gab mir den Rest (uäääää).

Sonntagmorgen raus aus dem Kuschelbett
statt Frühstück in den gemütlichen Federn
mit dem Zug (!) nach Zürich Weiterlesen

Buchtipp: Angelika Overath. Winter in Istanbul

41LY-slCmtL._SX319_BO1,204,203,200_Warst du schon mal in Istanbul? Dann wirst du es schön und bezaubernd finden an Plätze geführt zu werden, die Angelika Overath in ihrem Roman beschreibt und aufzählt. Vor allem mit der Fähre unterwegs sein zwischen der asiatischen und europäischen Welt fand ich verlockend.

Wer Angelika Overath nicht kennt ist vielleicht etwas erstaunt über ihre teils spröde Sprache dann aber wieder gelingen ihr Sätze und Beschreibungen wunderschön.

Die Autorin entführt uns also nach Istanbul im Winter. Cla, Religionslehrer aus dem Engadin will forschen und lesen. Er arbeitet an einer Studie über die Konstantinopel-Mission von Nikolaus von Kues. Und lernt den türkischen Kellner Baran kennen, mit dem er in die Stadt eintaucht. Die Erzählung wechselt zwischen der Zeit der Liebenden in der Gegenwart und der spätmittelalterlichen Welt.

Mir hat es vor allem die zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden Männern angetan und weniger die byzantinische Historie – man möge mir verzeihen. Weiterlesen

abc.etüden. Mittagspause

2020_0809_1_300Heute beim Lunch und beim Kaffee in der Sonne sitzend mitten in Zürich gab’s mal wieder einen Schubs zum Schreiben. Wunderbar. Darüber freute ich mich. Ich liebe es in Zürich zu sein und es inspiriert mich.

Außerdem bin ich noch ein bisschen angepiekst von der Fernsehserie „Bad Banks“. Ich find es schrecklich was da abging während der 12 Sendungen. Im vorherigen Blogartikel nach Doris Dörrie war ich noch begeistert und seriensüchtig.

Die Wörter für die Textwochen 08/09 kommen von René „BerlinAutor“. Die Etüden organisiert wie immer Christiane. Merci!

Auf Schabernack hatte er heut keine Lust. „St. Gallen hat einen Topf gemacht“, hörte er am Nebentisch zwei Männer sich über das gestrige Fussball(?)match unterhalten.  Einen Topf gemacht, grinste er vor sich hin bzw. dachte mal wieder über das Schweizerdeutsch nach, das ihm manchmal so fremd in den Ohren klang. Einen Topf gemacht? Was soll das heißen? Ein Tor geschossen? Könnte man doch gleich sagen, oder? Dachte er und schaufelte sich sein Mittagessen hinein. „Ich sollte langsamer essen“, ermahnte er sich. Er saß in seinem Lieblings-Veggie-Restaurant. Selbstbedienung ging fix und es schmeckte immer gut. Es war schon 14.50 h. Ein spätes Lunch, dachte er grimmig. Wie er es hasste, wenn er nicht früher aus dem Office kam. Sein Vorgesetzter schien nie Hunger zu haben. Aber er. Sein Magen knurrte bereits, als er mit ihm beim Gespräch saß. „Tja“, meinte Miller zu ihm, „well, die Ziele in deiner Abteilung müssen wir noch anpassen. Ich erwarte da mehr“. Weiterlesen

Edward Hopper in Basel

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kurz vor 15 Uhr Ansturm auf die Kasse

Gestern war ich in Basel. Mein Ziel die Edward Hopper Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen. Schon in Frankfurt habe ich die Plakate an der Litfasssäule vor der Oper Frankfurt entdeckt. Ich dachte: mein Ticket hab ich schon, freue mich drauf die Ausstellung zu sehen. Mich hat aber auch sehr der Film von Wim Wenders interessiert, der den Hopper-Bildern Leben einhaucht.

Es ist immer eine „kleine Weltreise“ vom Bahnhof Basel wenn man mit der Tram durch das schöne Basel fährt um nach Riehen zu kommen. Man ist dann fast schon in Deutschland.

Lange Schlange vor der Kasse so kurz vor drei. Die Führung beginnt gleich. Ich hatte Tickets auch für die Führung organisiert und bin an den Wartenden vorbei geschlendert. Die offene Garderobe hing voll mit Mänteln und Schirmen.

Ich habe eine sensationell gute Führung erlebt. Unsere Begleiterin erzählte kurzweilig und flüssig. Ich hätte ihr noch stundenlang weiter zuhören können. Großartig!

Mich beeindruckte, dass Hopper ein sehr wortkarger Mensch war, kaum über seine Werke gesprochen hat oder sie erklärte. Er hat Goethe im Original gelesen, sagt Wenders. „Was braucht es Worte wenn man sich im Malen ausdrücken kann“. So ähnlich soll sich der Künstler ausgedrückt haben. Dafür soll seine Frau alles aufgeschrieben haben und hat Notizen zu seinen Werken gemacht.

Das Faszinierende seiner Werke: das Sonnenlicht, das er malte und die Schatten, die Präzision aus der Ferne und die Ungenauigkeit in der Nähe zu sehen. Für Wim Wenders war das Licht das Besondere und die Herausforderung zugleich.

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Den Film von Wim Wenders haben wir mit 3D-Brille geschaut.

Für das sehr sehens- und hörenswerte Interview mit Wim Wenders zu seinem Film braucht Ihr etwas Zeit … Weiterlesen

Schneeeeeeeee. So eine Freude.

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Ein Schneegewitter überraschte mich heut mittags.
Der Sturm kam waagerecht.
Heftigst!
Der Schirm war sinnlos.
Ich stemmte mich gegen die Naturgewalt.
Der Wind zerrte und schüttelte an mir.

Schwups veränderte sich die Landschaft.
Autos fuhren langsamer.
Die ersten Schneeraupen erledigten ihre Arbeit.
Menschen schlitterten über die Fußgängerüberwege.

Ich war fasziniert von diesem Naturschauspiel.

Vorhin dann am frühen Abend: Schneegewitter.
Ich befürchtete schon, dass gleich alles Mögliche durch die Luft wirbelte.
Die Sturmkraft zerrte an den Fahnenstangen.
Die Schneeflocken stoben. Weiterlesen