Gedankensplitter zum Aschermittwoch

4E36BFAB-4207-4C41-B714-6C3F51EF2612_1_201_aAschermittwoch also.

40 Tage bis Ostern.

Die Vierzig ist magisch lese ich.

Fasten. Fastenzeit. Verzicht.

Etwas weglassen oder etwas anders machen oder etwas hinzunehmen, etwas Neues wagen, den Blickwinkel verändern.

Keine Schoko? Kein Alkohol? Kein Fleisch?
Keine Zigaretten?

Dafür: Vegan? Low-carb? Veggie? Tees oder Fruchtsäfte? Spaziergänge?

Mal nicht reisen im März? Hier bleiben und schauen was passiert?

Neugierig sein und bleiben.

Ich räume auf und miste meinen Büroschrank aus und staune über mich und meine Zeit als Coach in Frankfurt. Was ich alles auf die Beine gestellt habe! Weiterlesen

abc.etüden. Mittagspause

2020_0809_1_300Heute beim Lunch und beim Kaffee in der Sonne sitzend mitten in Zürich gab’s mal wieder einen Schubs zum Schreiben. Wunderbar. Darüber freute ich mich. Ich liebe es in Zürich zu sein und es inspiriert mich.

Außerdem bin ich noch ein bisschen angepiekst von der Fernsehserie „Bad Banks“. Ich find es schrecklich was da abging während der 12 Sendungen. Im vorherigen Blogartikel nach Doris Dörrie war ich noch begeistert und seriensüchtig.

Die Wörter für die Textwochen 08/09 kommen von René „BerlinAutor“. Die Etüden organisiert wie immer Christiane. Merci!

Auf Schabernack hatte er heut keine Lust. „St. Gallen hat einen Topf gemacht“, hörte er am Nebentisch zwei Männer sich über das gestrige Fussball(?)match unterhalten.  Einen Topf gemacht, grinste er vor sich hin bzw. dachte mal wieder über das Schweizerdeutsch nach, das ihm manchmal so fremd in den Ohren klang. Einen Topf gemacht? Was soll das heißen? Ein Tor geschossen? Könnte man doch gleich sagen, oder? Dachte er und schaufelte sich sein Mittagessen hinein. „Ich sollte langsamer essen“, ermahnte er sich. Er saß in seinem Lieblings-Veggie-Restaurant. Selbstbedienung ging fix und es schmeckte immer gut. Es war schon 14.50 h. Ein spätes Lunch, dachte er grimmig. Wie er es hasste, wenn er nicht früher aus dem Office kam. Sein Vorgesetzter schien nie Hunger zu haben. Aber er. Sein Magen knurrte bereits, als er mit ihm beim Gespräch saß. „Tja“, meinte Miller zu ihm, „well, die Ziele in deiner Abteilung müssen wir noch anpassen. Ich erwarte da mehr“. Weiterlesen

Schreib über Sucht. 2. Teil

leben-schreiben-atmen-9783257070699Mir ist noch ein Thema zur Sucht eingefallen. Ich finde es ziemlich blöd an mir, dass ich manchmal der Fernsehseriensucht verfalle. Ich mag wirklich gute Krimis oder Thriller. Richtig gute kommen öfters aus Schweden und sind mehrteilig. Ich mag aber auch die aktuellen Folgen von „Bad Banks“. In FRANKFURT gedreht!! Wenn ich mich recht erinnere, hat mir jemand erzählt (oder ich hab es gelesen), wie schwierig es war, das Appartement zu finden bzw. zu nutzen, in dem die Hauptdarstellerin Jana wohnt. Was eine coole Wohnung!

Zunächst schimpfte ich so vor mich hin im Beisein meines Mannes. „Wir müssen was anderes machen abends als Serien gucken“. Ein bisschen wollte ich ihm in die Schuhe schieben, dass wir Serien gucken. Er versteht mein Anliegen. Klar könnten wir tanzen oder essen gehen … Weiterlesen

Nach Doris Dörrie: Schreib über Sucht.

leben-schreiben-atmen-9783257070699Gestern hab ich ab Seite 89 in Dorris Dörries Buch „Leben Schreiben Atmen“ gelesen.

Süchte, das Thema.

Ihre Freundin nannte sich süchtig und ging zu den Anonymen Alkoholikern. DD erzählt wie ihre Freundin sie zu den Sexsüchtigen schleppt (und nicht zu ihrer Gruppe der Anonymen Alkoholiker). „Good Stories. N ahnte meinen Vampirismus. Ich bin süchtig nach guten Geschichten“. Sie legt eine gekonnte Vorstellung hin als wäre sie sexsüchtig.

Ihr Vater rauchte Reval. Da fing dann auch mein Kino im Kopf an. Denn mein Vater rauchte ein Leben lang filterlose Reval. Bis zu zwei Päckchen täglich. In seinem hohen Alter wurde Zungenkrebs diagnostiziert. Doris Dörries Vater sagte immer wieder grinsend: „Siehst du die Toten dort im Tal, das sind die Raucher von Reval“. Ha. Ich musste lachen! Mein Vater sagte immer: „Wer Roth-Händle raucht frisst kleine Kinder“. Das kommt wohl daher, weil es eine, vielleicht auch die, stärkste Zigarettenmarke war, die seinerzeit auf dem Markt war. Inzwischen, hab ich eben gelesen, darf eine Zigarette laut EU-Richtlinie nicht mehr als 1,0 mg Nikotin, 10 mg Teer oder 10 mg Kohlenmonoxid enthalten.

Doris Dörrie regt uns an: „Schreib über deine Sucht. Etwas, von dem du abhängig bist und das du nicht aufgeben kannst. Etwas, das du brauchst. Unbedingt brauchst. Etwas, wovon du einfach  nicht lassen kannst. Welche Sucht hast du“.

Da denke ich erstmal an die Fastenzeit, die Ende Februar beginnt. Der Trend geht ja dahin, nicht mehr wegzulassen (zumindest kommt es bei mir so an) sondern etwas zu machen, was man sonst nicht macht. Etwas in den Alltag DAZU geben. Etwas wegzulassen, das richtig weh tut, 6 Wochen lang … ist schon eine große Kunst, ist Entbehrung. Ich glaube, wenn man süchtig ist nach Zigaretten, Alkohol oder Schokolade, dann kann man das schlecht weglassen.

Ich möchte beispielsweise nicht auf meinen Milchkaffee verzichten, den ich morgens trinke. Milchkonsum hin oder her. Die Milch, die ich schäume, bekommt ein schönes Volumen und mein Kaffee schmeckt sooo lecker. Ich liebe diesen Milchkaffee morgens und überall wo ich ihn nicht bekommen kann, wenn ich unterwegs bin, fehlt was. Ich will und kann darauf nicht verzichten. Auch während der Fastenzeit nicht. Ich habe kürzlich Hafermilch ausprobiert zu schäumen. Sie setzt sich aber in der Milch ab und verbindet sich nicht so gut mit dem Kaffee. Also das lass ich sein. Trinkt jemand von euch den Kaffee mit Mandelmilch?

Ich habe übrigens mal 10 Jahre geraucht. In der Hotelfachschule begann das Laster da war ich 15. Die erste Zigarette schmeckte ekelhaft und mir wurde schlecht. Ich rauchte 10 Jahre lang. Marlboro gehörte dazu. Irgendwann fing ich an Sport zu treiben und in der sportlichen Clique damals war Rauchen verpönt. Gott sei Dank. Ich habe seitdem nie mehr eine Zigarette angefasst. Dann lieber doch Milchkaffee am Morgen. Ist doch eine schöne Sucht ;-). Und dabei schreiben! Morgenseiten. Oder einen Blogartikel.

(Quelle Wikipedia zu Roth-Händle).

Mein Vater hat bis zu seinem Tod geraucht. Die letzten schmeckten nicht mehr so gut. Während der allerletzten starb er dann plötzlich. (Ein Päckchen Reval liegt übrigens beim Foto meines Vaters … manchmal stecke ich ihm eine an und lege sie ihm draußen hin :-)) Im Totenhemd-Blog hab ich mal dazu geschrieben.

Hier habe ich Doris Dörries Buch vorgestellt.

Schreibend Erinnerungen auftauchen lassen nach Doris Dörrie: Congee. China.

leben-schreiben-atmen-9783257070699Nach dem letzten Schreibworkshop auf Zypern habe ich mir das Buch von Doris Dörrie gekauft, um mich von ihr inspirieren zu lassen fürs Schreiben. Immer dann, wenn eine Schreibblockade nach mir greift, will ich reingucken und loslegen können. Dorries Dörrie meint in einem Interview im Das Magazin über ihr Buch: Sich immer wieder erinnern an das, was war im eigenen Leben ist eine Praxis, die geübt werden kann. „Das heisst: sich präzise zu erinnern“, darum geht es der Autorin.

Wow, denke ich, mein ganzes bisheriges Leben liegt vor mir, um schreibend entdeckt zu werden. Jedes Detail ist interessant. Alles, was ich erlebt habe, ist wert beachtet zu werden und darüber zu schreiben.

Doris Dörrie schreibt inspirierend, stellt Fragen und schreibt über sich. Und zwar von Kapitel zu Kapitel zu verschiedenen „Aufhängern“ = Themen wie Haut, Einkaufen oder Blumen. Ich habe das Buch blind aufgeschlagen und mich überraschen zu lassen. Und es gibt ja keine Zufälle wie wir wissen: Das Kapitel, das vor mir liegt heißt China. DD erzählt uns, dass sie 40 Jahre lang in Chinatown Congee gegessen hat.

Schon mal von Congee gehört? Congee ist eine warme Reissuppe, die die Chinesen morgens zum Frühstück essen. Nicht wirklich Suppe, nicht wirklich Brei, aber eine sehr lang gekochte Reispampe trifft es am ehesten. Die Flüssigkeit ist genauso weiß wie der Reis. Und schmeckt erstmal nach nix außer man würzt mit Salz und anderen Zutaten. Und hier werden die Chinesen gern kreativ. Meine erste Erfahrung Weiterlesen

Morgenseiten werden auch mal Abendseiten

Der Schnee in Oberstaufen war ein Geschenk!
So sehe ich das.
Ein Geschenk dieser knirschende Neuschnee, den ich vermisste und es nicht wusste.
Die ersten Wochen im Januar war hier oben schönstes sonniges Wetter.
Mit mir kam der Neuschnee.
Ist doch schee!

Morgenseiten beim Frühstück.
Es war herrlich.
Ich war mit wenigen Gästen allein im Raum.
Ich genoss die Stille.
Schönster Platz im Raum: fast ein kleines Séparée nur für mich. Weiterlesen

5. Adventskalendertürchen. Weihnachtszauber zur rechten Zeit

adventskalender_24_05.jpgChristiane hat mich eingeladen, das 5. Kalendertürchen mit einer Geschichte zu füllen. Sieben vorgegebene Wörter (drei oder sechs musste ich) habe ich dafür untergebracht. Mitten im heißen Sommer geschrieben landete ich mit meiner Geschichte im vorweihnachtlichen Hongkong.

Meine alten Fotos aus dieser Weihnachtszeit liegen auf einer externen Festplatte … ich schau mal was ich entdecke. Dann stelle ich noch eine kleine Galerie ein. Ggfs. schickt mir eine Freundin auch ein aktuelles Foto von heute aus der Megacity.

Auf jeden Fall ist die Sehnsucht nach den klaren warmen sonnigen Tagen heute aufgeweckt. Weihnachten in HK bleibt unvergessen.

Danke an Christiane, für die Adventskalenderblogaktion.

Hier geht es zu meinem Artikel „Weihnachtszauber zur rechten Zeit“ in Christianes Blog.

Hongkong hat sich verändert … einige Gedanken dazu in den Kommentarfeldern bei Christiane.