Bei uns gibt’s heut Hühnchen

IMG_7947Um genauer zu sein, gibt es bei mir heut Suppenhühnchen. Ich liege in diesem Winter zum zweiten Mal erkältet flach. Schnief. Schneuz. Scheibe.

Dennoch muss die gute Seele ja was essen. Etwas Nahrhaftes. Zum Päppeln. Also. Das Huhn von meinem Lieblingsbiobauernhof taute ich auf und schwimmt jetzt im Suppentopf. Ich musste ja doch mal nachschauen, welche Zutaten in den Topf dazugegeben werden. Gemüse war klar, klein geschnippelt, aber je nach Gusto kann man grüne Stengel wie Petersilie oder Thymian dazugeben, vor langer langer Zeit kochte ich mal mit meiner Freundin Annegret eine asiatische Hühnerbrühe mit Zitronengras, also Ingwer hab ich jetzt zum Beispiel drin und die Zwiebel wird mit der Schale hineingegeben für die goldige Farbe. Der Schaum, der sich bildet wird von Zeit zu Zeit abgeschöpft.

Will man zartes Fleisch kommt das Huhn in das kochende Wasser.
Will man eine kräftige Brühe, Weiterlesen

Ein Couplet: Die Stille

Ein Couplet ist gemäß Wikipedia „ein mehrstrophiges witzig-zweideutiges, politisches oder satirisches Lied/Strophengedicht mit markantem Refrain“. Solch ein Couplet war am 3. Januar im Anderen Adventskalender zu lesen. Wobei ich es nicht satirisch fand. Die letzte Strophe hab ich gestern im Totenhemd-Blog vorgestellt, weil sie zum Thema passt.

Ich möchte mich nicht streng an die Form halten sondern einen Versuch wagen und schreibe. Vielleicht gefällt es euch ja.

Die Stille

Wo bleiben die Tage?
Wo fliegen sie hin?
Es fühlt sich so an als wären schon wieder Wochen vergangen seit dem Jahreswechsel.
Sehnsucht nach Stille tut sich auf.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Die Stille – ein Wegweiser.
Wurde vorgestellt im heute journal.
Vorgestern.
Der Autor, Erling Kagge, war allein unterwegs zum Südpol.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Immer erreichbar sein?
Immer im Kontakt?
Wieviel Smartphone-Pause verschreibe ich mir in diesem Jahr?
Jeden Samstag? Oder jeden Sonntag?
Stille!
Stille aushalten.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Wenn man vor lauter Stille nicht schlafen kann.
Das passiert in den Bergen. Oder am Nordpol oder Südpol.
Kein Motorenlärm, keine Flugzeuge am Himmel.
Still.
Du lauschst.
Und da ist NIX.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

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Himmel, See und Nebelschwaden

Wenn im neuen Jahr Himmel und Wasser miteinander verschmelzen, dann liegt eine Stimmung in der Luft: unbegreiflich, wunderschön und mystisch.

Die Weihnachtstage liegen schon lang hinter uns und sind fast vergessen, wären da nicht die entsorgten Weihnachtsbäume vor den Häusern und an den Straßenecken. Ein Streifen Lametta weht im Wind.

Ins neue Jahr sind wir gut gelandet. Die heiligen drei Könige sind nun auch wieder auf dem Rückweg in ihren Alltag.
Und der „Andere Adventskalender“ ausgelesen.
Er hat uns in den letzten Wochen inspirierende Worte und Geschichten geschenkt.

So langsam tauchen wir also wieder in den Alltag, lassen die Mystik hinter uns, die Nebenschwaden haben sich verzogen. Himmel und See sind voneinander gelöst. Wir konditionieren und sortieren uns neu. Ab morgen geht wieder jeder seinen Weg, hinein in den Januar. Freut euch: die Tage werden länger und heller. Ich hab schon Weidenkätzchen gesichtet.

Ich wünsche einen schönen Sonntag.

Die nachberufliche Phase: wie zwischen den Jahren

IMG_7860Vor einiger Zeit habe ich mich ja schon einmal geoutet, dass ich im Vor-Ruhestand bin. Seitdem es da aber geschrieben steht, denke ich auch, dass ist ziemlich langweilig und altmodisch ausgedrückt. Ich stehe ja nicht ruhig oder still. Also habe ich mit meiner Freundin darüber nachgedacht und wir haben „nachberufliche (Schaffens-)Phase“ für gut befunden.

Das Thema „Zwischen den Jahren“ hat in ihrem Blog wunderbar auf den Punkt gebracht die Journalistin und Brigitte-Kolumnistin Julia Karnick. Hier geht es zu ihrem Artikel.

Sie schreibt unter anderem:

Freiheit ist die Zeit,
in der wir etwas hinter uns gelassen haben,
ohne woanders angekommen zu sein

 

Die nachberufliche Phase ist also die Zeit, die nach dem beruflichen Tun eingeläutet wird. Ganz konkret: ich arbeite nicht mehr. Ich verdiene kein Geld mehr, ich mache kein Marketing mehr. Ich blogge nur noch aus Spaß an der Freude. Weiterlesen

8.49 Uhr zwischen den Jahren #29/12

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Wenn es die Sonne bei uns über den Hausberg Etzel schafft, dann ist es 8.49 Uhr. Sie durchflutet dann unser Wohnzimmer mit goldenem Licht, so grell, dass ich sofort renne und Jalousien kurble und Vorhänge zuziehe. Ich saß Elfchen schreibend auf dem Sofa.

Zwischen
den Jahren
goldene Wintersonne flutet
ich Elfchen schreibend daheim
Schneegeglitzer

***

Zwischen
den Jahren
die Stille genießen Weiterlesen

Nur noch wenige Tage bis zum neuen Jahr #6

IMG_7877Zwischen den Jahren!
Zwischen den Weihnachtstagen und dem Jahreswechsel.
Zwischen dem alten und dem neuen Jahr.

Sich neu orientieren.

Wie waren die letzten Tage?
Sich erfüllt oder leer fühlen?
War es lang- oder kurzweilig?
Die Weihnachstage samt Weihnachtstüten und -karten aufräumen.
Danke schreiben.

Sich neu orientieren.

Das vergangene Jahr rückblicken.
Welche Überschrift gebe ich MEINEM Jahr?
Das Jahr gut abschließen und beenden.
Im Kloster Kappel wird das Jahr ausgeläutet – eine schöne Tradition.

Der Andere Adventskalender geht weiter. Weiterlesen

Weihnachtstütengemenge #24/12

IMG_7831Jemandem etwas von Herzen schenken ist schön.

Spontane Geschenkideen, die mir gut gefallen, werden auch den Beschenkten gefallen. Ich bin mir sicher.

Inzwischen vermengen sich die Weihnachtstüten, die wir geschenkt bekamen mit denen, die wir noch verschenken werden. Was ein Durcheinander in unserem Kofferraum!

Ich hab den Überblick verloren.

„Wir schenken uns nix!“ – war mal vereinbart, gilt wohl nicht mehr. Mal sehen was heut Abend passiert … ich freue mich auf erstaunte Gesichter – und auf meines auch.

Ich wünsche Dir schöne Feiertage, die auf genau die Art besinnlich sein mögen, wie Du es Dir vorstellst.

Wir schaffen es auch dieses Jahr wieder. Die Tage werden wieder heller. Von Morgen zu Morgen und Abend zu Abend etwas heller. Auch das ist ein Geschenk!