Vom Sommer ins kühle Grau

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Noch ein letzter Schnappschuss
geknipst in Frankfurt
bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein.

Vom Hotel zur U-Bahn
dann aber eine Station vorm Bahnhof ausgestiegen
mit dem Koffer durch die Kaiserstraße gerollt.

Pärchen aus China beim Knipsen und Staunen beobachtet.
Nochmal türkisches, indisches und chinesisches Essen geschnuppert
der Bio-Bäcker ist immer noch an der Ecke
ich fand ihn das letzte Mal nicht.

Ein Buntes fröhliches Treiben begleitet mich bis zum Zug.
Marktstände locken die Menschen zum Mittagessen.
Worscht, Weck und Woi oder auch Grüne Soße – typisch Frankforterisch.

In Basel sehe ich schon stirnrunzelnd graue Wolken am Himmel.
17 Grad in Richterswil seit 2 Tagen
mit wolkenverhangenem Hausberg. Weiterlesen

Rosenstock erzählt

fullsizeoutput_586Ein Rosenstock steht verlassen auf dem Terrassentisch im Hotelgarten. Ein bisschen kauzig sieht er aus. Ich höre ihn erzählen. Ganz leis.

„Eigentlich könnte mir auch mal jemand die verwelkten Blättchen abzupfen.
Ganz schön laut hier an der kleinen Anwohnerstraße.
Ist wohl eine Verbindungsstraße zur nahen Allee.

Gestern kam die Müllabfuhr vorbei.
Der Abschleppdienst auch. Genau vor meiner Nase. Hievte ein schickes Business-Auto auf den Karren. Abgeschleppt. Tja. Stand wohl im Parkverbot.
Hat ganz schön gelärmt.

Kinder rollen vorbei. Erwachsene auf e-Rollern.
Fahrradfahrer. Motorradfahrer. Mopeds knattern.
Fußgänger parlieren am Fon. Weiterlesen

Schwerhörigkeit – nicht ganz Ohr?

61382D4B-340C-4798-9C01-2C570C9470D3Schwerhörig: schwer hören oder schlecht hören oder
nicht so gut hören. Nicht mehr ganz Ohr sein.

Kellner: Was möchten Sie zu Ihrem Rumpsteak trinken?
Sie: Ist das Rumpsteak ein großes Stück Fleisch? Ja, gerne mit Kartoffeln.
Der Kellner antwortet entsprechend und fragt erneut:
Was möchten Sie denn dazu trinken?
Sie: Ja, ich esse es gern medium gebraten.
Der Kellner fragt zum dritten Mal nun etwas lauter:
Was möchten Sie denn gern dazu trinken?
Und bekommt nun eine Antwort.

Unter Hörverlust (Hypakusis, auch Hypoakusis) versteht man einen teilweisen oder vollständigen Verlust des Hörvermögens. Die Ausprägung der Störung kann von leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit reichen und vielfältige Ursachen haben. Nach einer Untersuchung 2017 sind in Deutschland etwa 16 % der erwachsenen Gesamtbevölkerung (18 Jahre und älter) nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisationschwerhörig. Naturgemäß steigt der Anteil Schwerhöriger mit zunehmendem Alter. (Quelle: Wikipedia)

Ich kenne mittlerweile vier Schwerhörige und erhalte öfters als Antwort:

Häää?
Wie bitte?
Waaaas?

Drauf erzähle ich ein zweites Mal, wiederhole das Gesagte.
Mal freundlich. Mal weniger freundlich.

Doch! Ich habe Verständnis. Weiterlesen

Sylt – Tag 4

IMG_1626.JPGSo eine Stille habe ich schon lange nicht mehr „gehört“.

Ich lerne nette andere Urlauber*innen kennen.
Sie kommen seit Jahren hierher. 1 bis 2 mal im Jahr.

Ich habe mir alles Mögliche vorgestellt wie es sein würde hier auf Sylt.

So wunderschön jedenfalls nicht und auch nicht so eiskalt.
Es war wirklich eiskalt heut. Blauer Himmel. Strahlende Sonne.
Ich trug Zwiebellook, warme dicke Winterjacke, Mütze, Schal.

Es war schön so eingemummelt zu sein.
Rund um’s Hörnumer Kap entdeckten wir „Kuchenformen“ aus Beton über den Strand verteilt. Sie schützen die Insel. Tetrapode heißen die Ungetüme.

Samstagmorgen: Zeit haben

FA109C20-AAC4-4E12-90CD-B0CCAC86D431„Lernen Zeit zu haben“
lese ich gerade in meinem Fastenbüchlein „Wandeln“.

Zeit für …

Lernen …

Ich atme tief aus.
Ich lasse los.
Zeit haben am Samstag für …
… alles Mögliche.

Ich höre dem Frühling zu: Vogelgezwitscher, Hundebellen, Gartenarbeiten.
Die Hühner in Nachbars Garten sind auch wieder da.

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Geige, Akkordeon, Kontrabass = Trio Noanca

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Von Andreas geschickt, der meinen Post entdeckte. Mit seinem OK hier zu sehen.

Das erste Mal in Ravensburg im Figurentheater gesessen.
Wobei ich die Stadt ja ewig kenne.
Endlich mal Zeit für die Kunst!
Wird aber auch Zeit!

So gemütlich war es da!
Platz für vielleichtsechzig Menschen.
Alle so 55 plus.
Wir hörten einen Musikreigen aus der ganzen Welt.
Chansons aus Frankreich.
Folkloretänze aus Osteuropa.
Klezmer. Tango. Milonga.
Schottisches und Schwedisches.

Auf der Bühne stand ein offener alter Koffer.
Ein Garderobenständer an dem auch drei Strohhüte hingen.
Ein alter orientalischer Teppich war ausgelegt.

Darauf:
Trio Noanca: zwei Männer, eine Frau.
Gehörten auf den Teppich, sozusagen zum „Mobiliar“.
Noanca – das sind Norbert, Andreas und Carmen.
So natürlich und so authentisch = so sympathisch!
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Flanieren in Ravensburg

IMG_1317IMG_1320Bin in Ravensburg.
Auf neuen Spuren unterwegs.
Mal nicht nur entlang der Einkaufsszenerie.

Alte Wege neu bespielen.
Ich sehe bunte Dächer
als wäre es das erste Mal.

Premiere aber im Kunstmuseum.
Interessante Künstlerin:
Martha Jungwirth mit Panta Rhei.

Lese ins Buch „Flâneuse“ rein
und fühle mich mit der Autorin verbunden
an Orten, in denen ich auch schon war:
Paris, London, Tokio.
Nach Tokio wollte sie gar nicht …
so wie ich nicht unbedingt in die Schweiz wollte.
Alle anderen finden es aber toll
nur sie nicht.

IMG_1330Deshalb leben im Hier und Jetzt.
Neue Ziele definieren und neue Wege gehen.
Egal wo.

Neue Ideen entwickeln fürs Reisen und das Schlendern.

Saß morgens das erste Mal im Café Glücklich ..
… und war glücklich.

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