…. mit dem Rollator direkt in die Pflege „spaziert“

Da rollt meine Mutter mit dem Rollator von der REHA direkt in die Kurzzeitpflege.
Ob das „Wohnen plus“ klappt? Welcher Pflegegrad wird festgestellt?
Mit dem Rollator spazieren gehen aber kognitiv geschwächt sein. Mist!

Meine Mutter jubiliert nicht! „Was eine Scheiße“, spricht der langjährige Hausarzt ihr aus der Seele.

Der Boden ist ihr unter den Füßen genommen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Trotz Schlaganfall können viele Ressourcen mobilisiert werden.
Mobile REHA ist möglich. In Bewegung bleiben.

Heute habe ich verschiedenste Behördengänge erledigt.
Was ein Lebensumbruch und ich an ihrer Seite! Ich denke „Gott sei Dank“.

Der frühe Morgenspaziergang auf Kreuznachs Roseninsel tat gut und war erfrischend.
Ein Eisvogelpärchen beobachtet. Es leuchtete hell-türkis Weiterlesen

Mit dem Rollator aus der Reha spazieren

IMG_9690[1822]Was soll ich Euch sagen: Meine Mutter wird diese Woche mit dem Rollator aus der REHA-Klinik spazieren. Es ist wirklich nicht zu fassen. Vor 6 Wochen bettlägerig eingeliefert und nun spaziert sie am Rollator. Wackelig aber immerhin. Meine Mutter hat total interessante Übungen machen müssen um wieder fit zu werden.

Nun wird sie ein neues Leben starten. Wir Töchter organisieren ihr dieses neue Leben.

Nach Hochs und Tiefs – konfrontiert mit unserem deutschen Pflegesystem – rollt sie also nun in ein kleines Appartement und wird „betreut wohnen“. Man nennt das Konzept auch „Wohnen plus“. Meine Mutter ist in einem Pflegezentrum auf einer Etage mit anderen alten Menschen selbständig unterwegs, in einem kleinen Appartement wohnend und kann die Infrastruktur des Hauses mitnutzen. Das ist großartig. Sie kann nun mit ihrem Rollator im Park spaziergen gehen. Ihre Freundinnen und Bekannten werden es leicht haben sie zu besuchen. Mitten in der Stadt ist sie gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Ich werde mit ihr üben, Bus zu fahren mit Rollator :-).

Der Umzugsplan steht für den Einzug aus ihrer bisherigen Wohnung in das kleine Appartement. Dann ist die Wohnungsauflösung dran. Ein Weiterlesen

Wenn Lärm stinkt …

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Dieses Plakat ist mir in den letzten Tagen in unserem Ort Richterswil aufgefallen. Mal hing es dort, mal woanders. Und es machte etwas in meinem Kopf – aber erst als meine Ohren absolute Stille hörten. Ja, das gibt es immer wieder hier in unserem Ort. Das war schon beim ersten Besuch so als wir hier nach einer neuen Bleibe suchten. Es fiel mir sofort auf, weil sich bei Stille mein ganzer Körper entspannt und diese Ruhe förmlich über alle Poren aufsaugt.

Heute überlegte ich also, weil es einen Moment lang an der Hauptstraße sehr still war: Wenn Lärm stinkt, wie riecht dann die Ruhe? Dazu werde ich poetisch schreiben am Tag gegen Lärm, am Mittwoch, dem 25. April. Hast du es gewusst, dass es solch einen Tag gibt? Ich nicht. Ich fand Informationen zum Plakat im Netz. Et voilà. Weiterlesen

Gelandet im Aquarium

Tausendmal dran vorbei gelaufen.
An der Unterführung im Bahnhof Burghalden.
Eine Schulklasse hat Tiere an die Mauern gemalt.

Ich empfand sie das erste Mal fotogen und schön.
Wie im Aquarium kam ich mir vor.

So fröhlich und so frei die schwimmenden Fische an der Wand.

Ich lande nach langer Reise und anscheinend einem anderen Blick
im Alltag mit meinen Terminen und wöchentlicher Routine.

Fasten?! Die Lunchbox und der Donut.

IMG_9081Wann würde ich in Deutschland oder in der Schweiz auf die Idee kommen aus einem Blechnapf zu essen?

Never!

Wenn man in China in ländlichen Gebieten unterwegs ist und mittags Hunger hat dann ist es wirklich das Leckerste was man bekommen kann – verglichen mit den vielen Garküchen am Straßenrand.

Diese Lunchbox gab es auf dem Weg zum Alishan im kleinen Städtchen Fenchihu. Und ich habe das erste Mal eine aus Blech vor mir gehabt, sonst aus Pappe.

Dies ist die vegetarische Variante mit einem Stück eingelegten Seitan. Es versteckt sich weiter Gemüse, Reis, eingelegter Ingwer, Pilze, Wasserspinat, Bambus … Sehr lecker, sehr schmackhaft, sehr sättigend. Für Fleichesser gibt es Schweine- und Hühnchenfleich.

In Fenchihu hält die Schmalspurbahn, die derzeit leider nicht fährt wegen Reparaturarbeiten. Man steigt hier gern aus, verweilt eine oder zwei Stunden, schlendert durch den touristischen Ort oder läuft den kleinen Rundweg. Touristen wandern hier IMG_9089wohl auch längere Strecken. Wir waren etwas 1,5 Stunden zur Mittagszeit dort und haben nach dem leckeren Reisgericht noch einen köstlichen frisch gebackenen Donut gefuttert, der mitten auf dem Land unter einer Zeltplane zubereitet wurde. Wie die Fliegen kamen die Menschen an diesen einsamen Ort, einem hübschen Garten mit ein paar Stühlen und Tischen aufgestellt. Die kleine Outdoor-Bäckerei hatte gut zu tun. Ein köstlicher süßer Duft zog übers Land.

Meine Freundin meinte wir wären wohl auf Schlemmerfahrt. Ja, kann man so sagen. Wobei ich wirklich auch faste finde ich. Und so eine Blech-Lunchbox gehört ja wohl auch eher in die Fastenecke: Einfach, karg, wesentlich. Mal vom Donut abgesehen ;-).

Reisebericht im Blog #Taiwan #Fastenzeit 2. Woche

fastfertig.jpgUnsere T-Shirts sind da, die Flugtickets auch, die Wäsche und Klamotten sind vorbereitet. Die Koffer wollen gepackt werden. Übermorgen wird um diese Zeit Boarding abgeschlossen sein.

Ich werde von unterwegs schreiben/bloggen und schönste Fotos posten. So wie ich vor 10 Jahren in meinem allerersten Blog von meinen Reisen in Asien berichtet habe. Ich freue mich darauf, mit Euch daheim über den Blog in Verbindung zu bleiben. Einerseits bin ich neugierig auf das Fremde und andererseits gefällt es mir, schreibend meine Eindrücke zu reflektieren und für Euch aufzubereiten.

Wir fliegen über Hong Kong nach Taipeh. Wir landen am Weiterlesen

Noch 2 Wochen bis Abflug nach Taiwan #Fahrradreise

Erdbeben
in Taiwan
Taiwanesen sind’s gewohnt
wir bleiben mutig gelassen
Schutzengel

Jetzt haben wir den Salat ;-).

41MA-30ev6L._SY264_BO1,204,203,200_QL40_Ja klar wussten wir es, dass Taiwan eine erdbebengefährdete Insel ist. Wie Japan auch. Unser Guide lebte letztes Jahr ein Jahr lang in Taiwan und kann uns einiges erzählen. So auch die Autorin Ilka Schneider, die das Buch geschrieben hat: „Zwischen Geistern und Gigabytes. Abenteuer Alltag in Taiwan“. Wackelt das Haus von rechts nach links kann man bleiben wo man ist. Sie erlebte dies im Bett und verglich es mit dem Schaukeln in einem Boot/Schiff auf dem Meer.

Wackelt das Haus hingegen von oben nach unten, dann nix wie raus aus dem Haus. Wenn da mal genügend Zeit bleibt!

Ich lese mir Verhaltensregeln durch für den Erdbeben-Ernstfall. Man kann sich unter einen stabilen Tisch setzen, damit keine Sachen auf einen fallen. Im Freien sollte man dort bleiben, wo man gerade ist und keinen Schutz suchen unter einem Baum oder in einem Haus. Auch auf einer Brücke sollte man schnell das Weite suchen. Wenn man sich in einer engen Gasse oder Straße befindet kann man sich unter einen Türbogen stellen. So hat zumindest mal mein Opa väterlicherseits einen Bombenangriff im 2. Weltkrieg überlebt: das Haus hinter him fiel zusammen und er stand unter dem Torbogen/der Eingangstür und überlebte.

In Zürich an der ETH gibt es einen Erdbebensimulator. Sonntags kann man ihn erleben im Rahmen einer öffentlichen Führung.  Ihr wisst nun wo Ihr mich findet am Sonntag ;-).

Hast Du schon mal bebende Erde erlebt? Wir hatten das Vergnügen für ein paar Sekunden in Hongkong. Das ist ein sehr merkwürdiges Gefühl.