Freitagabend. Tanzperformance. Kriegsenkeltagung.

413948_original_r_b_by_micha-beierl_pixelio-de

Micha Beierl / pixelio.de

Freitag am späten Abend habe ich diese Zeilen formuliert. Tief bewegt und berührt. Ich verschöne und verbessere nichts. Lasse es so wie es ist. Lass es auf Dich wirken.

Freiagabend also. Vor 48 Stunden.

Tanzperformance: Anton. Dämonen füttern.
Physical Theatre Solo von und mit Schnurprojekte / Claudia Schnürer
Regie: Susanne Weins

Ich sehe:

Eine schöne schlanke Frau im Sommerkleid.
Sie tanzt. Läuft durch den Raum.
Sie stockt. Sie krümmt sich.
Läuft rückwärts.
Ein gefrorener Schrei. Ein schmerzverzerrtes Gesicht.

Ich habe Gänsehaut.

Ich höre:

Sirenenalarm.
Bomben die detonieren.
Stimmen die durcheinander sprechen.
Maschinengewehrsalven.
Stille.
Das Atmen der Tänzerin, weil sie außer Atem ist.
Klaviermusik. Laut.

Kaum auszuhalten in den Ohren.

Ich sehe die Frau im schwarzen Jackett.

Sie windet sich aus diesem Jackett, das förmlich an ihr klebt.
Die Arme versuchen sich zu befreien.
Sie läuft gegen die Wand.
Sie weiß nicht wohin.
Die Hände streicheln ihren Kopf.
Sehnsucht.

Sie tanzt unter einem Kleiderbügel mit vielen Lupen dran.
Aus dem schwarzen Jackett hat sie ein kleines rotes Tuch gerettet.
Dies hängt jetzt an einer der Lupen.
Weiterlesen

Tagung der Kriegsenkel im Taunus

img_4938Heute Mittag fahre ich in den Taunus zu der Jahrestagung der Kriegsenkel. Erst seit kurzem weiß ich es sicher, dass ich ein sogenanntes Kriegsenkel bin, ein Nachkriegskind, in den boomenden Wirtschaftswunderjahren aufgewachsen.

Ich werde Ingrid Meyer-Legrand, die Autorin des Buches „Die Kraft der Kriegsenkel“ kennenlernen. Wir kennen uns schon ewig übers Netz und über Skype. Nun werden wir uns persönlich treffen. Sie wird einen Vortrag halten während der Veranstaltung.

Vor allem bin ich auch auf Frau Himmler gespannt: Großnichte Heinrich Himmlers.

Hier geht es zur Website der Kriegsenkel e.V.

Im SZ Magazin war ein interessantes Interview zu lesen mit Bettina Göring.