Von Athen lernen

Da ist doch mal eben mein Text verschwunden mit all den Fotos und Links und Informationen! Uff. Zunächst werde ich den Text einstellen … und die Fotos folgen sukzessive … und die Links dazu auch … viel Spaß beim Lesen:

IMG_6413Warst Du schon einmal in Athen? Hast Du schon einmal die Documenta besucht? Für mich war beides die Premiere. Ich war 4 Tage und 3 Nächte in Athen. Letzte Woche bin ich dienstags hingeflogen und Freitagabend war ich zurück. Ich las im Feuilleton der SonntagsFAZ eigentlich ein negatives Resümee zum Start der Documenta14. Ich war neugierig und buchte meinen Flug und ein schönes Zimmer in einem Hotel unterhalb vom Lycabettus Hill.

1955 fand die erste Documenta in Kassel statt. Die 14. also eröffnete in Athen und wird in Kassel weitergeführt. Auch das ist eine Premiere: die Kunstausstellung wird erstmalig in zwei verschiedenen Städten gezeigt und startete vor einigen Wochen in Athen. Eine geteilte Kunstausstellung. Die Documenta ist die weltweit bedeutendste Kunstreihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst und dauert jeweils 100 Tage. Sie findet alle 5 Jahre statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung: Von Athen lernen. Weiterlesen

Mein Date mit Waldi

 

img_6028Einmal in meinem Leben wollte ich eine Kuh melken. Ich habe es getan.

Es war so ein schöner Tag. Einen der glücklichsten Momente seitdem ich hier in der Schweiz lebe habe ich letzte Woche verbracht. Meine Freundinnen Annegret und Maria hatte ich dazu eingeladen.

Ich habe dazu im Totenhemd-Blog geschrieben, weil dieser Herzenswunsch auf meiner sogenannten Löffelliste stand. Bevor ich sterbe, will ich …. eine Kuh melken.

Lest selbst.

Balladenmontag: Junge, wiste ’ne Beer?

blog_goes_ballade

blog_goes_ballade.jpg

Bei Christiane ist heute Balladenmontag. In ihrem Blog hat sie aufgerufen, nach Balladen zu schauen, vielleicht nach DER Lieblingsballade und sie erklärt auch sehr schön, was eine Ballade ausmacht.

Balladen sind Romanhandlungen oder zumindest Episoden, die der Autor in Gedichtform gebracht hat. Das macht das Gedicht in der Regel länger, okay, und zumindest wenn es eine klassische Ballade ist, macht es das Gedicht auch gereimt (auf jeden Fall gibt es so etwas wie ein Versmaß).

Die Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ beginnt mit dem Herbst. Deshalb passt sie vielleicht nicht ganz hierher, weil ja jetzt Frühling ist. Aber dennoch. Ich verbinde mit ihr ganz schöne Erinnerungen. Die Erzählung haben wir auf jeden Fall im Deutschunterricht unter die Lupe genommen. Und ich bin mir nicht ganz sicher ob sie in einem gelben Reclamheft abgedruckt war, auf jeden Fall war es ein kleines Büchlein, das ich in den Händen hielt. Ich erinnere mich dunkel an Skizzen vom Birnbaum und dem Herrn von Ribbeck.

Theodor Fontane hat die Ballade 1889 geschrieben. Es gilt als das wohl bekannteste Gedicht aus seiner Feder.

Was mir an Christianes Balladenaufruf gefällt: dass man sich mal wieder mit etwas beschäftigt, was man sonst nicht macht (ich nicht mache). Mir war nämlich nicht bewusst, dass es die Familie von Ribbeck in Ribbeck tatsächlich gab und immer noch gibt. Das kann man hier in der Familienchronik schön nachlesen.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Weiterlesen

Klimafasten 6. Woche: Einkehr

IMG_5591In dieser sechsten Fastenwoche werden wir eingeladen uns Momente der Entschleunigung und Orte der Einkehr zu schenken.

Fasten heißt inne halten und zur Ruhe kommen.

In dieser Woche wird vorgeschlagen …

  • Tagebuch schreiben: Wo stehe ich, wohin gehe ich…
  • Spaziergänge unternehmen: alle Sinne schärfen.
  • einen Tag ohne Handy und Internet leben.
  • den Ort der Ruhe in meiner Wohnung schöner gestalten.
  • Orte der Einkehr und Ruhe aufsuchen und dort verweilen: z.B. meine Taufkirche, ein Kloster (www.orden-online.de), eine Bank im Wald, den Lieblingsplatz meiner Jugend.
  • Gott für die Schöpfung danken, z.B. mit Morgen- und Abendgebeten.
  • Initiativen und Projekte besuchen, die anders leben und neue Wege gehen. www.solidarische-landwirtschaft.org
    http://anstiftung.de/urbane-gaerten
  • lesen statt fernsehen oder am PC sitzen.

Die Quelle dieser Ideen findet Ihr bei Klimafasten.

Vieles davon tue ich bereits: Tagebuch schreiben zum Beispiel, jeden Tag gehe ich raus in die Natur. Einen ganzen Tag ohne Handy und Internet hab ich schon lange nicht mehr erlebt. „Man“ – ich bin ja schon ein bisschen bescheuert … weil ständig erreichbar.

Den Lieblingsplatz meiner Jugend aufsuchen? hmmm … hatte ich einen? Mal überlegen. Auf jeden Fall habe ich vor einigen Tagen an diesem kleinen Weiher dieses Foto geschossen.

Du?

Eine Buchseite! hier im Blog.

1395246_649626778391021_804628504_nIch wäre ja nicht drauf gekommen.

Meine treue Leserin Christiane hat mir den Tipp gegeben: Mach eine Blogseite hier für Dein Buch.

Erledigt! Bitteschön, hier entlang.

Jetzt bin ich so froh. Danke, liebe Christiane!

Bei der Gelegenheit ist mir dann wieder eingefallen, dass ich über meine Zeit in Hong Kong ein E-Buch geschrieben habe: Dim Sum sind kleine Herzenswärmer.

Hab ich in meiner überarbeiteten Über-mich-Seite integriert.

Blaue Flecken garantiert. #Selbstverteidigung ausprobiert

image2Letzten Samstag war ich von 10 bis 18 Uhr im Basiskurs für Selbstverteidigung im KRAV Maga Center Frankfurt bzw. Offenbach.

Vor einigen Monaten las ich ein interessantes Interview bzw. Artikel über Beate Bechmann, die zusammen mit ihrem Mann, das Center leitet.

Das wollte ich mal ausprobieren, so einen Selbstverteidigungskurs. Der erste und letzte liegt sicher 25 Jahre zurück. Gesagt, getan: ich hab mich zum Basiskurs angemeldet. Max. 30 Teilnehmer*innen konnten sich anmelden. Mit der Anmeldebestätigung erhielt ich einige Informationen zum Training: „bitte lange Hose, Shirts mit Ärmel, wer hat kommt mit Hallenschuhen oder diversen Körperschonern, Piercings bitte abkleben“. Das angehängte PDF sollte ich unterschrieben mitbringen: Hierin erklärte ich mich damit einverstanden, dass ich allein verantwortlich bin für meine Gesundheit und das Center keine Haftung übernimmt bei Verletzungen. Außerdem sollten Fingernägel kurz sein, damit man seinen Trainingspartner nicht verletzt und überhaupt stand da übersetzt, ich übertreibe jetzt stark: „wir hoffen, dass Sie am Abend nach dem Training immer noch gesund sind“.

Oh!

Ok. Ich hab hin und her überlegt … dachte mir, mein Körper ist zwar sportlich fit, aber doch zart besaitet. Kneifen wollte ich. Hab mich mit einer Freundin beraten: „ich geh besser auf eine Wanderung und genieße den sonnigen Tag“. Mein Mann empfehl mir abzusagen. Der Süße!

Nein, ich war nicht beim Wandern. Mutig bin ich in die „Höhle des Löwen bzw. der Löwin“. Ich erbat mir, dass ich „Nein sagen möchte“ Weiterlesen

Klimafasten 2. Woche: Anders unterwegs sein

csm_klimafasten2017_postkarte_3c668719edDie zweite Fastenwoche hat begonnen. Heute will ich wieder mit Euch laut denken.

Wir werden eingeladen anders unterwegs sein.

Für unseren täglichen Weg zur Arbeit, den Brötchenkauf beim Bäcker, für den Gottesdienst oder Konzertbesuch, die „Taxi-Dienste“ für unsere Kinder, für Freizeit und Reisen nutzen wir häufig das Auto. Wenn wir diese Wege mit Bus oder Bahn, Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen, ist das aktiver Klimaschutz, bringt Entschleunigung und tut der Gesundheit gut.

In dieser Woche … lest mal hier.

Sehr viel davon tue ich bereits: ich verzichte aufs Autofahren, fahre mit dem Nahverkehr und dem ICE. Ich gehe gern zu Fuß. Die letzten 3 Punkte sprechen mich am meisten an:

  • ein E-Bike ausleihen und ausprobieren.
    Das wollte ich schon längst machen. Denn hier in Richterswil ist ja überall Hanglage. Bin ich die ersten Monate noch wie ein junges Reh die Berge hoch und runter geradelt, hab ich so langsam die Nase voll von der Anstrengung. Jaja, ich war noch nie eine fahrradfahrende Bergziege. Das überlasse ich meinem Mann.
  • vorausschauend und langsamer Autofahren, das schont Nerven und spart Sprit. www.vcd.org/themen/auto-umwelt/spritsparen/
    Mein Mann macht das gut. Er stellt „speed control“ ein und fährt meistens ein langsames Tempo und spart damit ordendlich Sprit. Nicht zu vergessen, dass es der Umwelt gut tut.

Weiterlesen