Ein Fotoprojekt: B wie Bahnwaggon

Woche zwei für das Foto-ABC-Projekt bei wortman.

Ich habe wirklich schöne und wie ich finde interessante Blickwinkel und Objekte fotografiert während meines letzten Frankfurt-Aufenthaltes. Dieser bemalte Bahnwaggon steht am Offenbacher Hafenviertel – hier ist ein neues Wohnquartier entstanden – von mindestens drei Stadtarchitektinnen, die einen Award gewonnen haben, umgesetzt. Ich war neugierig auf das Offenbacher Stadtviertel am Main und wollte es mir unbedingt anschauen. Dieser bunte Bahnwaggon ist eine Art Kaffeestube gleich beim „urban gardening“. Davor laden Holztische und Bänke zum Verweilen ein. Im Sommer wahrscheinlich. Als wir unterwegs waren war es eisig kalt und hier um den Waggon alles ausgestorben.

B wie (ausrangierter bunter) Bahnwaggon.

IMG_1126.JPG

abc.etüden. Winston und der Meisenring

2019_0203_1_300Auf ein gutes und schreibfreudiges 2019.

Die neuen Wörter für die Textwochen 02/03 spendet bei Christiane im Blog Etüdenerfinder Ludwig Zeidler.

Wie immer gilt es die gespendeten Wörter in maximal 300 Wörtern in eine Geschichte zu packen.

Auf den Mittwoch freut sie sich immer. Es ist IHR Tag um mit dem süßesten Labrador überhaupt Gassi zu gehen. Vormittags um zehn Uhr ist ihr kleines Date mit dem Hund. Jedesmal macht sie sich beschwingt auf den Weg, geht ins Haus der Nachbarin und lockt ihn mit einem lauten Schnalzen. Winston fängt dann sofort an zu Bellen vor Freude. Sie hält ihm ihre Hand hin zur Begrüßung und er tanzt und springt an ihr hoch. Draußen schnappt er sich seinen Ball und los geht’s.

An einer Weggabelung bleibt er immer stehen und wartet. Er weiß genau: hier Weiterlesen

Ein Foto-Projekt: A wie Austernbar

abc-2

Bei wortgeflumselkritzelkram hab ich eben über dieses Projekt gelesen, das im Blog von wortman vorgestellt wird.

Das Alphabet wird Buchstabe für Buchstabe fotografisch dargestellt. Das heißt, Woche 1 beginnt mit „A wie …“ (Apfel, Affe, Ahornbaum – eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt) und endet mit Woche 29 und „Ü wie …“ (überfällig, Überfall, Überweisung etc.).

Das Projekt finde ich lustig. Fotos mag ich gern knipsen und ich werde sicher immer was finden von Woche zu Woche und ich bin auch nicht allzu streng mit mir und der Zeit ;-).

Ich war die letzten vierzehn Tage in Frankfurt und habe viele Fotos unterwegs geknipst. Unter anderem war ich in der Kleinmarkthalle und war erstaunt was da zur Mittagszeit los war. Proppenvoll war es da. Zu meiner Freundin sagte ich: Weiterlesen

Lotte Laserstein: Ausstellung im Städel Frankfurt

IMG_1088Es gibt so Momente …

Gestern informierte ich mich in der Zeitung darüber was so los ist in Frankfurt zwischen den Jahren. Kino, Theater, Museen … und entdeckte Lotte Lasersteins Ausstellung im Städel. Es zog mich regelrecht. Der Untertitel der Ausstellung heißt: Von Angesicht zu Angesicht. Auf der Website entdeckte ich das Leitfoto der Ausstellung, das ich vorhin an der Außenfassade des Städel fotografierte, als ich das Museum verließ.

Ein sehnsüchtiger Blick. Ein roter Kirschmund. Ich klemmte mir den Audioguide auf die Ohren und hörte die tolle Stimme von Meret Becker, die durch die Ausstellung „führte“.

Allein das ist schon bemerkenswert: Die Malerin Lotte wurde 94 Jahre alt! 1898 geboren und 1993 gestorben. Was mich wohl noch zu ihr zog und faszinierte? Sie ist in der Zeit groß geworden als meine Oma väterlicherseits aufwuchs. Ich habe sie nie kennengelernt weil sie so früh und jung gestorben ist. Sehnsucht ist ein Gefühl, das sich in meiner Familie häufig einstellte und spürbar war.

Die Künstlerin hat also den 1. Weltkrieg als Kind miterlebt und im zweiten Weltkrieg wurde ihre Kunst ziemlich schnell als „entartete Kunst“ definiert, weil Weiterlesen

Vor dem Winter

die Liegestühle

Bye bye bis zum nächsten Jahr 🙂

… letzten Samstag in Zypern geschrieben … die letzte Schreibaufgabe mit dem Titel: Vor dem Winter … mit der Frage: Wie war es? Was nimmst Du mit und packst du ein?

***

Vor dem Winter
den Sommer verlängert.
Nun kann ganz behende
der Winter eingeläutet werden.
Dazwischen aber noch acht Wochen Herbst.
Wie ein Eichhörnchen flink sammle ich selbst
alles gut in meinen Rucksack ein:

0eb6d102-956c-4ca4-8897-05e775beab73.jpegHeiße Tage im See
Und noch mehr heiße Tage am Stück
die kein Ende nehmen wollten.
Rote Himbeeren, bunte Eiskugeln und
süße Weintrauben genascht
die von den heimischen Weinreben.

Weiterlesen

Poetry Slam 3. Versuch: Der Friedenskongress ist abgereist

IMG_0644[6362]Es sind interessante Menschen hier im Hotel gewesen aus aller Herren Länder, aus Oman, China, US …. und sie kamen mit ihren Turbans, Kutten, Kaftans und anderen Gewändern. Und Sie hatten zwei Missionen: den Frieden und den Climate Change – was wir eben so am Rande mitbekamen.

******

Ich sitze beim Lunch
auf der Terrasse
im Aphrodite Beach Hotel
und sehe Jesus.
Ich rühre in meiner Tasse
und ein Scheich gesellt sich dazu
im weißen Gewand und Turban.
Und es wird immer toller und voller,
eine chinesische Nonne
im grauen Outfit
etwas rundlich aber schön
mit kahlem Schädel
schreitet durch die Halle.
Nein, ich lalle nicht,
aber wo bin ich Jetzt? Weiterlesen

Was ist normal? Die Schweiz, meine Freunde und ich. Ein Poetry Slam (zweiter Versuch)

IMG_0596[6356]Ein Poetry Slam von Mona Harry heißt „Wundern“, in dem so einiges „alles normal“ ist. Dieser Text hat uns inspiriert. Es ist mein zweiter Text dieser Art, ein Versuch in die Spur des Poetry Slam zu kommen … wir lesen uns laut vor und das macht so richtig Spaß. In einem Poetry Slam drückt man aus, was einem gefällt oder gar nicht gefällt, worauf man keinen Bock mehr hat, was man schon immer mal sagen wollte oder oder auch sehr liebt oder vermisst. Wir hatten 30 Minuten Zeit.

Die Schweiz, meine Freunde und ich.

Was ist normal?
Der Heimat den Rücken kehren
und für die Karriere des Liebsten alles aufgeben.
Was haben wir uns den Kopf zermartert. Für und Wider.
„Was wäre, wenn wir wegen MIR blieben in der Stadt?“ fragte ich.
Frankfurt, die Stadt die ich liebe.
Nein, wir schleichen uns davon wie Diebe
und packen unsere sieben Sachen.
Na klar.
Zwei Umzugswagen sind voll gepackt
für*s schöne Dorf nach Switzerländ.
Hatte ich das schon erwähnt
wie normal es ist von Stadt zu Stadt zu ziehen?
Es ist die Challenge und das Neue!
Meinen Freunden halte ich die Treue.
Das ist normal, normal, normal!

Weiterlesen