Sein – Gedanken #8/12

Ich dachte ich hätte schon mal über das „einfach SEIN“ nachgedacht hier im Blog. Hab ich anscheinend nicht. Nachdem Petra in ihrem Blog das Buch „Haben oder SEIN“ von Erich Fromm aus dem Regal gekramt und daran erinnert hat, beschäftigt es mich. Es ist eine interessante Diskussion zu Petras Blogartikel entstanden. Ich denke weiter nach:

Einfach SEIN, dann denkt/grübelt man nicht mehr nach sondern macht nur noch. Die Stellschrauben des Lebens lösen: „die wesentlichen Dinge kannst Du nicht machen sondern nur empfangen“. Auf Empfang sein heißt, auf Zeichen achten. Sie hören, riechen, schmecken. Einfach sein: Schneeflocken beobachten und dem Regen Aufmerksamkeit schenken, das Herz schlagen hören, die Begegnungen des Tages willkommen heißen. Zuhören. Empfänglich sein meint, den Wind zu spüren und die klare Luft zu atmen. Wahr-nehmen, dass man (gut) lebt. Das Leben ist ein Geschenk.

Vom Neffen die Lieblingsmusik zugespielt bekommen per Spotify oder wie heut morgen ein Mantra empfangen und hören. Das nächste Mal begleite ich ihn zum Yoga. Er hat schon so oft gefragt.

Fromm meint, man solle seinen Fähigkeiten und Tugenden gemäß leben. Muss man diese erst bewusst kennen? Oder tut man von Anfang an das Richtige? Ist es nicht auch ein Lernen und Bewusst-werden? Eine Frage des Alters? Weiser werden? Wesentlich werden?

In der Genius-Coachingarbeit, die ich jahrelang praktiziert habe, ging es genau darum: den eigenen Lebensweg mit Entscheidungen, Erfahrungen und Talenten unter die Lupe zu nehmen und daraus DEN Genius zu formulieren, der es auf den Punkt bringt, die Lebensfäden bündelt und die Frage beantwortet: Wie bin ich für andere und für mich ein Geschenk auf dieser Welt? Weiterlesen

Schreibeinladung abc.etüden KW 46/17

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Danke an Christiane für die Einladung zur Wortspende für die Kalenderwoche 46. Ich freue mich darüber und habe schon eine kleine Geschichte im Kopf, die ich später schreiben werde. Eine Geschichte in 10 Sätzen formuliert, in denen diese 3 Worte vorkommen:

Stilblüte
banal
jodeln

Und wenn mich die Muse öfters küsst in dieser Woche gibt es noch die eine oder andere Kurzgeschichte drauf. Es sind jedenfalls schon einige sehr phantasievolle Geschichten geschrieben worden. Lest selbst in Christiane Blog.

Leibhaftig vor David Hockneys Kunst stehen

Ich war also endlich drin. In der Ausstellung von David Hockney im Centre Pompidou. Letzten Samstagnachmittag. Ich staunte nicht schlecht über den Andrang. Trotz meinem Ticket für Ausstellung und Führung musste ich 45 Minuten mit den anderen in der Schlange warten bevor wir am Eingang den Securtiy-Bereich erreichten. Das Warten hat sich gelohnt.

Ich hab nun endlich vor dem Bild gestanden, das ich vor einigen Monaten im „Das Magazin Artikel“ kennenlernte. Das ist ein wunderbares Gefühl und Erlebnis. Das Bild bzw. Foto seht Ihr im vorherigen Artikel. Knipsen war aber verboten. Ich werde diesen Moment nie vergessen. Das ist unbeschreiblich.

Dieses Bild zeigt David Hockneys Liebhaber rechts am Pool stehend (sie waren in der Trennungsphase). Hockney malte sehr oft nach Polaroid-Fotografien. Wir sehen im Vordergrund die typisch sonnige blaue Atmosphäse von LA. Im Hintergrund das Grün zeigt die Provence. Er hatte die beiden Fotos zusammen gelegt.

Er lernte das Licht und die Farben in LA kennen und lieben und zog in diese so sonnige lichtdurchflutete Stadt.

Einfach nur phantastisch diese Momentaufnahme.

Mehr lesen? Hier entlang: auf dem Weg nach Paris.

„Die göttliche Ordnung“ – schönes Beispiel fürs Wesentlich werden

Gestern war ich im Kino. Endlich. Ich habe mir „Die göttliche Ordnung“ angeschaut. Der Film läuft seit dem Frühjahr in den Schweizer Kinos. Die Frauen haben vor 45 Jahren für ihr Stimmrecht gekämpft. Das war nicht einfach! Mutig waren sie!

Sollte ich also einem Außerirdischen erklären, was „wesentlich werden“ bedeutet, könnte ich erklären: Schau dir den Film an. Das was die Frauen hier gespürt haben, hat sie wesentlich werden lassen. Sie haben gebrannt für ihr Recht und sind schwierige Wege gegangen.

Hat mich berührt der Film und glücklich gemacht.

 

David Hockney in London bzw. Paris

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Archivbild / Keystone/EPA/ Will Oliver Quelle

Anlässlich seines 80. Geburtstags wird die Tate London und das Centre Pompidou Paris David Hockneys Werke zeigen und würdigen.

Wer ist David Hockney? Ich gestehe, ich habe ihn jetzt erst „kennengelernt“. Mir gefallen seine Werke, die ich im Netz finde oder in den Zeitungen abgedruckt sehe. Im „Das Magazin“ finden wir ein sehr lesenswertes Interview mit ihm. Er sagt, es gibt nichts Schöneres, als Menschen zu betrachten. Das ist doch eine wunderbare Liebeserklärung an uns Menschen. Du, ich … wir sind es wert betrachtet zu werden.

Dieses Bild mit dem schwimmenden Mann: einfach phantastisch wie die Sonne sich im Wasser bricht und die Strahlen auch den Rücken des Mannes zieren. Ein Junge, der dem Schwimmer zuschaut. Ein sehr stilles Bild mit Bergpanorama.

Ausstellung Geschlechterkampf im Frankfurter Städel

Als ich in Frankfurt ankam begegneten mir auf meinem Weg Plakate zur Ausstellung „Geschlechterkampf“ im Städel. Ich buchte mir ein Ticket für die Ausstellung mit Führung für 13 Uhr.

geschlechterkampf_staedel_10Eine gute Stunde wurden wir über zwei Etagen geführt und informiert über die Exponate aus einer Zeitspanne von 100 Jahren, ca. 1850 – 1950. Also relativ junge Kunst.

Links die mordlüstige Kindfrau ist das Titelbild zur Ausstellung. „Sie“ von Gustav Adolf Mossa: Sie sitzt auf toten nackten Männern, die sie entweder mit dem Dolch, einer Pistole oder der Giftkapsel ermordet hat. Sie trägt die Mordinstrumente um den Hals. Aus ihrem Schoß schaut eine schwarze Katze, ein früheres Symbol für „die gefährliche Frau, das Böse in ihr“.

Dieses Gemälde fällt sozusagen „aus der Kunst“. Die Figur zeigt keine Göttin oder andere bekannte Person aus der Geschichte. Sie ist eine erfundene Figur des Künstlers, der damit seinen eigenen Kunstweg geht und ihn ausdrückt. Dieses Unschuldige einerseits, und die Drallheit des Körpers irritieren und interessieren gleichzeitig.

Es gibt ein Digitorial um sich auf die Ausstellung und auch auf dieses Exponat vorzubereiten.

Noch bis 19. März.

 

Gestern im ARD: Go West, Ihr Genies!

256Wo Ausprobieren und auch Scheitern möglich ist: im Sillicon Valley.

Gestern Abend nach den Nachrichten bin ich hängen geblieben. Bei einem sehr interessanten Dokumentarfilm im Ersten.

Zwei Dinge, die mir sehr gut gefallen haben und wie ich finde auch zum „wesentlich werden“ dazu gehören sind:

Da sind junge Männer und Frauen von ihren Geschäftsideen so begeistert, dass sie ihre Idee ausprobieren können. Denn ein Geschäft aufziehen, das braucht Geld und Zeit. Wenn die jungen Unternehmer  überzeugt auftreten, lockt das sogenannt venture capital, Wagniskapital, beispielsweise 2,5 Millionen.

9 von 10 Start-ups floppen! Das ist aber in Sillicon Valley nicht schlimm  sondern eine Chance. Schief gegangen – macht nichts. Dann gleich die nächste Idee ausprobieren.

Großartig finde ich das. Sehr ermutigend und sehr inspirierend.

Und was sehr wesentlich ist: miteinander sprechen, miteinander laut denken, miteinander überlegen und sich weiter empfehlen. Wenn man Fragen hat, diese stellen und mit anderen brainstormen und Möglichkeiten austarieren.

Mir imponiert dieser Mut, diese Risikolust, aber auch dieses spielerische Ausprobieren … und selbstverständlich wird dabei „hart“ gearbeitet. Also lange Tage und Wochenenden. Von nix kommt nix, gell?

Die erfolgreichsten Gründer wollen die Welt verändern …. hört selbst und seht selbst. Hier kann man die Story in der Mediathek anschauen: Go West, Ihr Genies.