Schreibeinladung abc.etüden KW 46/17

2017_46-17_eins

Danke an Christiane für die Einladung zur Wortspende für die Kalenderwoche 46. Ich freue mich darüber und habe schon eine kleine Geschichte im Kopf, die ich später schreiben werde. Eine Geschichte in 10 Sätzen formuliert, in denen diese 3 Worte vorkommen:

Stilblüte
banal
jodeln

Und wenn mich die Muse öfters küsst in dieser Woche gibt es noch die eine oder andere Kurzgeschichte drauf. Es sind jedenfalls schon einige sehr phantasievolle Geschichten geschrieben worden. Lest selbst in Christiane Blog.

Leibhaftig vor David Hockneys Kunst stehen

Ich war also endlich drin. In der Ausstellung von David Hockney im Centre Pompidou. Letzten Samstagnachmittag. Ich staunte nicht schlecht über den Andrang. Trotz meinem Ticket für Ausstellung und Führung musste ich 45 Minuten mit den anderen in der Schlange warten bevor wir am Eingang den Securtiy-Bereich erreichten. Das Warten hat sich gelohnt.

Ich hab nun endlich vor dem Bild gestanden, das ich vor einigen Monaten im „Das Magazin Artikel“ kennenlernte. Das ist ein wunderbares Gefühl und Erlebnis. Das Bild bzw. Foto seht Ihr im vorherigen Artikel. Knipsen war aber verboten. Ich werde diesen Moment nie vergessen. Das ist unbeschreiblich.

Dieses Bild zeigt David Hockneys Liebhaber rechts am Pool stehend (sie waren in der Trennungsphase). Hockney malte sehr oft nach Polaroid-Fotografien. Wir sehen im Vordergrund die typisch sonnige blaue Atmosphäse von LA. Im Hintergrund das Grün zeigt die Provence. Er hatte die beiden Fotos zusammen gelegt.

Er lernte das Licht und die Farben in LA kennen und lieben und zog in diese so sonnige lichtdurchflutete Stadt.

Einfach nur phantastisch diese Momentaufnahme.

Mehr lesen? Hier entlang: auf dem Weg nach Paris.

„Die göttliche Ordnung“ – schönes Beispiel fürs Wesentlich werden

Gestern war ich im Kino. Endlich. Ich habe mir „Die göttliche Ordnung“ angeschaut. Der Film läuft seit dem Frühjahr in den Schweizer Kinos. Die Frauen haben vor 45 Jahren für ihr Stimmrecht gekämpft. Das war nicht einfach! Mutig waren sie!

Sollte ich also einem Außerirdischen erklären, was „wesentlich werden“ bedeutet, könnte ich erklären: Schau dir den Film an. Das was die Frauen hier gespürt haben, hat sie wesentlich werden lassen. Sie haben gebrannt für ihr Recht und sind schwierige Wege gegangen.

Hat mich berührt der Film und glücklich gemacht.

 

Ausstellung Geschlechterkampf im Frankfurter Städel

Als ich in Frankfurt ankam begegneten mir auf meinem Weg Plakate zur Ausstellung „Geschlechterkampf“ im Städel. Ich buchte mir ein Ticket für die Ausstellung mit Führung für 13 Uhr.

geschlechterkampf_staedel_10Eine gute Stunde wurden wir über zwei Etagen geführt und informiert über die Exponate aus einer Zeitspanne von 100 Jahren, ca. 1850 – 1950. Also relativ junge Kunst.

Links die mordlüstige Kindfrau ist das Titelbild zur Ausstellung. „Sie“ von Gustav Adolf Mossa: Sie sitzt auf toten nackten Männern, die sie entweder mit dem Dolch, einer Pistole oder der Giftkapsel ermordet hat. Sie trägt die Mordinstrumente um den Hals. Aus ihrem Schoß schaut eine schwarze Katze, ein früheres Symbol für „die gefährliche Frau, das Böse in ihr“.

Dieses Gemälde fällt sozusagen „aus der Kunst“. Die Figur zeigt keine Göttin oder andere bekannte Person aus der Geschichte. Sie ist eine erfundene Figur des Künstlers, der damit seinen eigenen Kunstweg geht und ihn ausdrückt. Dieses Unschuldige einerseits, und die Drallheit des Körpers irritieren und interessieren gleichzeitig.

Es gibt ein Digitorial um sich auf die Ausstellung und auch auf dieses Exponat vorzubereiten.

Noch bis 19. März.

 

Gestern im ARD: Go West, Ihr Genies!

256Wo Ausprobieren und auch Scheitern möglich ist: im Sillicon Valley.

Gestern Abend nach den Nachrichten bin ich hängen geblieben. Bei einem sehr interessanten Dokumentarfilm im Ersten.

Zwei Dinge, die mir sehr gut gefallen haben und wie ich finde auch zum „wesentlich werden“ dazu gehören sind:

Da sind junge Männer und Frauen von ihren Geschäftsideen so begeistert, dass sie ihre Idee ausprobieren können. Denn ein Geschäft aufziehen, das braucht Geld und Zeit. Wenn die jungen Unternehmer  überzeugt auftreten, lockt das sogenannt venture capital, Wagniskapital, beispielsweise 2,5 Millionen.

9 von 10 Start-ups floppen! Das ist aber in Sillicon Valley nicht schlimm  sondern eine Chance. Schief gegangen – macht nichts. Dann gleich die nächste Idee ausprobieren.

Großartig finde ich das. Sehr ermutigend und sehr inspirierend.

Und was sehr wesentlich ist: miteinander sprechen, miteinander laut denken, miteinander überlegen und sich weiter empfehlen. Wenn man Fragen hat, diese stellen und mit anderen brainstormen und Möglichkeiten austarieren.

Mir imponiert dieser Mut, diese Risikolust, aber auch dieses spielerische Ausprobieren … und selbstverständlich wird dabei „hart“ gearbeitet. Also lange Tage und Wochenenden. Von nix kommt nix, gell?

Die erfolgreichsten Gründer wollen die Welt verändern …. hört selbst und seht selbst. Hier kann man die Story in der Mediathek anschauen: Go West, Ihr Genies.

Eine sehr persönliche Buchbesprechung: Die Kraft der Kriegsenkel

indexIngrid Meyer-Legrand hat ihr erstes Buch herausgebracht: Die Kraft der Kriegsenkel – erschienen im Europaverlag.

Ich war sehr auf Ingrids Buch gespannt. Dass ich ein Kriegsenkel bin, ist mir nicht unbekannt. Die Auswirkungen aber, die Wucht und Dimensionen – das ist mir erst seit wenigen Wochen klar. Mich beschäftigte: Wieso ticke ich so wie ich ticke? Ich wollte wissen, welche Kraft und welches biografische Erbe in mir steckt. Ich habe ENDLICH Antworten gefunden.

Großartig, wie die Autorin zunächst einen weiten Bogen der Geschehnisse aus dem 1. und 2. Weltkrieg spannt und beschreibt, wer die Kriegs- und Flüchtlingskinder waren und welches Erbe sie uns mitgegeben haben. Die Eltern unserer Eltern haben den ersten! Weltkrieg miterlebt, überlebt oder eben nicht. Ich habe dies alles mit großem Interesse gelesen, denn der zweite Weltkrieg wurde bekanntermaßen im Geschichte-Unterricht unserer Generation ausgeblendet.

Die Kriegsenkel sind die Kinder der Eltern, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben. Die Väter teils als jugendliche Flakhelfer, teils als Soldaten an der Front oder die Frauen, die entweder im Bunker gezittert haben oder beim Wiederaufbau mitgeholfen haben.

Starke und emanzipierte Frauen (unsere Mütter) sind nach dem Krieg unterwegs gewesen, Weiterlesen

Wie bist du noch „petra-iger“?

Petra-iger? Hä?

Heik(e)-iger? Gitt(e)-iger? Sabin(e)-iger? Annegret-iger?

So fragt Gitte Härter in ihrem Video. Dieses Video, das ich eben angeschaut habe, ist das dritte aus einer Serie, in der es um Emotionen einerseits und natürlich ums Schreiben – was auch sonst – geht.

Sind meine Texte und Artikel „petra-ig“?

Passt ganz schön zum „wesentlich werden“ und zu der bekannten Genius-Arbeit. Deshalb hier nur kurz die wichtigsten Fragen.

  • Wenn ich schreibe, schreibe ich dann so, dass mich meine LeserInnen „erkennen“? Wiedererkennen?
  • Welche Persönlichkeit bin ich? Zeige ich die?
  • Bin ich das?
  • Bin ich soooo?
  • Wie stehe ich zu den Dingen?
  • Sage ich meine Meinung?
  • Was macht mich aus?
  • Was ist der Kern meiner Persönlichkeit?
  • Welche „seltene Qualität“ die NUR MICH ausmacht, habe ich?
  • Was ist es genau?
  • Schaut Euch das inspirierende Video von Gitte an.