Buchtipp: Der Fetzen von Philippe Lançon

9783608504231.jpg.39364Längst wollte ich von diesem Buch und dem Autor erzählen. Ich habe diesen 551-seitigen Wälzer von der ersten bis zur letzten Seite mit Spannung gelesen.

Philippe Lançon hat vor wenigen Tagen in Darmstadt den Hermann-Kesten-Preis erhalten für sein Buch „Der Fetzen“.

Lançon hat am 7. Januar 2015 das Attentat auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris schwer verletzt überlebt.

Durch eine Rezension in der Sonntags FAZ bin ich auf sein Buch aufmerksam geworden. In „Der Fetzen“ schreibt er über das Attentat auf das Verlagsbüro, seinen zerschossenen Unterkiefer (er war weg) und seinen Krankenhausaufenthalt. Wir werden Zeuge der Rekonstruktion seines Kiefers und damit seines Martyriums im Krankenhaus und der daran anschließenden REHA. Er überstand 19 Operationen und noch viel mehr. Er hat von Anfang an weitergekämpft für das Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit.

Der Fetzen.
Oder er sagt auch Lappen.
Manchmal Schnitzel, weil der Hautlappen rosa glänzt. Weiterlesen

Buchtipp: Dort von Niko Stolberg

Dort-Front-CoverAuf den ersten Roman von Niko Stoifberg wurde ich in der Tageszeitung „Am Anfang war der Tod“ aufmerksam. Im Züritipp las ich dann einen Veranstaltungstipp: Buchvernissage und Lesung mit dem Autor in meiner Lieblingslocation KOSMOS. Da war ich nicht aber ich bestellte das Buch in meiner Leihbücherei als Neuanschaffung.

Das Buch habe ich zügig durchgelesen und war über den Schluss erstaunt. Es hatte etwas Mystisches und Surreales. Gerade letzteres zieht sich durch den Roman. Am Anfang passiert also gleich ein Mord. Sebi die Hauptfigur im Roman, schubst ein Kind in den See … um das Glück zu finden. Auf jeden Fall um Lydias Aufmerksamkeit zu suchen.

Interessant finde ich dass der Autor im Laufe der Geschichte Menschenfiguren vorstellt, Weiterlesen

Samstagmorgen: Zeit haben

FA109C20-AAC4-4E12-90CD-B0CCAC86D431„Lernen Zeit zu haben“
lese ich gerade in meinem Fastenbüchlein „Wandeln“.

Zeit für …

Lernen …

Ich atme tief aus.
Ich lasse los.
Zeit haben am Samstag für …
… alles Mögliche.

Ich höre dem Frühling zu: Vogelgezwitscher, Hundebellen, Gartenarbeiten.
Die Hühner in Nachbars Garten sind auch wieder da.

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ABC Fotoprojekt. H wie …

abc-2Bei Wortman geht es  ab heute um das „H“. 

H wie Himmel? Oder Himmelblau?

Mal stöbern was meine Fotokiste hergibt.

H wie … (hinter dem) Horizont (geht es weiter).

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Zürichsee

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Malta

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Zürichsee

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Zypern

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Zürichsee

Warum ich darauf komme, dass es hinterm Horizont weitergehen könnte? Während des Schreibworkshops auf Zypern letzten Oktober hatte es sich durch eine Fotokarte so ergeben, dass eine Figur wie „hinterm Horizont“ hervorlugte. Ein andermal hatten wir den Eindruck, dass die Hälfte eines Regenbogens hinterm Horizont verschwand oder umgekehrt: aus dem Horizont mit der einen Hälfte auftauchte.

Flanieren

lauren-elkin-flaneuse-102-resimage_v-variantSmall1xN_w-576In der Sonntags FAZ wird die Autorin Lauren Elkin vorgestellt. Sie hat das Buch „Flâneuse, Frauen erobern die Stadt – in Paris, New York, Tokio, London und Venedig“ geschrieben. Ich werde es mir mal anschauen.

Das was sie zum Flanieren schreibt, lässt mich ganz glücklich werden. Habe ich es gerade gestern wieder getan: In Zürich neue Wege entdeckt, einfach mit Muße flaniert – entlang der Sihl ein Stück des Wegs bis zum Botanischen Garten.

„Ich nehme mir ein Ziel vor – und dann laufe ich los, irgendwie dorthin, mit Umwegen und Abstechern, mit all der Zeit, die ich brauche“, sagt die Autorin und ich fühlte mich verstanden.

Ich lese, „dass Flanieren keine absurde Beschäftigung ist und dass es dafür Zeit braucht.“ Einfach nur durch die Straßen schlendern, Menschen gucken, Boutiquen und kleine Geschäfte oder gemütliche Cafés entdecken, die beste Eisdiele der Stadt finden, das ist was ich gerne mache und oft tue. In Zürich oder Frankfurt.

Aber auch früher in Hong Kong. Was war ich glücklich, wenn ich eine Adresse gefunden habe, oft versteckt hinterm nächsten Haus. Genauso Weiterlesen

Neujahr: Spur

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Mein ist der Morgen in den Wäldern.
Die Stille, die von Sternen fällt.
Die erste Spur hin zu den Feldern.
und ich erschaffe mir die Welt.

Von Eva Strittmatter

Ich bin treue Leserin des Anderen Adventskalenders … dieses kleine Gedicht von Eva Strittmatter freut mich heut morgen sehr. Ich wünsche euch ein glückliches und gesundes 2019.

Ilseluise hat die Jahreslosung gebloggt, die mir sehr sehr gut gefällt:

Suche Frieden und jage ihm nach.

 

Wenn Lärm stinkt …

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Dieses Plakat ist mir in den letzten Tagen in unserem Ort Richterswil aufgefallen. Mal hing es dort, mal woanders. Und es machte etwas in meinem Kopf – aber erst als meine Ohren absolute Stille hörten. Ja, das gibt es immer wieder hier in unserem Ort. Das war schon beim ersten Besuch so als wir hier nach einer neuen Bleibe suchten. Es fiel mir sofort auf, weil sich bei Stille mein ganzer Körper entspannt und diese Ruhe förmlich über alle Poren aufsaugt.

Heute überlegte ich also, weil es einen Moment lang an der Hauptstraße sehr still war: Wenn Lärm stinkt, wie riecht dann die Ruhe? Dazu werde ich poetisch schreiben am Tag gegen Lärm, am Mittwoch, dem 25. April. Hast du es gewusst, dass es solch einen Tag gibt? Ich nicht. Ich fand Informationen zum Plakat im Netz. Et voilà. Weiterlesen