Lesetipp: Irgendwann wird es gut. Von Joey Goebel. Kurzgeschichten.

Schon gewusst? Ich hab es ja nicht so mit Kurzgeschichten. Obwohl ich die abc.etüden mitschreibe. Jetzt wieder. Das Schreiben für Christianes abc.etüden ist immer wieder eine kleine Herausforderung für mich. Nicht wegen der 300 Wörter sondern wegen der Geschichte, die erzählt werden will.

Meistens schreibe ich drauf los und meistens ist es ganz passabel. Die innere Schreibkritikerin verdreht selbstverständlich oft die Augen und ist nie zufrieden. Was’n Stress! Deshalb hab ich mich zu einem Workshop angemeldet bei Peter Ackermann zum Thema „von der Idee zur eigenen Kurzgeschichte“.

Ich sagte ihm kürzlich: wenn ich nach dem Workshop „einfach“ schreibe, ohne Stress und Anstrengung, dann hat sich die Reise nach Cornwall gelohnt. Mit Peter war ich im Val Fex letzten Herbst. Hab ich darüber hier geschrieben? Ich habe ne ganze Menge gutes Rüstzeug auf den Weg bekommen, um besser zu schreiben. Ich war sehr beflügelt. Das wünsche ich mir für die Kurzgeschichten auch. Außerdem freue ich mich tierisch auf Cornwall. Da war ich noch nie.

Warum ich so weit aushole?

In einem Kommentar meiner abc.etüde „Strom sparen“ hab ich letztens erwähnt, dass ich die Idee vom „sich aufgeilenden Typen“ aus einem Buch habe.

Dieses Buch bzw. die Geschichte, die ich darin gelesen hatte, will ich euch kurz vorstellen. Die Geschichte fand ich nämlich gähnend langweilig. Das Buch wurde so vorgestellt, als wenn diese Kurzgeschichten nun das Beste dieses Autors sind, nachdem er vier Romane geschrieben hatte. Ich bekam das Buch übrigens geschenkt während des Eincheckens in einem Lieblingshotel im Engadin. Ich hatte mich sehr darüber gefreut.

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Orthodoxer Ostersonntag mit Kaffeezeremonie

Heute spät und auch verspätet und kurz vor Etüdenschluss – noch meine Antwort für Christiane zum Osterfest unserer Nachbarn aus Eritrea.

Wir wurden letzten Sonntag bei unseren Nachbarn zum orthodoxen Osterfest eingeladen. Es gab für Eritrea typische Festtagsgerichte. Eine Pfanne mit Schaffleisch, Karotten und Kartoffeln. Außerdem lecker gewürztes Hühnchenfleisch. Dazu Salat und ein luftiges Fladenbrot. Normalerweise würde man damit die Speisen aufnehmen oder die Soße auftunken und anstatt eines Löffels zum Mund führen. Es schmeckte köstlich.

Die Hausherrin bereitete danach akribisch den Festtagskaffee zu. Wir fühlten uns sehr geehrt, denn sonst kommt auch bei ihnen die schnelle Kaffeemaschine zum Einsatz. Die für uns zelebrierte Kaffeezubereitung dauerte einfach eine Weile länger. Auf einem wie ein Puppenherd aussehendem Kocher wurden die grauen Kaffeebohnen geröstet. Es knackte, Röstschwaden zogen durch die Wohnung und es duftete aromatisch. Danach wurden die abgekühlten Bohnen gemahlen, in einem braunen Gefäß das Pulver mit Wasser vermischt und dann auf der Herdspirale aufgekocht. Es kam eine Prise Ingwerpulver hinein. Die Mokkatässchen wurden gefüllt, mit oder ohne Zucker.

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Bin regelmäßig in Bad Kreuznach bei Muttern

der Kreuznacher Kornmarkt belebt wie nie

Mit meiner Mutter wollte ich gestern gemütlich Kaffee trinken in unserem Lieblingscafé. Sie erzählte mir, sie hätte einen Zahnarzttermin mit Zähne ziehen und so. Na gut. War ich mal wieder in meiner schönen Heimatstadt und habe meiner Mutter an der Seite gestanden: eingekauft, sie hingebracht zum Zahn-Doc und wieder abgeholt, Taxi gefahren und sicher zurück in ihre Wohnung gebracht.

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Wesentlich werden. Die Uhr tickt.

Timo Klostermeier  / pixelio.de  

Für meine Jahrescollage 2021 habe ich ein Foto ausgewählt, das eine silberne Taschenuhr zeigt mit einer silbernen Kette. Ich habe ganz intuitiv gewählt und mich gefragt, für was steht denn jetzt die Uhr?

Ich merke, die Tage rasen dahin. Ein begonnener Tag neigt sich durch die frühe Dunkelheit schnell dem Ende zu. Das fällt mir auf und gefällt mir nicht so sehr. Bin aber guter Dinge :-). Außerdem lese ich in der letzten Zeit Todesanzeigen. Mich erschrecken vor allem die plötzlichen Tode bei jungen Menschen oder Frauen in meinem Alter. Da bleibt plötzlich das Herz stehen.

Ich bin dankbar, dass ich 62 Jahre bin und immer noch atme, gesund bin und mich jeden Tag des Lebens erfreue. Aber es könnte auch anders sein. Dann würde ich ja nichts mehr davon merken. Ich weiß. Aber wer mich gut kennt und mich auch im Totenhemd-Blog verfolgt, der weiß, dass ich nach dem Motto lebe: Wenn nicht jetzt wann dann das Leben genießen und leben? Und vor allem ist mir meine Endlichkeit bewusst. Ich lebe mit dieser Gewissheit, dass „da vorne“ der Tod winkt. Findest Du schrecklich, dass ich es so ausdrücke? Ist aber so. Egal ob ich 65, 80 oder 100 werde. Es winkt ;-).

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Heute ist Montag, 20. April: „ja ebbe“

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Heut morgen beim Walk geknipst. Jetzt sind sie nackt die Schafe, gestern noch im Schafspelz.

Heute ist Montag.
Vorletzte Aprilwoche.
#coronatag shutdown #36
#Frühlingstag #32
Ein Tag für kleine Glücksmomente.

Vorhin beim Walk traf ich zuerst „meinen“ Lieblingshund Winston mit dem „Frauchen“.
Ein kurzweiliger Plausch machte mich froh.
Später dann die Schafe mit diesem Blick, den ihr von anderen Fotos kennt.
Sie könnten es schlechter haben … jetzt sind sie nackt ohne Schafspelz.

Nächste Woche beginnt eine neue Zeitrechnung: Weiterlesen

Heute ist Montag 6. April

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gestern Morgen beim Spazierengehen

Guten Morgen.

Es wird eine kurze Woche.

Was erledige ich heute?
Was diese Woche?
Es wird empfohlen den Ostereinkauf gut zu planen, damit nicht ALLE im Laden sind.

Seit Tagen habe ich einen dumpfen Kopfschmerz, den hatte ich noch nie „so“.
„Etwas“ stresst mich. Weiterlesen

31. März 2020. Das erste Quartal ist rum.

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Heute herrliche Luft, herrlicher Blick, eiskalter Wind.

Wenn ich morgens aufwache sage ich sehr oft:

Heute ist „Dienstag“.
„31. März 2020“.
Es war ein schöner Morgen.
Wir sind aufgewacht. Ich sagte:
Ein ganzes Vierteljahr ist schon vergangen.

Ich mache das schon ganz lange so.
Ich sage:
Heute ist …. . Ich erwähne Datum und Uhrzeit und der Tag oder der Workshop beginnt.

Ich mache mir immer wieder klar, wo im Jahr ich grad „steh“.
Welcher Tag, welche Uhrzeit ist jetzt.
3 Monate sind jetzt vergangen.
3 Monate Frühling liegen vor uns. Dann wird Sommer sein.
9 Monate diesen Jahres liegen noch vor uns.

Als wollte ich für einen kurzen Moment die Zeit festhalten.

Dann strukturiere ich meinen Tag.
Was erledige ich vormittags?
Sportliches Walken oder Schreiben.
Was nachmittags?
Haus- und Gartenarbeit.

Aufgeteilt ist der Tag in Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Abendessen.
Abends drehen wir eine kleine Runde.
Ich schaue neuerdings früh am Abend Nachrichten, damit ich nicht all die Bilder und Informationen mit in meine Träume nehme.
Danach schreibe ich (so wie jetzt) oder schaue etwas Kulturelles.
Höre Podcasts oder Musik. Weiterlesen

Gedankensplitter zur Fasten-(Corona)zeit 5

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#fastentag #32 in der fünften Fastenwoche

Ihr erinnert euch?
Was will ich anders machen? – so bin ich in die Fastenzeit gestartet.

Corona zwingt mich Vieles jetzt anders zu machen.
Ich bin privilegiert und koche, backe, organisiere, räume auf.
Ich war noch nie so viel on und im Kontakt wie jetzt.
Bin im #coronastress.

Mein erstes virtuelles Online-Treffen „Death Café“ fand statt.
Ich übe jetzt morgens wieder 5-Elemente-QiGong.
Mein Atem verlangsamt sich und ich erde mich.
Höre die Ruhe des Quartiers.
#stayathome wird befolgt.

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#coronatag #13 im shutdown der Schweiz

Doris Dörrie empfiehlt „morning pages“ zu schreiben.
10 Minuten am Stück schreiben.
Hab ich bei Instagram entdeckt.
Ihr Tipp – so wie sie es schon in ihrem neuen Buch empfiehlt:
„ich erinnere mich“ … „ich erinnere mich“ … „ich erinnere mich“ (beispielsweise Thema Krank-sein: wie war es beim Arzt, oder als du krank warst, wer hat sich um dich gekümmert?)
… als Einstieg ins Schreiben zu nutzen …
oder Schreibpausen zu überbrücken

Ich erinnere mich an den Pieks im Finger.
Hatte Horrorängste wenn die Kinderärztin aus meiner Sicht mit ihrem Folterinstrument auf mich zukam Weiterlesen