Heute bin ich weiß

Bianca ist heut weiß 😉 … mein Totenhemd ist auch weiß, weil es mein Brautkleid ist, das in meinem Kleiderschrank hängt … deshalb gibt es den Totenhemd-Blog.

Aber zurück zum weiß … ich liebe das weiße Blatt vor mir, wenn ich es füllen darf.

Habt einen schönen Tag.

SilbensammlerinBlog

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Es gibt Tage, da muss es weiß es sein. Manchmal reicht schon ein Klecks, ein winziger Farbtupfer. Der weiße Schnürsenkel, die kleine weiße Schleife am BH, die schlichte weiße Perle am Ohr, die weißen Schuhsohlen.

Heute soll, heute darf es ganz viel weiß sein. Ein langes weißes Hemd. Kaum getragen, frisch gebügelt, hell, strahlend, ohne Grauschleier und Flecken. Fast wie neu.

Jeder Tag ist neu, ganz neu nicht nur fast neu. Ich begrüße und bestaune ihn. Will ihn heute in Weiß leben. Offen, klar und hellen Mutes. Mich hineinfallen lassen wie in frisch gefallenen, glitzernden Schnee, noch glatt und unberührt. Meinen Abdruck spüren, ihn stehen lassen, nicht verwischen. Aufstehen, weitergehen.

Ein weißes Blatt Papier, das sich füllen darf mit dem was kommt. Mal mit Nachdruck und Sorgfalt formuliert, mal hingehuscht, gekritzelt. Weiß nimmt es auf, lässt es stehen.

Heute lasse ich mich nicht ablenken von den Farbspielen, der bunten Palette…

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Schreib in den Mai

Heut wird bei Bianca nicht in den Mai getanzt sondern am Abend in den Mai geschrieben … ich freue mich schon drauf.

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E6534622-71E7-478F-A3CD-A37C8DF7EEE8Meine Schreibwerkstatt am Donnerstag steht unter dem Motto „Schreib in den Mai“

Schreiben statt tanzen
oder
schreibend tanzen

grüne Gedanken tanken
in den Frühsommer träumen
aus Gänseblümchen
Silbenketten flechten

Donnerstag, 30. April von 19.30 – 21.00 auf ZOOM

Schreib mir eine Nachricht für den link zum Einwählen.

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Elf Nützlichnutzlose Dinge

In Biancas Badezimmer fand eine konspirative Sitzung statt … lest selbst wer sich alles versammelte …

SilbensammlerinBlog

statt
einfach nur
im Badezimmer herumzuliegen
dürfen sie heute leben!
#elfnützlichnutzloseDinge

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„Ohne mich wäre sie ja fast nackt“. Der Manhattan lipstick bite my lip ist wie immer als Erster am Start. Er besteht auf seinem vollen Namen.  Von der Lavendelseife wurde er schon mal „Bity“ genannt, da wäre er fast ausgerastet. Der Puderpinsel konnte ihn gerade noch zurückhalten. Dabei hatte es die kleine Seife gar nicht böse gemeint. Eingewickelt in verblichenes violettes Papier fristet sie ihr Dasein auf dem Sims unter dem Dachfenster. Und das schon seit ewigen Zeiten. Im Gegensatz zu all den anderen Nützlichnutzlosen wird sie kaum beachtet oder gar angefasst. Nur neulich, als Madame mit fahrigen Bewegungen in ihrer Schminkschublade kramte und dann ganz lange in den Spiegel starrte, kam ihr Moment. Madame sah sie an, griff nach ihr, schnupperte kurz, legte sie dann wieder auf den Sims. Enttäuscht, achtlos. Da wusste sie, dass sie gar nichts…

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Gedankensplitter Fastenzeit 1

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Lieblingscafé in Ravensburg

Erste Woche nach Aschermittwoch.
Schon.
Es begleitet mich Aprilwetter. Von Frühling bis Winter.
Von Sonne bis Schnee.
Mal lese ich im Fastenführer „Wandeln“
mal nicht … wo steckt er eigentlich?
wo hab ich zuletzt darin gelesen? wann?

Donnerstag mal wieder Auto gefahren
über Bregenz nach Ravensburg
(wollte mal für mich sein anstatt im Zug mit vielen)

Freitagabend anderes gegessen
bei meiner Schwester
„gevespert“ mit Fisch und Weißkrautsalat vom Bio-Markt.

Eine andere Zahnarztpraxis ausprobiert
fürs professionelle Zahncleaning
da kriegt man immer schon ne Menge mit
wie man so „behandelt“ wird
laute Radiomusik empfing mich an der Anmeldung (uää)
das Ultraschallgerät das den Zahnstein entfernt
knarzte altertümlich (uääää)
kaltes Wasser an den Zahnhälsen gab mir den Rest (uäääää).

Sonntagmorgen raus aus dem Kuschelbett
statt Frühstück in den gemütlichen Federn
mit dem Zug (!) nach Zürich Weiterlesen

Heut ist Lichtmess – 2.2.2020. Der Adventsstern bleibt aus.

vom licht geführt

woher kommt
das licht

das unsichtbare licht
das nie erlöscht
das uns führt

ist es die hoffnung
ist es die liebe

(Quelle: Kappeler Psalter: Helena Aeschbacher-Sinecká)

Letzthin hab ich euch von Lichtmess erzählt und dass mein Weihnachtsstern weiter FCE268D5-F9F4-4DA7-8C78-460BBE6DCEAA_1_201_aleuchtet. Um halb fünf klickte er sich  automatisch über die Zeitschaltuhr an. Pling. Strahlte er in die Dunkelheit.

Da die Tage nachmittags nun immer heller wurden, nahm die Leuchtkraft des Sterns mit der Helligkeit des Tages immer mehr ab. Ich rückte die Zeitschaltuhr aber nicht nach.

Ab heute werden wir erleben, dass die Tage wieder sehr schnell sehr viel heller werden. Ich freue mich darauf. Meine Nachbarin und QiGong-Expertin Pascale schreibt in ihrem Newsletter heute an mich:

Und genau das ist es, was die alten Kelten am 2. Februar mit dem Fest Imbolc gefeiert haben: Die Hoffnung und Vorfreude auf eine baldige Wiederkehr des Frühlings! Die Menschen begingen das Fest mit einer Reinigung von Haus und Hof, damit wurde symbolisch die Dunkelheit und Enge des Winters abgestreift.

Denn es ist der Moment, wo das erste feine Keimen im neuen Sonnenjahr beginnt…
Quelle: http://www.pascalegaudet.ch

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Schneeeeeeeee. So eine Freude.

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Ein Schneegewitter überraschte mich heut mittags.
Der Sturm kam waagerecht.
Heftigst!
Der Schirm war sinnlos.
Ich stemmte mich gegen die Naturgewalt.
Der Wind zerrte und schüttelte an mir.

Schwups veränderte sich die Landschaft.
Autos fuhren langsamer.
Die ersten Schneeraupen erledigten ihre Arbeit.
Menschen schlitterten über die Fußgängerüberwege.

Ich war fasziniert von diesem Naturschauspiel.

Vorhin dann am frühen Abend: Schneegewitter.
Ich befürchtete schon, dass gleich alles Mögliche durch die Luft wirbelte.
Die Sturmkraft zerrte an den Fahnenstangen.
Die Schneeflocken stoben. Weiterlesen

7 Jahre cinéglise: Das Gotteshaus wird zum Kinosaal.

Vor 8 Jahren sind wir nach Richterswil gezogen. Unser 9. Jahr beginnt am Zürichsee.

Zum 7. Mal findet in der ersten Januarwoche nach Silvester die Kinowoche in unserer reformierten Kirche statt. Die sogenannte Cinéglise-Woche. Das Gotteshaus wird zum Kinosaal. Ein bisschen ungemütlich und hart sind die Sitzbänke. Es liegen viele bunte Kissen im Altarraum, die man sich nehmen kann um einigermaßen gepolstert zu sitzen.

Der Pfarrer, der dieses Event organisiert meint scherzhaft während der Begrüßung: „Kommen Sie sonntags wieder, da haben Sie mehr Platz in unseren Kirchenbänken“.

Neben der Kirche ist ein Zelt aufgebaut. Es ist gemütlich dekoriert und geheizt und ALLE sind da. Es wird getrunken und gegessen: Raclette, Würstchen, Spaghetti, Vino, Bier und Alkoholfreies. Man sitzt eng beisammen und amüsiert sich. Ich finde es herrlich und gehe mindestens einmal während dieser Zeit „ins Kino“. Vor allem die Zeit Weiterlesen

Zwischen dem Nebelmeer und der Sonne

Kurz vorm Jahreswechsel noch einmal unterwegs gewesen
mit lieben Menschen aus Mexiko
wir haben ihnen „unser Zürich“ gezeigt.

In Richterswil schwimmen wir im Nebelmeer
das Gute daran: wir haben es gemütlich, lesen, räumen auf
gehen spazieren, tauchen ein und unter.
Wir sehen in einem Garten eine Steinskulptur:
eine junge Frau die im Pflanzenmeer schwimmt.

Heute nun endlich aus der Nebelsuppe raus!
Wo versteckt sich die Sonne?
Am See hängt nun mal oft der Grauschleier.
Wir fahren in die Höhe und finden das Licht, den blauen Himmel
und es sind ALLE da Weiterlesen

Mein Bücherregal eine Schatzgrube und ich eine Schatzsucherin?

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in Ravensburg geknipst

Mitten beim Bücher ausmisten entdeckte ich einen Artikel in der NZZ vom 10. Dezember. Also vor drei Tagen. Geschrieben von Alain Claude Sulzer.

Die Überschrift: „Hier sinkt nur noch Staub nieder. Darunter: Das Bücherregal könnte eine Schatzgrube sein. Aber es fehlt ihr ein neugieriger Schatzsucher“.

Ich hatte sicher gerade so an die 30 Bücher in eine große Tüte gepackt. Aus meinen Regalen herausgepickt und als „gelesen abgestempelt“ und nun als wertvoll genug befunden, um in ein öffentliches Bücherregal gestellt zu werden. In Frankfurt kenne ich die Ecken, wo sie stehen und auf neue Bücher warten. Auch im Kurpark von Bad Kreuznach steht solch ein öffentlicher Schrank oder am Bahnhof Rheinfelden an Gleis 3 und 4. 

Einige ausrangierte Bücher wollte ich in das Bücherregal unseres neuen Bio-Ladens in Richterswil stellen und packte sie vom Rucksack in eine Tüte. Und da stand ich nun in unserem Hausflur und hielt die Bücher in der Hand. Fast neu, wie ungelesen aussehend fühlte ich die Bücher in meiner Hand und las die Titel und dachte, kann mich gar nicht erinnern, dass ich diese Werke gelesen habe. Vier Bücher wählte ich aus und dachte: sollte ich doch noch mal lesen oder weiter schenken!

Von Barbara Honigmann: Chronik meiner Strasse. Der erste Satz im Buch: Wenn wir sagen, dass wir in der „Rue Edel“ wohnen antwortet man uns meistens, ach ja, da haben wir am Anfang auch gewohnt.

Ich kann gut weggeben oder aussortieren. Ich habe Bücher nie zweimal gelesen. So manche Exemplare hüten die Regale seit vielen Jahren. Aber ich würde sie gerne weitergeben. Eine Trilogiesammlung „Früherer Schriften“ von Antoine de Saint Exupéry oder von Schulz von Thun über „Miteinander reden 1-3“ stehen schon ewig bei mir. Und natürlich verstauben sie auch ein wenig, weil ich dann doch nie reinschaue.  Weiterlesen

Geige, Akkordeon, Kontrabass = Trio Noanca

Inzwischen hat Andreas meinen Blogpost entdeckt. Ein Foto von ihm zeigt das Trio während des Konzerts und den wunderschönen alten Teppich. Ich darf es hier veröffentlichen.

Wesentlich werden

Figurentheater 007.JPG Von Andreas geschickt, der meinen Post entdeckte. Mit seinem OK hier zu sehen.

Das erste Mal in Ravensburg im Figurentheater gesessen.
Wobei ich die Stadt ja ewig kenne.
Endlich mal Zeit für die Kunst!
Wird aber auch Zeit!

So gemütlich war es da!
Platz für vielleichtsechzig Menschen.
Alle so 55 plus.
Wir hörten einen Musikreigen aus der ganzen Welt.
Chansons aus Frankreich.
Folkloretänze aus Osteuropa.
Klezmer. Tango. Milonga.
Schottisches und Schwedisches.

Auf der Bühne stand ein offener alter Koffer.
Ein Garderobenständer an dem auch drei Strohhüte hingen.
Ein alter orientalischer Teppich war ausgelegt.

Darauf:
Trio Noanca: zwei Männer, eine Frau.
Gehörten auf den Teppich, sozusagen zum „Mobiliar“.
Noanca – das sind Norbert, Andreas und Carmen.
So natürlich und so authentisch = so sympathisch!

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