Über Petra Schuseil

"Als alte Frankfurterin" liegt mein Lebensmittelpunkt jetzt am Zürichsee. Ich reise gern, bin selbständig im Vorruhestand ;-) und schreibe vor allem im Wesentlichwerden-Blog. Wesentlich werden hat viele Facetten. Seit Ende 2014 blogge ich zusammen mit Annegret im Totenhemd-Blog.

Haare, Seele, Liebe

IMG_7578Gestern habe ich in Ravensburg Bianca kennengelernt in ihrem Sensaaya Hairspa. In unserem Gespräch fiel das Wort LIEBE.

*****

Neugierig war ich auf die Demeter-Produkte
I’m Hair„.
Migroorganismen.
Bio-Qualität.
Lebendigkeit.
Fein- und Grobstoffliches.
Natürlichkeit.

Das zu mir passende Shampoo und Haarpflegeprodukt habe ich „blind“ gezogen.IMG_7576
Passt! Zu-fall?!

Die Liebe.
Liebe ich meine Haare, liebe ich mich.
Liebe ich meine Liebsten.
Die Melodie des eigenen Lebens spüren und leben, so steht es im Prospekt. „Werde zu deiner Melodie“.

Zu mir stehen.

 

Unterwegs mit Laubgebläse und mehr

D882B25D-93E9-444F-B77C-FDAB49DC110CFrüher

als Laub noch zusammengeharkt wurde

schauten die Menschen freundlicher.

Und ich auch.

Ich halte mir die Ohren zu und entkomme

bis zur Eisbahn am Bahnhof.

Mich empfängt laute Tanzmusik.

Der Güterzug nach Deutschland donnert an mir vorbei.

Endlich kann ich in den Zug einsteigen.

mein Gegenüber telefoniert ….

wo sind meine Ohrstöpsel, die mir meine Freundin geschenkt hat?

…. aaaaah … gedämpfte Töne dringen an mein Ohr.

Ich wünsch euch ein ruhiges Wochenende.

Ich bin im Vor-ruhe-stand

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Foto: von Bianca auf Zypern fotografiert

Seit einiger Zeit antworte ich, wenn ich gefragt werde: „Und was tust Du so?“

Ich bin im Vorruhestand.

Yes!
Was heißt eigentlich „im Vorruhestand sein“?
Vor-Ruhe-Stand?
Ruhen?
Stehen?
Stillstand?
Vor der Rente.
Also, bei Google finde ich das.
Mein halbes Leben war ich fest angestellt.
Das andere halbe Leben selbständig.
Der Begriff Vorruhestand ist also für mich „sinnvoll anwendbar“.
Auch interessant, welch anderen Lesestoff ich entdecke:
Von „Schlupfloch“, bis „Fluch“ und „es lohnt sich“ schreiben FAZ, DIE ZEIT oder FOCUS.

Ich bin im Vorruhestand.
Ich arbeite nicht mehr.
Ich blogge nur noch und führe einen Haushalt.
Ich kann mich jetzt um das kümmern, was in meinem Leben zu kurz kam.
Seitdem ich 14 bin arbeite ich: Dienstleisterin durch und durch.
Der Gast war immer König.
Also pi mal Daumen 44 Jahre gearbeitet.

Mir als Selbständige den Vorruhestand leisten.
Ein Geschäft aufgeben.
Die letzten Rechnungen schreiben.
DIe Tür abschließen.
Domains still legen.

Sich aufs Wesentliche konzentrieren.
Was kam zu kurz?

„Noch einmal ist alles offen“, schreibt Coenen-Marx in ihrem Buch.
Oder auch: „Gott schickt nicht in Rente“.

Ich fühle mich wie ein Drachen im Wind über dem Meer.

Fragen zu „wesentlich werden“

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der Hotelhund der sich wie eine junge Katze fühlt und auf die Mauer sprang

Auf Zypern haben wir die kreative Schreibübung kennengelernt, Fragen mit Fragen zu „beantworten“. Ich hatte mir am letzten Tag Gedanken gemacht zu „wesentlich werden“.

Was ist wesentlich werden?
Was ist das überhaupt für ein Wort „wesentlich“?
Steckt da Wesen oder „wesent“ drin?
Und wenn Du Deinem Wesen nach wesentlich würdest?
Welches Wesen?
Was bin ich für ein Wesen?
Ich?
Das Wesen wird wesentlich?
Wesent?
Wesentlich leichter oder einfacher?
Hat jemand behauptet, dass es einfacher oder leichter geht?
Geht?
Was?
Wesentlich sein?
Kannst Du es?

🙂

Ankommen im Herbst #3

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Herbstlicher Zürichsee

Um 6.45 Uhr aufwachen ohne Wecker.
Den Mann noch einmal umarmen und die Wärme genießen.
Der Urlaub ist vorbei.
Kaffee kochen und Frühstück zubereiten.
Nun wieder selbst machen, das Frühstück und den Kaffee.
Den Businessalltag gemeinsam stemmen.
Mitgefangen. Mitgehangen.
Den Rücken stärken.
Arbeitsreiche Wochen liegen vor dem Jahreswechsel.

Ich will die Sonne und das Blau in mir behalten.
Fühle mich immer noch gestreichelt von Wind und Meer und Sonne.

Eine Stilblüte mit allen fünf Sinnen erfahren

2017_46-17_einsWas ist eigentlich eine Stilblüte? Ein lustig Ding ist das. Eine Äußerung bzw. Formulierung, die durch eine ungeschickte Wortwahl komisch wird. So wäre auch mir hier im Text beinahe eine Stilblüte passiert und ich dachte, es ist ganz schön schwierig eine zu formulieren. Nee, ist es nicht! 😉

Stilblüte ist jedenfalls ein schönes Wort, finde ich. Deshalb habe ich es nämlich für die etüden ausgewählt. Ich stellte mir vor meinem inneren Auge eine wunderschöne Blüte vor. Eine zarte, längliche Blüte mit Stil. Und die Blüte wäre sonnengelb.

Wenn eine „Stilblüte“ Musik wäre dann würde sie jedenfalls jodeln. Jodeln ob der Kuriosität der Formulierung. Der Blütenkelch würde zittern und vibrieren. Sie würde riechen wie eine Lilie. Samtweich wäre sie zwischen den Fingern.

Wäre Stilblüte ein Adjektiv dann wäre dies auf jeden Fall nicht „banal“. Alles andere aber nicht banal. Dann wäre es „komisch“ und „formvollendet“.

Ich erinnere mich an eine Künstlerin, die ganz besondere und „schöne“ Wörter als Kunstobjekte ausstellte, beispielsweise Kakerlake, Uhu oder Seifenblase. Auf Tafeln geschrieben und an die Wand gehängt.

Ich finde (nicht nur) diese 3 etüden-Wörter hätten gut an ihre Wand gepasst:

2017_46-17_zwei

Noch 7 Wochen bis zum neuen Jahr #1

Mitte November.
Bin ich (noch) im (Zeit)Plan?
Hatte ich einen Plan?
Hab ich mein Tempo?
Was habe ich geschafft und erreicht bis hierher?
Ist das wichtig zu wissen?
Wieviele Morgenseiten habe ich geschrieben?
Wieviele Notizbücher voll gekritzelt?
Was steht noch an?
Gedanken um Weihnachten nahen heran.
Einige in der Familie sind schon genervt.
Weihnachten ist aber ein anderes Thema.
Einige fragen schon: was machst Du Silvester?
Die doofste Frage die es gibt oder?

Noch sind die Sonne und das Blau in mir.
Meine Haut fühlt sich immer noch gestreichelt von Wind und Meer.

Alles ist ganz fern und doch:

noch 7 Wochen bis zum neuen Jahr.
Die Zeit läuft.
Von Sekunde zu Sekunde zu Sekunde.