Über Petra Schuseil

"Als alte Frankfurterin" liegt mein Lebensmittelpunkt jetzt am Zürichsee. Ich reise gern und schreibe vor allem im Wesentlichwerden-Blog. Wesentlich werden hat viele Facetten. Seit Ende 2014 blogge ich mit Annegret im Totenhemd-Blog. Und neuergings mit Bianca und Birgit im Pausenorte-Blog.

Naturkunstwerk #2

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Vor mich hinträumend

am Wegesrand hinterm Zaun

dieses GELB

wie mit Rost überzogen der Ast

zarte Blütenstengel halten sich wacker

sonnengelbes Farbenspiel im Januargrau.

das Herz springt

die Wangen werden rosig

Mit Sehnsucht an den Frühling denkend.

Bei uns gibt’s heut Hühnchen

IMG_7947Um genauer zu sein, gibt es bei mir heut Suppenhühnchen. Ich liege in diesem Winter zum zweiten Mal erkältet flach. Schnief. Schneuz. Scheibe.

Dennoch muss die gute Seele ja was essen. Etwas Nahrhaftes. Zum Päppeln. Also. Das Huhn von meinem Lieblingsbiobauernhof taute ich auf und schwimmt jetzt im Suppentopf. Ich musste ja doch mal nachschauen, welche Zutaten in den Topf dazugegeben werden. Gemüse war klar, klein geschnippelt, aber je nach Gusto kann man grüne Stengel wie Petersilie oder Thymian dazugeben, vor langer langer Zeit kochte ich mal mit meiner Freundin Annegret eine asiatische Hühnerbrühe mit Zitronengras, also Ingwer hab ich jetzt zum Beispiel drin und die Zwiebel wird mit der Schale hineingegeben für die goldige Farbe. Der Schaum, der sich bildet wird von Zeit zu Zeit abgeschöpft.

Will man zartes Fleisch kommt das Huhn in das kochende Wasser.
Will man eine kräftige Brühe, Weiterlesen

Ein Couplet: Die Stille

Ein Couplet ist gemäß Wikipedia „ein mehrstrophiges witzig-zweideutiges, politisches oder satirisches Lied/Strophengedicht mit markantem Refrain“. Solch ein Couplet war am 3. Januar im Anderen Adventskalender zu lesen. Wobei ich es nicht satirisch fand. Die letzte Strophe hab ich gestern im Totenhemd-Blog vorgestellt, weil sie zum Thema passt.

Ich möchte mich nicht streng an die Form halten sondern einen Versuch wagen und schreibe. Vielleicht gefällt es euch ja.

Die Stille

Wo bleiben die Tage?
Wo fliegen sie hin?
Es fühlt sich so an als wären schon wieder Wochen vergangen seit dem Jahreswechsel.
Sehnsucht nach Stille tut sich auf.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Die Stille – ein Wegweiser.
Wurde vorgestellt im heute journal.
Vorgestern.
Der Autor, Erling Kagge, war allein unterwegs zum Südpol.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Immer erreichbar sein?
Immer im Kontakt?
Wieviel Smartphone-Pause verschreibe ich mir in diesem Jahr?
Jeden Samstag? Oder jeden Sonntag?
Stille!
Stille aushalten.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

Wenn man vor lauter Stille nicht schlafen kann.
Das passiert in den Bergen. Oder am Nordpol oder Südpol.
Kein Motorenlärm, keine Flugzeuge am Himmel.
Still.
Du lauschst.
Und da ist NIX.
Bei sich ankommen.
Das dauert.
Und dann?
Da steckste jetzt. Ja fein!

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Rondell: Schreibreise Zypern 2018

IMG_7345Die zweite Schreibreise auf Zypern wird anders werden bei schönstem Wetter im Oktober 2018.
Wir lassen die inneren Leinen los und schreiben nach Lust und Laune.
Wir werden Alblernes und Verrücktes kreieren.

Die zweite Schreibreise auf Zypern wird anders werden bei schönstem Wetter im Oktober 2018.

Schon jetzt freue ich mich aufs Morgenseiten-schreiben und das entstehende Exzerpt.
Ganz nach Rüdiger: „Das Hotel ist spitze, tolles gesundes Essen, tolle Lage, unheimlich nette Menschen, Katzen ohne Ende und ein dicker Hund der auf alles aufpasst!“

Die zweite Schreibreise auf Zypern wird anders werden
bei schönstem Wetter im Oktober 2018.
Wir lassen die inneren Leinen los und schreiben nach Lust und Laune.

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Himmel, See und Nebelschwaden

Wenn im neuen Jahr Himmel und Wasser miteinander verschmelzen, dann liegt eine Stimmung in der Luft: unbegreiflich, wunderschön und mystisch.

Die Weihnachtstage liegen schon lang hinter uns und sind fast vergessen, wären da nicht die entsorgten Weihnachtsbäume vor den Häusern und an den Straßenecken. Ein Streifen Lametta weht im Wind.

Ins neue Jahr sind wir gut gelandet. Die heiligen drei Könige sind nun auch wieder auf dem Rückweg in ihren Alltag.
Und der „Andere Adventskalender“ ausgelesen.
Er hat uns in den letzten Wochen inspirierende Worte und Geschichten geschenkt.

So langsam tauchen wir also wieder in den Alltag, lassen die Mystik hinter uns, die Nebenschwaden haben sich verzogen. Himmel und See sind voneinander gelöst. Wir konditionieren und sortieren uns neu. Ab morgen geht wieder jeder seinen Weg, hinein in den Januar. Freut euch: die Tage werden länger und heller. Ich hab schon Weidenkätzchen gesichtet.

Ich wünsche einen schönen Sonntag.

Aufforderung zum Tanz | Weihnachts-/Neujahrsetüden

Christiane hat noch eine schöne Neujahrsetüde geschrieben, die ich hier jetzt rebloggen darf, denn ich werde jetzt keine mehr schreiben. Hab immer mal überlegt rund um die Wunderkerze, aber Christianes Geschichte ist so richtig schön, weil sie nämlich weiter unten den Tanzsprung wagt zu dem Tänzer Sergei Polunin, dem ich hier das erste Mal begegne (obwohl ich mir den Kinofilm „Dancer“ längst anschauen wollte). Ihr habt also das Vergnügen zu lesen, ein schönes Tanzvideo zu schauen und die Musik „Take me to church“ zu hören – und dann auch noch mehr darüber zu lesen und euch zu informieren. Yeah. Nehmt Euch Zeit!