Im Süden – Bilder eines guten Jahres. Von Lutz Prauser

Lutz hat mir sein neuestes Fotobuch geschenkt: Im Süden – Bilder eines guten Jahres. Ich hatte in seinem Blog darüber gelesen und wollte rebloggen von da. Nun reblogge ich vom Totenhemd-Blog, wo er regelmäßig als Autor mitschreibt.
Momentaufnahmen der Schönheit sehen wir in seinem Buch. Viel zu oft gehen wir an schönen Dingen vorbei ohne sie wirklich wahrzunehmen. Aber wenn wir mit allen Sinnen das Schöne in uns aufnehmen oder fotografieren, dann erfüllt uns das. Lutz ist das mit seinen Fotos sehr gelungen.

Totenhemd-Blog

Zugegeben – es fällt mir ein wenig schwer, Werbung in eigener Sache zu machen, ist diese doch zumeist gekoppelt mit viel Lob über sich selbst und Eigenlob hat bekanntlich einen etwas herben Geruch. Andererseits gehört Trommeln nun mal zum Geschäft, und wer viel Geld in ein (semi)professionelles und kommerzielles Projekt steckt, möchte natürlich am Ende des Tages nicht auf allen Kosten sitzen bleiben. Darum erlaube ich mir mit Petras Zustimmung ein wenig Werbung in eigener Sache.
Nicht für mich, aber für mein jüngstes Projekt: Das Buch Im Süden – Bilder eines guten Jahres.

Stammleser*innen wissen, dass ich oft und gerne mit der Kamera unterwegs bin, gern und viel fotografiere, das eine oder andere vorzeigbare Bild sammelt sich so auf meiner Festplatte. Eigentlich zu schade, um es dort als Datei sein Dasein fristen zu lassen und hochmotiviert durch Reaktionen in den sozialen Medien auf diverse Fotos ist daraus die Idee entstanden…

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Der Versuch: See u in another life

Christiane hat zu ihrer letzten abc.etüde vor der Sommerpause eingeladen mit Wörtern gespendet von onlybatscanhang.

„See u in another life“, verabschiedete sich Harald von Juliane, die am Hafenquai zurückblieb. Er stieg die Steinstufen hinunter ins Wasser. Der 72-jährige trug seine blau gepunktete Badehose und kraulte Richtung offenes Meer. Es war stürmisch und ungemütlich draußen. Das Meer hatte etwa 14 Grad. Sie dachte wehmütig an ihren gestrigen Abend im Hotel bei „duck breast“ als Vorspeise und „catch of the day“ als Hauptgang. Der Seeteufel war auf den Punkt gegart, dazu wurden Brokkoli und Kartoffeln serviert. Harald hatte ihr gesagt, es würde ihr letzter Abend und Liebesnacht werden.

Er wolle nicht mehr leben, sagte er ernst. Er würde einfach aufs offene Meer hinaus schwimmen. „Juliane, der Lungenarzt gibt mir ein halbes Jahr. Ich will nicht leiden, auch wenn ich in den letzten Wochen gut betreut würde. Ich habe Angst. Außerdem glaube ich an die Wiedergeburt. Ich werde bei Gott antanzen und ihm über mein bewegtes Leben erzählen. Wenn ich Glück habe, komme ich in den Himmel als Koch. Ich werde dir dann ein Zeichen senden“.

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Fotoeindrücke aus Cornwall

Ich war während der ersten heißen Hitzetage vorletztes Wochenende in Cornwall und hab gefroren. Es war luftig-frisch und regnerisch. Während der letzten Woche wurde das Wetter dann immer schöner und wärmer.

Von der Schreib- und Genussreise mit Peter Ackermann bin ich zurück, organisiert von Baumeler Reisen. Es war eine bunte Woche mit Ausflügen, schönem Essen, Schreibeinheiten, englischer tea time mit scones, einer Küstenwanderung und auch freier Zeit.

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Short storys schreiben in Cornwall. Heute am 18. Juni gehts los

Peter Ackermann wird die Schreibreise in Cornwall, nämlich ganz konkret in Lizard Point, leiten. Unser Thema: Kurzgeschichten schreiben. Es kam ein Umschlag mit Fragen zu meinen Erwartungen und was ich gerne schreibe oder lese. Der Text auf dem Umschlag groß geschrieben, „Schliesse die Augen …“ klingt doch schon mal sehr vielversprechend.

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Die Bewerbung

Schreibeinladung abc.etüden

Christiane hat zur nächsten Schreibrunde eingeladen und wieder schöne Fotoentwürfe entwickelt. Bei Yachtclub musste ich natürlich gleich an die schönen Segelschiffe hier auf dem Zürichsee denken. Los gehts. *****

Dieser Schwimmring um den Bauch und die Hüften. Sie drehte sich in ihrem hellgelb eingerichteten Schlafzimmer vor ihrem ovalen Spiegel hin und her und gefiel sich gar nicht. Aber ihr Freund liebte ihre weichen Zonen. Er braucht was zum Anfassen, schäkert er. „Und deine Haut ist so schön weich und zart, Liebling“. Sie seufzte. Es half kein Liebesgeflüster, das sie umstimmen könnte.

Sie tippte die Nummer ihrer Freundin ins Smartphone: „Sag mal, was heißt noch mal besenrein genau?“. Ihre Freundin wusste immer alles ganz genau und diese antwortete prompt: „Susi, wie das Wort schon vorgibt, einmal die Wohnung ausfegen und danach den Schlüssel übergeben“. Zur Sicherheit las sie ihrer Freundin dann noch den Gesetzestext vor.

Susi hörte gar nicht mehr richtig zu. Ihr Blick heftete sich auf eine Anzeige in der Tageszeitung. „Suche freundliche Mitarbeiterin für die kommende Sommersaison am Zürichsee für unseren Yachtclub. Wir veranstalten regelmäßig Regatten, diese müssen perfekt organisiert werden. Wenn Sie den Kontakt zu anspruchsvollen Menschen lieben, dann sind Sie bei uns richtig. In Gedanken formulierte sie schon ihre Bewerbung und sie war überzeugt: „Da werde ich täglich schwimmen gehen und am See joggen. Endlich mal raus und die ganzen Familienverpflichtungen abspecken. Sie hatte grad die Nase voll von ihren alten Eltern, die immer nur übers Leben jammerten.

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Ein unerwarteter Vormittag auf der Au in Wädenswil

Als ich mit meinem eBike los fuhr, realisierte ich, dass die Batterie gar keinen Kontakt hatte. Sie zeigte nicht an wie schnell ich unterwegs war und das Bike zog auch nicht richtig an beim Fahren. Ich strampelte mir ganz schön einen ab bis mir die Beine weich wurden. Ich wischte über die Kontakte der Batterie, schob sie wieder auf die Halterung und nun zischte ich los mit eBike-Kraft.

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Felix und der Knall. Teil 2

die Fensterfassadee über alle Stockwerke

Felix erschrak und hörte auf, in die Schreibmaschine einzuhämmern. Der Knall war schrill und laut. Kurz nur und verpuffte ins Nichts. Draußen hörte er eine Frauenstimme schimpfen: „Oh nein, nicht schon wieder!“ Felix rannte die Treppen runter und erkannte durch die große Fensterfassade draußen auf der Straße vor ihrem Auto stehend: Anni Albers. Für einen kurzen Moment stolperte sein Herz. Felix strich seinen Scheitel zur Seite und sein Hemd glatt. Er zog seine Hosenträger hoch und schluckte seine Nervösität hinunter. Im schnittigen Ton fragte er: „Frau Albers, was ist passiert? Kann ich Ihnen helfen?“ „Das hintere Rad, schauen Sie nur Herr Hartmann, es ist wohl ein Nagel drin. Der Reifen ist einfach zerplatzt!“ „Kein Problem, Frau Albers, ich werde das Reserverad aufziehen. Nehmen Sie eine Zigarette, bitteschön“. Er zückte sein silbernes Etui und reichte ihr die Zigaretten, gab ihr Feuer und hantierte flink am Reserverad. „Felix, Sie sind meine Rettung. Ich habe ein wichtiges Gespräch genau um zwölf mit den Meistern der Bauhausschule. Ich will ihnen nämlich die neu entworfenen Vorhangmuster meiner Webereiklasse vorstellen. Ich bin schon ganz aufgeregt“.

Anni Albers staunte mit großen Augen wie talentiert Felix mit dem Wagenheber hantierte, das kaputte Rad löste und danach das Ersatzrad aufzog. So ein netter Kerl in ihrer Frauenklasse, überlegte sie rauchend, es würde wie in einem Bienenstock summen und die Lernbereitschaft wäre vorbei. Er könnte aber sicher kleinere Defekte an den Webstühlen reparieren … sinnierte sie weiter und schenkte ihm ein vielsagendes Lächeln.

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Ein Dada-Text zum Bauhaus

Ein Resultat des Schreib-Workshops ist ein Dada-Text zum Bauhaus.

Angetan hat mir – ein Zufall – Anni Albers! Sie war die Nachfolgerin der ersten und einzigen Meisterin Gunta Stölzl. Anni Albers hat in der Weberei mit ihren Studentinnen neue Stoffe entwickelt. Sie war für die Weberei verantwortlich, in der Vorhänge, Teppiche, Tischdecken, Handtücher oder Schals gewoben wurden. Neue Muster wurden entwickelt, Farben gemischt und Stoffe gefärbt. Unsere Aufgabe war es, ein visuelles Gedicht/Text zu schreiben. Ich habe eines der Muster genommen und es für einen visuellen Text genutzt.

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