Edward Hopper in Basel

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kurz vor 15 Uhr Ansturm auf die Kasse

Gestern war ich in Basel. Mein Ziel die Edward Hopper Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen. Schon in Frankfurt habe ich die Plakate an der Litfasssäule vor der Oper Frankfurt entdeckt. Ich dachte: mein Ticket hab ich schon, freue mich drauf die Ausstellung zu sehen. Mich hat aber auch sehr der Film von Wim Wenders interessiert, der den Hopper-Bildern Leben einhaucht.

Es ist immer eine „kleine Weltreise“ vom Bahnhof Basel wenn man mit der Tram durch das schöne Basel fährt um nach Riehen zu kommen. Man ist dann fast schon in Deutschland.

Lange Schlange vor der Kasse so kurz vor drei. Die Führung beginnt gleich. Ich hatte Tickets auch für die Führung organisiert und bin an den Wartenden vorbei geschlendert. Die offene Garderobe hing voll mit Mänteln und Schirmen.

Ich habe eine sensationell gute Führung erlebt. Unsere Begleiterin erzählte kurzweilig und flüssig. Ich hätte ihr noch stundenlang weiter zuhören können. Großartig!

Mich beeindruckte, dass Hopper ein sehr wortkarger Mensch war, kaum über seine Werke gesprochen hat oder sie erklärte. Er hat Goethe im Original gelesen, sagt Wenders. „Was braucht es Worte wenn man sich im Malen ausdrücken kann“. So ähnlich soll sich der Künstler ausgedrückt haben. Dafür soll seine Frau alles aufgeschrieben haben und hat Notizen zu seinen Werken gemacht.

Das Faszinierende seiner Werke: das Sonnenlicht, das er malte und die Schatten, die Präzision aus der Ferne und die Ungenauigkeit in der Nähe zu sehen. Für Wim Wenders war das Licht das Besondere und die Herausforderung zugleich.

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Den Film von Wim Wenders haben wir mit 3D-Brille geschaut.

Für das sehr sehens- und hörenswerte Interview mit Wim Wenders zu seinem Film braucht Ihr etwas Zeit … sehr interessant wie er auf die Suche geht nach der perfekten Landschaft, dem Sonnenlicht und wo die 3 Zapfsäulen herkommen.

Den wunderschönen Park mit dem kleinen Teich habe ich aus den Ausstellungsräumen heraus fotografiert.

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Die Dame, die uns durch die Ausstellung führte erklärte, dass sie jedes Mal wieder ein neues Details in den Bildern entdeckt. Vielleicht sollte ich noch einmal gehen … an einem Montag? Dann ist es wohl nicht ganz so voll wie an den anderen Wochentagen. Wenn sie mit Kindern durch die Ausstellung geht und fragt, was sie sehen, dann hört sie oft lustig-interessante Antworten, die noch einmal die Perspektive des Gesehenen verändern. Beispielsweise auf dem Werk „Die Schmuggler“. Man sieht 3 Männer in einem Schiff, die nach unten schauen. „Wo gucken die Männer hin“? Auf ihre Smartphones, meinten die Kids ;-).

Das berühmteste Werk Hoppers „Nighthawks“ ist übrigens in Basel nicht zu sehen, weil es von den Landschaftsbildern, die der Fokus dieser Ausstellung in Basel ist, ablenken würde. Hier habe ich einen interessanten Artikel zu Nighthawks entdeckt.

Ein Beitrag über die Ausstellung ist bei SWR zu sehen.

Das Buch mit den Notizen als Reprint entstand 2013

Ich habe auch dieses Buch gefunden: A journal of his work ….

2 Gedanken zu „Edward Hopper in Basel

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