Schreibend Erinnerungen auftauchen lassen nach Doris Dörrie: Congee. China.

leben-schreiben-atmen-9783257070699Nach dem letzten Schreibworkshop auf Zypern habe ich mir das Buch von Doris Dörrie gekauft, um mich von ihr inspirieren zu lassen fürs Schreiben. Immer dann, wenn eine Schreibblockade nach mir greift, will ich reingucken und loslegen können. Dorries Dörrie meint in einem Interview im Das Magazin über ihr Buch: Sich immer wieder erinnern an das, was war im eigenen Leben ist eine Praxis, die geübt werden kann. „Das heisst: sich präzise zu erinnern“, darum geht es der Autorin.

Wow, denke ich, mein ganzes bisheriges Leben liegt vor mir, um schreibend entdeckt zu werden. Jedes Detail ist interessant. Alles, was ich erlebt habe, ist wert beachtet zu werden und darüber zu schreiben.

Doris Dörrie schreibt inspirierend, stellt Fragen und schreibt über sich. Und zwar von Kapitel zu Kapitel zu verschiedenen „Aufhängern“ = Themen wie Haut, Einkaufen oder Blumen. Ich habe das Buch blind aufgeschlagen und mich überraschen zu lassen. Und es gibt ja keine Zufälle wie wir wissen: Das Kapitel, das vor mir liegt heißt China. DD erzählt uns, dass sie 40 Jahre lang in Chinatown Congee gegessen hat.

Schon mal von Congee gehört? Congee ist eine warme Reissuppe, die die Chinesen morgens zum Frühstück essen. Nicht wirklich Suppe, nicht wirklich Brei, aber eine sehr lang gekochte Reispampe trifft es am ehesten. Die Flüssigkeit ist genauso weiß wie der Reis. Und schmeckt erstmal nach nix außer man würzt mit Salz und anderen Zutaten. Und hier werden die Chinesen gern kreativ. Meine erste Erfahrung während einer unserer Reisen nach China war, dass ich eine Schüssel Congee vor mir hatte mit einem Mix aus Frühlingszwiebeln und Tintenfisch oben drauf. Darauf hatte ich wahrlich keine Lust. Ich habe einen Löffel voll gekostet und liess den Rest des Breis dann stehen.

Congee ist gewöhnungsbedürftig. Füllt den Magen. Tut dem Magen morgens gut. Da die Chinesen ja alle Geschmacksrichtungen wie süß, salzig oder bitter sowie kalt und warm über den Tag verteilt zu sich nehmen, ist der Start mit einer warmen Suppe ideal.

Meine Freundin bereitet Congee wie folgt zu: den Reis 24 Stunden einweichen und waschen, dann aufkochen lassen mit der siebenfachen Menge an Wasser und dann zwei Stunden leise köcheln/quellen lassen. Dann nach Geschmack essen: süß oder pikant, zum Beispiel mit einem selbst zubereiteten Kompott.

Ich habe seit China Congee gemieden. Werde aber einen Versuch wagen und alternativ einen warmen Hirsebrei zuzubereiten.

Hier bei Wikipedia gibt es Infos zu Congee.

Schon mal probiert?

Hier geht es zu Doris Dörries Buch erschienen im Diogenes Verlag.

 

Ein Gedanke zu „Schreibend Erinnerungen auftauchen lassen nach Doris Dörrie: Congee. China.

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