Tage wie diese. Grelle Sonne. Schnee. Nebel.

Regelmäßig donnerstags will ich über „einen Tag wie diesen“ schreiben. Es wird auch mal Freitag werden, so wie heute, wenn ich donnerstags keine Zeit hatte mich an den Laptop zu setzen. Gestern hätte ich also „gestern“ gesagt … weil sich beide Tage unterschiedlicher nicht hätten zeigen können. (Vorgestern also) morgens um 7.45 Uhr saß ich schon im Zug um mit meiner Freundin in die Berge zu fahren – in die Sonne, den Schnee und den blauen Himmel. Ich war im Wintergebiet Melchsee-Frutt. Das erste Mal. Meine Anreise dauerte zwei Stunden über Luzern nach Stans.

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Was ein herrlicher Tag! Diese Energie hier oben ist unglaublich! Meine Freundin und ich haben den Tag sehr genossen. Über zehn Kilometer sind wir einen Winterwanderweg gestapft. Das war ganz schön anstrengend. Der Schnee war weich. Ich dachte öfters: „Jetzt wirst du alt“. Ich war ganz schön aus der Puste! Wir waren nicht allein hier oben. Wir trafen auf andere Spaziergänger, Schneeschuhwanderer, Langläufer, Ski- und Schlittenfahrer. An einem zugefrorenen verschneiten See sah ich von weitem Menschen wie Marionetten still stehen. Stillleben im Schnee, dachte ich. Was machen die da? Es waren Eisfischer. Hier gibt es Infos zum Eisfischen in der Schweiz.

Was soll ich sagen: ich kam aus dem Nebel in die sonnige Bergwelt und fuhr zurück in die verschleierte graue Landschaft. Vollgetankt mit Sonne und Licht. Diese krassen Unterschiede in der Natur lassen mich immer wieder staunen.

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Gestern dann am Donnerstag, habe ich mir zwei Stunden Wellness gegönnt. Davor erledigte ich ganz fix den Haushalt. Ich wollte vor allem in diesem schönen Pool meine Runden schwimmen, meiner Muskeln entspannen … und blickte in die graue Nebelsuppe. Ich fühlte mich geborgen im warmen Wasser. Ich hörte die Stille, sah vereiste Röschen vor dem Pool, roch das leicht gechlorte Wasser. Ich war allein. Was ein Idyll.

IMG_3544Dieses Naturschauspiel an einem Baumstumpf knipste ich vorhin während ich mit Winston, dem Labrador unterwegs war. Wunderschön diese Farbwellen, wie sie sich verbinden und ineinander übergehen.

An einem Tag wie diesem habe ich mir eben Bücher in der Gemeindebücherei ausgeliehen. Ich fing an zu lesen in Carson McCullers „Die Ballade vom traurigen Café“. „Die Stadt selbst ist trostlos; da ist nicht viel außer der Baumwollspinnerei, den zweirädrigen Hütten für die Arbeiter, ein paar Pfirsichbäumen, einer Kirche mit zwei bunten Glasfenstern und einer schäbigen Hauptstraße von knapp hundert Metern Länge. … Die Winter sind hier kurz und streng, die Sommer blendend grell und von einer Gluthitze.“

die-ballade-vom-traurigen-cafe-9783257201420Über die Autorin Carson McCuller

Infos zum Buch: Die Ballade vom traurigen Café. Diogenes Verlag.

Euch ein schönes Wochenende.

2 Gedanken zu „Tage wie diese. Grelle Sonne. Schnee. Nebel.

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