WhatsApp? Ich gehe raus.

WhatsApp.
What’s up?
Ich mache mit. Na klar.
Jetzt will ich hier raus.
Was mach ich also draus?
Hat ne Weile gedauert
bis ich merkte ich bin ausgepowert.
Mist, es piept und tönt
ich muss schnell lesen
und im zwei-Finger-Modus
Antworten klöppeln.
Natürlich sofort.

Schreiben, lesen,
lesen, schreiben.
Erstmal Ton aus.
Was war gewesen?
Was wird sein?
Nein heut geht es nicht
ich muss erst genesen
von meinem Kopfschmerz
das ist kein Scherz.

Klitzekleine Buchstaben
tanzen vor meinen Augen
und ich kann es nicht glauben
was alles geschrieben steht.
Schönes und Liebes
Saures und Frustrierendes
manchmal studiere ich
und freue mich
manchmal staune ich
und sehe kein Licht.
Frage mich, hat das Gewicht?
Ich schreibe lieber ein Gedicht.

Ich mache mit.
Na klar.
Und will hier jetzt raus.
Keine Lust auf Datenklau und Algorithmen.

Piep. Piep.
Da blick ich ja nicht mehr durch.
Was für ein Durcheinander
Infos hier und dort
und ich dreh durch.

Kommunikation.
Frustration.
Illusion.
Ich habe eine Vision
und rufe in Zukunft an.

Neben WhatsApp also
informieren und telefonieren
mailen und simsen und
ein wenig sinnieren.

Wer wird mich vermissen?
Mit wem hab ich es verschissen?
Ich halt mich an die, die mir
freundlich gesonnen sind .

Spontane Gespräche
sind wahrscheinlich
genauso erfreulich wie
spontane Einkäufe
nur umsonst
aber unbezahlbar!

What’s up?
Wie geht es Dir?

10 Gedanken zu „WhatsApp? Ich gehe raus.

  1. So ganz nutzlos ist What’sApp ja nicht, aus meiner Sicht. Man muss sich halt nur selbst schützen, indem man seinen Kontakten klar macht, was man akzeptiert und was nicht, damit man nicht zugemüllt wird. Auch das Abschalten der blauen Häkchen hilft, den Druck wegzunehmen, man müsse sofort nach dem Empfang/Lesen antworten. So sieht der Sender nur, dass die Nachricht im Server zugestellt ist, aber nicht, ob und wann man das gelesen hat.
    Aber es gibt sicherlich noch weitere Tricks.

    Gefällt 4 Personen

    • Hallo Werner, danke fürs Vorbeischauen und Kommentieren, was ich sehr wertschätze. Ja klar ist das möglich. Hab ich auch gemacht, man ist ja immer seine eigene Herrin übers Geschehen.

      Es gibt andere KommunikationsApps die sicherer sind: Telegram und Threema … ich werde wirklich versuchen mehr zu telefonieren oder per Video-Chat zu kommunizieren. Diese Schreiberei … (geht mir auf den Keks ;-)).

      Schönes Wochenende. Petra

      Gefällt 1 Person

    • meine Schwester meinte heut zu mir, ich bekäme nix mehr mit, was in der Familiengruppe läuft … sie hat Fotos gepostet … eine andere Freundin meinte das auch … ich muss sagen, es fehlt mir nicht, ständig informiert zu werden. Wer mir etwas zeigen/sagen/schreiben/ein Foto schicken mag, kann es eben per Mail oder iMessage oder eben Threema, was sicherer ist.

      Gefällt 1 Person

      • Liebe Petra, da sind wir vollkommen einig; ich denke genauso darüber wie du! Und sage ich es auch meiner Schwester immer wieder, die, genauso wie deine, immer damit kommt, dass ich vom ganzen Familiengeschehen nichts mehr mitbekäme und dass sie mir dann am telefon alles noch einmal erzählen muss.

        Aber ich frage dich: ist es nicht traurig, dass man sich heutzutage fast nicht mal mehr die Zeit für einen Anruf nimmt, wo man wenigstens die Stimme eines Menschen hören kann, den man mag und nicht täglich sehen kann, weil man eben anderswo lebt?

        Ich finde es traurig, wie weit uns die Soz. Medien schon gebracht haben, dabei war doch immer ihre Devise, Menschen noch stärker miteinander zu verbinden…?? Ich sehe eher nur, dass sie sich voneinander entfernen, insbesondere wenn sie sich nicht dem Mainstream unterwerfen möchten und noch Wert auf das Persönliche legen. Auf face-to-face oder auf die Stimme, an der man meist erkennen kann, ob es einem gut geht oder nicht. Weil am Display des Handys sieht man das alles nicht.

        Und dann die Zeit, die da draufgeht – du hast es ja so treffend in deinen Zeilen beschrieben. Alles andere leidet darunter; irgendwann merkt man, dass man für Dinge, die man so gerne tut, z.B. schreiben, Bücher lesen, ja, auch bloggen, eigentlich keine Zeit mehr übrigbleibt. Ist es das wert, fragt man sich dann zurecht. Bringt es einen weiter oder wird man eh vergessen, wenn man sich drei Tage lang nichts mehr von sich hören lässt?

        Es ist ja alles so vergänglich, die Zeit scheint immer schneller zu laufen, man fühlt sich ständig überholt und denkt, dass 24 Stunden am Tag fast schon zu wenig sind, um alles, was man möchte, zu schaffen.
        Aber es sollte jeder für sich selbst entscheiden was er mag oder nicht. Das muss man akzeptieren; leben und leben lassen.

        Liebe Grüße an dich
        Sella

        Gefällt 2 Personen

      • ich verstehe dich gut, liebe Bella. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch, dass WhatsApp nicht sicher und mit Facebook verbunden ist. Ich möchte einfach ein Signal setzen, dass ich dagegen bin dass nicht nur meine Daten gelesen werden sondern auch die meiner Kontakte und wie wir kommunizieren undsofort.

        Ich habe begonnen mit meinen Liebsten zu telefonieren oder via Video-Chat zu klönen. Dieses Kommunikationsgeschreibe versuche ich zu vermeiden.
        Schönen Abend.
        LG. Petra

        Gefällt 1 Person

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