Kuhglocken, Murmeltiere, Himmelwirt

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Wir hatten es nicht weit nach Nenzing im Vorarlberg.
Von dort startete der Bus zum Himmelwirt.
An einer tiefen Schlucht vorbei schlängelte sich die schmale Straße kurvenreich in die Höhe.

„Himmel“ so heißt ein Ort bei Nenzing.
„Heimat“ heißt ein anderer Ort.

Wir fühlten uns dem Himmel nah, weit ab vom Alltag und dem Verkehr. Autos sind hier oben mit wenigen Ausnahmen nicht erlaubt.

Während unserer Wanderung hörten wir die Murmeltiere schrill pfeifen.
Wir konnten sie auch sehen, sogar die Jungtiere trauten sich raus.
Die Alten pfiffen wahrscheinlich: „Vorsicht, die Touristen kommen“.
Ein Hund entwickelte seinen Jagdinstinkt und rannte drauf los.

Was gibt es Schöneres als in der Bergwelt am Sonntagmorgen aufzuwachen.
Draußen zieht die Kuhherde mit bimmelnden Glöckchen auf die Weide.
Ein Pflanzenkenner erklärt den Interessierten die wunderschönen Alpenblumen.

IMG_1663Ich spüre den Wind an meiner Haut
rieche die würzige Bergluft
höre den tosenden Bach.

An der Reception lese ich:
We don’t have WiFi.
Talk to each other.

Ich schreibe: Flügel haben wir keine, ich lasse mich ein, himmelsnah, Schlüsselloch, himmlische Zeit.

Nach zwei Tagen hab ich lahme Beine, ein frohes Herz, einen klaren Geist … fahren wir wieder heim.

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