…. mit dem Rollator direkt in die Pflege „spaziert“

Da rollt meine Mutter mit dem Rollator von der REHA direkt in die Kurzzeitpflege.
Ob das „Wohnen plus“ klappt? Welcher Pflegegrad wird festgestellt?
Mit dem Rollator spazieren gehen aber kognitiv geschwächt sein. Mist!

Meine Mutter jubiliert nicht! „Was eine Scheiße“, spricht der langjährige Hausarzt ihr aus der Seele.

Der Boden ist ihr unter den Füßen genommen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Trotz Schlaganfall können viele Ressourcen mobilisiert werden.
Mobile REHA ist möglich. In Bewegung bleiben.

Heute habe ich verschiedenste Behördengänge erledigt.
Was ein Lebensumbruch und ich an ihrer Seite! Ich denke „Gott sei Dank“.

Der frühe Morgenspaziergang auf Kreuznachs Roseninsel tat gut und war erfrischend.
Ein Eisvogelpärchen beobachtet. Es leuchtete hell-türkis in der Morgensonne an der anderen Uferseite.

Mutters neues Leben organisieren. Organisieren ist leicht.
Die Ohnmacht und Ausweglosigkeit erkennen fällt schwer.

Meine Freundin schreibt mir aus der Provence: „Zirpen. Flimmern. Tippen. Zischen“.

Ich lese: „Kaum ziehen wir durch grüne Au
Zum Picknick unter Fliedern“ (aus einem Gedicht von Thomas Gsella „Die Zecke“).

Bald bin ich mit meinem Liebsten beim Himmelwirt.
Darauf freue ich mich und werde berichten.
Vielleicht gibt es eine Himmelsleiter oder ein Himmelbett?

Ich lächle und wünsche meiner Mutter genau das:
eine Himmelsleiter und ein Himmelbett.

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