Wesentlich sein: Mal was ganz anders machen als sonst?

So könnte ich einem Außerirdischen erklären, was es bedeutet „wesentlich zu werden“: mal was ganz anders machen als sonst. Und eigentlich wollte ich ja schreiben, was man dann NICHT macht (siehe vorherigen Artikel: Was wäre wenn … ). Aber das ist echt schwierig. Mal sehen, ob mir die Umkehrlektion später gelingt, aber jetzt will ich erstmal schreiben, was ich gerade konkret Wesentliches tue.

Okay. Ich gebe zu. Ich genieße gerade sehr meine Sommerwochen hier am See. Ich habe mir ganz bewusst KEINE Reisezeit in den Kalender gesetzt. Es kehrt Ruhe ein. Übrigens: das ist wesentlich werden, stelle ich gerade beim Lesen fest.

Also: Heute morgen habe ich entgegen aller bisherigen Morgen das Online-Radio eingeschaltet und mich von HR2 unterhalten lassen. Schon allein das hat gut getan! Unterschiedlichste Musik habe ich gehört, kleine Reportagen und Unterhaltungen. In den Nachrichten kamen die Nachrichten aus Hessen in mein Ohr.

Da mein Zugticket nach Zürich noch bis 14.45 Uhr gilt dachte ich mir bei dem Regenwetter könnte ich doch ENDLICH mal ins Kunsthaus Zürich gehen. Den Vormittag und das Zugticket nutzen. Das Kunsthaus öffnet um 11 Uhr seine Türen und für die Dauerausstellung musste ich heute nichtmal Eintritt bezahlen. Ich war nicht die Erste, hinter mir bildete sich schnell eine lange Schlange.

hodler_tag_b_bc960d8753Ich machte mich schlau, was wo ausgestellt ist und habe mich in die Räume der Schweizer Maler begeben. Ferdinand Hodler lernte ich, ist ein berühmter Künstler seiner Zeit gewesen. Einige seiner Werke habe ich mir über das Audiogerät erklären lassen.

Nach der Ausstellung wollte ich eigentlich im Café des Kunsthauses mit meinem Laptop sitzen und schreiben. Jetzt sitze ich also im „kunsthausrestaurant“ und lasse mir gleich etwas Asiatisches kochen und haue mal schnell in die Tasten. Dies ist wirklich das erste Mal: dass ich an einem ganz fremden Ort schreibe. Ich wollte ausprobieren, ob das inspirierend ist. Auf jeden flutscht es in die Tasten.

Ich war sogar ganz brav 😉 und habe gefragt, ob ich meinen Laptop aufmachen darf um darin zu schreiben. „Ja klar“ war die Antwort. Ich bin deshalb so schüchtern, weil um mich herum sitzen sehr viele Menschen an weiß gedeckten Tischen, ich an einem ungedeckten. Also darf ich hier meinen Laptop ruhig nutzen und in ihn hineinklimpern. Der nette Ober hat mich sogar gefragt, ob ich Internet mag.

Yessss.

Mein Essen kommt. En guete Euch auch.

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