Freitags ein dyadisches Zwiegespräch. So geht’s.

Dyade ist ein altgriechisches Wort und bedeutet: Zweiheit.

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Kunst oberhalb vom Zürichsee

Das dyadische Zwiegespräch hat eine Form, die den Raum für das Gespräch öffnet. Normalerweise reagieren wir aufeinander wenn wir miteinander sprechen. Diese Form des Zwiegesprächs unterbricht das uns bekannte „aufeinander Reagieren“. Der übliche Ablauf im Sinne von „der eine sagt was und der andere antwortet darauf, kommentiert oder bewertet“ wird abgelöst durch aufmerksames Zuhören. So kennen wir es ja schon vom Paar- oder Zwiegespräch, dass nur einer spricht und der andere zuhört.

Das dyadische Zwiegespräch unterscheidet sich insofern, dass ich meinem Gesprächspartner eine Frage stelle. Meistens fängt sie an mit: „Sag mir  …. „.

Zunächst wird die Frage gestellt. Beispielsweise: „Sag mir, was tust du um wesentlich zu werden?“ Derjenige der zuhört, lässt dem Sprechenden Raum und Zeit und erwidert lediglich: DANKE. Es kann mehrmals die gleiche Frage gestellt werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Antworten ergänzen und immer mehr vertiefen.

Immer wieder sagt der Zuhörende „DANKE“, wenn eine Antwortphase abgeschlossen ist.

Dann wird gewechselt. Derjenige, der gefragt hat wird nun gefragt. Es wird die gleiche Frage gestellt, die nun beantwortet wird. Der Zuhörer/die Zuhörerin bedankt sich jeweils.

Ziel dieses strukturierten Vorgehens ist es, im Gespräch zu ganz bestimmten Themen die Tiefe auszuloten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mir immer klarer wurde. Ich realisierte, was mir wichtig ist, was mich bewegt, was ich will und nicht will.

So gehst du vor:

Nimm Dir/nehmt Euch Zeit und stellt eure Handys lautlos. Am besten die nächste Stunde

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in Hongkong fotografiert

keine Störung zulassen. Setzt euch gegenüber. Und dann geht es los. Der eine stellt die Frage: „Sag mir …“ und der andere antwortet spontan. Der Zuhörer hör nur zu! und bedankt sich mit DANKE. Wenn alles gesagt ist, werden die Rollen getauscht. 3 bis 5 Mal kann kann die Frage wiederholt werden (auch öfters falls notwendig).

Man kann dies mit nur einer Frage oder mehreren Fragen zum gleichen Thema machen.

Ich werde euch immer wieder freitags Fragen stellen, die Ihr zuhause ausprobieren könnt mit Partnerin, Ehegatten oder der besten Freundin. Oder Ihr antwortet hier im Kommentar … und ich werde nur „DANKE“ schreiben ;-).

Alles klar?

  • Sag mir, was bedeutet für Dich wesentlich werden?
  • Sag mir eine Situation aus deinem Leben, in der du „wesentlich werden“ ausprobiert hast.
  • Sag mir, was ist die Wirkung von „wesentlich werden“?

Gelernt habe ich diese Form des Gesprächs bei Wolfgang Steger von Future.

Inspiriert zu dieser Freitags-Dyade hat mich Beatrice Sigrist anlässlich ihres 10-jährigen Coachingjubiläums.

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