Noch einmal die Kriegsenkel – heute in der Schweiz

indexDie Therapeutin und Autorin Ingrid Meyer-Legrand war heute bei SRF zu hören. Ihr Buch habe ich vor kurzer Zeit rezensiert. Ihr erinnert Euch.

Hier ist der Link zum Interview mit dem SRF; wenn man weiter nach unten scrollt kannst du dir die Radiosendung anhören, die eine knappe Stunde dauert.

Diese Anmerkung ist mir wichtig: Auf der Buchseite 112 unten erklärt die Autorin, dass der Kriegsenkel mit seinen Problemen in der Psychologie oft als „oral regressiv“ und „passiv aggressiv fordernd“ und als „narzisstisch“  beschrieben und damit pathologisiert wurde.

Da wird man ganz schön missverstanden in seiner Persönlichkeit. Und „man“ das bin ich. Was habe ich mich oft ohnmächtig gefühlt wenn ich Ausdrücke hörte wie: Vermeidung? Ablehnung? Aggression? Seitdem ich nun meinen Lebensweg unter der Lupe „Kriegsenkelgeschichte“ anschaue, wieso ticke ich wie ich ticke, kehrt Ruhe ein in meine Gedanken. Ich fühle mich das erste ! Mal erleichtert und verstanden.

Mein Vorschlag, den ich nicht nur gegenüber Ingrid geäußert habe: Schreibe ein Buch und informiere hierzu, dass es bei bestimmten Jahrgängen eine andere Perspektive auf die Probleme gibt und damit Lösungen und Heilung. Fachbegriffe aus der Psychologie brauchen eine Revision in diesem Kontext. Das ist sicher ein Buch wert.

Es war ein Zufall, dass ich während eines Vortrags hier in der Schweiz wachgerüttelt wurde durch das Thema: transgenerationale Weitergabe von Traumata. Es war mir noch nie so klar wie zu diesem Zeitpunkt, dass ich ein Erbe in mir trage. Natürlich sind die psychologischen Fachbegriffe wichtig um alle Zusammenhänge miteinander zu verbinden und zu erklären: Die Facette Kriegsenkel plus die individuelle Lebensgeschichte ergibt jede einzelne Persönlichkeit.

Hier liest Du meine Buchrezension zu Ingrids Buch: Die Kraft der Kriegsenkel.

Hier geht es zu Sacha Batthyanis Buch, das ich gelesen und besprochen habe: Was hat das mit mir zu tun?

Ein Gedanke zu „Noch einmal die Kriegsenkel – heute in der Schweiz

  1. Danke für die weitere Besprechung meines Buches und für den Hinweis auf das Interview mit mir und die Sendung über das Erbe der Kriegsenkel, liebe Petra! Die Pathologisierung der Kriegsenkel ist sehr verbreitet. Dass Kriegsenkel auch über sehr viele Ressourcen verfügen, müssen wir immer wieder klar machen!

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