Sparringspartnerin? Nee, Sabbatical.

img_4821Immer diese englischen Begriffe.

Ich sitze mit meiner Schweizer Chorfreundin im Auto. Sie nimmt mich hier in Richterswil ein Stück des Wegs mit. Ein Weg geht bei uns ja immer steil in die Höhe. Sie fragt mich: „Sag mal, bei Dir steht unter der Mail in deiner Unterschrift „Sparringspartnerin“. Was ist das denn? Was machst Du denn?“

Tjaaaaaa.

Ich fühle mich ertappt.

Ich antworte ihr: Gut dass Du mich fragst. Ich war in Frankfurt oft und gerne Sparringspartnerin für meine selbständigen Kundinnen. Jetzt aber in der Schweiz werbe ich ja nicht wirklich dafür. Ich wäre zwar gerne öfters Sparringspartnerin … ABER. Also eine Sparringspartnerin ist eine Gesprächspartnerin, die ihrem Gegenüber das von ihr Gesagte spiegelt oder hinterfragt, und ihr auf die Sprünge hilft manchmal, wenn sie nicht weiter kommt gedanklich. Das Ziel ist: es gibt eine Lösung oder einen nächsten Schritt. Klarheit.

Aber weißt Du was: Ich ändere das jetzt. Denn eigentlich bin ich seit einigen Wochen in einer Auszeit. Ich gönne mir ein Sabbatical. Ich schenke mir ein Jahr lang Zeit und genieße mein Leben und fange nichts Neues an. Das kann ich nämlich gut: immer wieder etwas Neues beginnen und eine Idee auf den Weg bringen.

Ich genieße mein Leben hier in der Schweiz. Ich fahre manchmal nach Frankfurt. Ich werde wandern und mir Städte anschauen, mich mit meinen Freundinnen treffen. Und dann schaue ich weiter.

Fazit: Nutze keine englischen Wörter, die nicht wirklich in aller Munde sind. Sparringspartnerin sein ist nicht für Jeden verständlich.

In diesem Sinne. Ich bin in einer Auszeit. Das steht jetzt unter meinen Mails. Und ich blogge und schreibe weiter. Über die wesentlichen Themen des Lebens, gell? 😉

5 Gedanken zu „Sparringspartnerin? Nee, Sabbatical.

  1. Nutze keinen englischen Wörter: Finde ich nicht. Mir ist „Sparringspartnerin“ durchaus geläufig, aber auch ich hätte nachgefragt. Allerdings hätte ich vermutlich gefragt, ob ich das „so als Art Coach“ verstehen kann. Wenn ich überlege, finde ich beide Begriffe unbefriedigend.
    Aber du bist in einem Sabbatical, und ein Jahr Zeit zu haben, nichts zu tun (und dabei abgesichert zu sein), ist grundprinzipiell eine tolle Sache. Ich wünsche dir, dass dir interessante Gedanken (und Dinge) widerfahren, und uns natürlich auch ein bisschen, dass du sie teilen magst.
    Liebe Grüße
    Christiane

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    • Moin, liebe Christiane,
      klar. Für die eine oder den anderen sind diese Wörter natürlich sehr geläufig. Kann sein dass die Schweizer Bürger ein besonderes Auge oder Ohr haben in Sachen „Englisch“. Mir fällt da auch noch eine andere Begebenheit ein.

      Gut finde ich deine Überlegung „was denn für eine Sparringspartnerin?“ Kann ich das, was ich da „angebe“ besser ausdrücken? Hab aber auch noch keine schnelle Antwort. Art Coach klingt gut ;-).

      Sabbatical ist klar für alle, die in Unternehmen unterwegs sind und eine Auszeit „buchen“. Soll ja in Zukunft dazu gehören, in der Arbeitswelt und Arbeitszeit ein Sabbatical zu nehmen. Hab mal geschaut im Internet nach einer Definition und diesen Artikel gefunden. Auf jeden Fall ein Privileg, das ich da habe!
      http://www.beobachter.ch/arbeit-bildung/arbeitsrecht/artikel/sabbatical_zur-rechten-zeit-eine-auszeit/

      Das was du da in Klammern schreibst …. ich bin das erste Mal in meinem Leben „abgesichert“, weil verheiratet und in die Schweiz mitgefolgt … und mein Sabbat ist wichtig. Denn ich arbeite seit ich 13 bin … gehört zu meiner Jugend dazu. Meine Eltern waren beide selbständig in einem Hotel-Restaurant. Uff.

      Schönen Tag. Herzlich. Petra

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      • Eigentlich fast alle, die ich kenne, träumen davon, ein Sabbatical machen zu können. Sabbatical als die Vorstellung von einem langen, bezahlten Urlaub, wo man all das erledigen könnte, was sonst immer liegenbleibt. Brauchst mir nicht sagen, dass das mehr ist, aber damit fängt es an. Es klappt so gut wie nie, aus den unterschiedlichsten Gründen (die spannend sind und wirklich ein weites Feld). Aber ich wollte auch nochmal dazu nicken: Sich Zeit für sich nehmen können ist wichtig. Abgesichert sein dabei ist genauso wichtig und fühlt sich wie Luxus an.
        Komm gut in deine Woche!
        Liebe Grüße
        Christiane

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  2. Liebe Christiane, liebe Christine,
    selbstverständlich schreibe ich … über Erfahrungen und Erkenntnisse … vielleicht auch zum Nacheifern. Ja, es ist sehr schön, dieses Gefühl, dass ich das jetzt einfach mal machen darf. Heute schneit es … ich lasse mich einfach mal einschneien ;-).

    Meinen Mann ermutige ich auch es mir gleich zu tun und ich weiß von seinen Kollegen, zumindest dem einen oder dem anderen … die mit dem Motorrad durch Afrika fahren … oder ich erinnere mich an einen Fahrradfahrer der durch die Welt gezogen ist …

    Wesentlich werden heißt für mich in meinem Sabbatical vor allem auch die kleinen Dinge hier vor Ort zu entdecken … in Zürich beispielsweise alle Museen inspizieren, alle Friedhöfe besuchen und dort spazierengehen … und überhaupt könnte ich mal wieder einen „Cemetery Walk“ organisieren.

    Ganz langsaaaaam … wünsche Euch was.

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