Mich trifft der Schlag? – kreative Schreibübung

IMG_9461Ihr erinnert Euch? Auf Zypern haben wir diese kreative Schreibübung gemacht und reihum eine Frage mit einer Frage „beantwortet“. Ich hab heut morgen einfach eine Frage nach der anderen angereiht in mein Notizbuch, weil mir der Sinn danach stand.

Wenn mich der Schlag trifft?
Dann kann ich es nicht fassen?
Bin ich fassunglos?
Wann bin ich fassungslos? Weiterlesen

Ein neuer Lebensabschnitt

IMG_9508

Für meine Mutter hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen durch einen schweren Schlaganfall. Ich war viele Tage in Bad Kreuznach und denke:

Alles hat seine Zeit und es kommt immer anders als man denkt. Meine Schwester hat mir geschickt:

Was glücklich macht

Den Mut nicht verlieren, sondern stets den nächsten Schritt wagen. Die Hände nicht in den Schoß legen, sondern dem Glück entgegenhalten. Den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern lebenslustig der Sonne hinhalten. Die Gedanken nicht um das mögliche Schlimme kreisen lassen, sondern an das Gute glauben. Den Blick nicht neidvoll auf andere richten, sondern mit jedem Atemzug Dankbarkeit in sich wachsen lassen. Den Schwierigkeiten nicht zu viel Gewicht verleihen, sondern mit Wundern rechnen. Sich nicht selber klein machen, sondern sich geliebt und gesegnet fühlen.

Claudia Peters

Jetzt ist wesentlich „da zu sein“, meiner Mutter nah zu sein. Aber auch die Sonne zu tanken, das Freibad zu genießen, spazierenzugehen, Freundinnen zu treffen. Ich grüße Euch von einem Kurztrip aus Frankfurt. Ich werde wenig Zeit haben zu schreiben, zu kommentieren, zu bloggen …

Stille riecht. Heute ist Tag gegen Lärm.

2018_taggegenlaerm_Plakat_A3_de

Das Plakat kann man bestellen: http://www.laerm.ch

Vorgestern bloggte ich über „Lärm stinkt“ und überlegte mir, wenn Lärm stinkt dann riecht die Stille wie?

Stille riecht

wie Frühlingsferien
orange, gelb und hellgrün

wie ein Schmetterlingsschlag
zartviolett

nach Wind
Seewind oder Landwind

wie Landregen, sattgrün
nach frisch gemähtem Gras

unverkennbar, unerwartet
manchmal ungehört und unerhört.

Stille macht mich glücklich, ich blähe die Nüstern.

Wenn Lärm stinkt …

2018_taggegenlaerm_Plakat_A3_de.jpg

Dieses Plakat ist mir in den letzten Tagen in unserem Ort Richterswil aufgefallen. Mal hing es dort, mal woanders. Und es machte etwas in meinem Kopf – aber erst als meine Ohren absolute Stille hörten. Ja, das gibt es immer wieder hier in unserem Ort. Das war schon beim ersten Besuch so als wir hier nach einer neuen Bleibe suchten. Es fiel mir sofort auf, weil sich bei Stille mein ganzer Körper entspannt und diese Ruhe förmlich über alle Poren aufsaugt.

Heute überlegte ich also, weil es einen Moment lang an der Hauptstraße sehr still war: Wenn Lärm stinkt, wie riecht dann die Ruhe? Dazu werde ich poetisch schreiben am Tag gegen Lärm, am Mittwoch, dem 25. April. Hast du es gewusst, dass es solch einen Tag gibt? Ich nicht. Ich fand Informationen zum Plakat im Netz. Et voilà. Weiterlesen

Fortsetzung abc etüden 16/18: Der Plan

2018_16_2_zweiAll ihre Kraft und Zorn strampelte sie in das Fitnessgerät, sie hätte sich am liebsten in Luft aufgelöst. „Ich will nix mehr denken und fühlen“, sprach es in ihr, während sie wie eine Besessene trainierte.

Nach einer knappen halben Stunde wurde sie ruhiger.

Schwanger“ zeigte der Teststreifen vorhin auf dem Klo, sie hätte schreien können. Was wäre, wenn sie Michael das Baby unterjubeln würde? Dazu müsste sie ihn allerdings bald verführen, sie wusste, dass er ein Auge auf sie geworfen hatte.
Sie spürte, dass es ihr bei ihm gut gehen würde. Dann wäre endlich Schluss mit Jürgen.
Wenn der Plan aufginge, würde sie außerdem Notenblatt für Notenblatt schreddern und die Akkordeonproben sausen lassen.

Sie würde sich auf ihre Singstimme konzentrieren und Weiterlesen

Überfordert – abc etüden 16/18

2018_16_2_zweiSie konnte sich beim besten Willen nicht auf das Notenblatt konzentrieren.

Sie fühlte sich so hilflos und überfordert, weil die anderen Mitspielerinnen flink die Tasten spielten und gleichzeitig rasend schnell die Bassknöpfe drückten.

Ihre Lehrerin hatte sie in die Konzertgruppe gesteckt, weil sie im Einzelunterricht brillierte und jetzt war klar, in der Akkordeonkonzert-gruppe kam sie nicht mit.

Sie war völlig konsterniert und hätte heulen können. Sie würde es nicht schaffen, dieses Tempo mitzuhalten. In vier Wochen schon sollte das Konzert gespielt werden.

Nach der Probe lief sie sofort ins Studio, sie musste ihren Frust abtrainieren. Weiterlesen