Mein Bücherregal eine Schatzgrube und ich eine Schatzsucherin?

IMG_1320

in Ravensburg geknipst

Mitten beim Bücher ausmisten entdeckte ich einen Artikel in der NZZ vom 10. Dezember. Also vor drei Tagen. Geschrieben von Alain Claude Sulzer.

Die Überschrift: „Hier sinkt nur noch Staub nieder. Darunter: Das Bücherregal könnte eine Schatzgrube sein. Aber es fehlt ihr ein neugieriger Schatzsucher“.

Ich hatte sicher gerade so an die 30 Bücher in eine große Tüte gepackt. Aus meinen Regalen herausgepickt und als „gelesen abgestempelt“ und nun als wertvoll genug befunden, um in ein öffentliches Bücherregal gestellt zu werden. In Frankfurt kenne ich die Ecken, wo sie stehen und auf neue Bücher warten. Auch im Kurpark von Bad Kreuznach steht solch ein öffentlicher Schrank oder am Bahnhof Rheinfelden an Gleis 3 und 4. 

Einige ausrangierte Bücher wollte ich in das Bücherregal unseres neuen Bio-Ladens in Richterswil stellen und packte sie vom Rucksack in eine Tüte. Und da stand ich nun in unserem Hausflur und hielt die Bücher in der Hand. Fast neu, wie ungelesen aussehend fühlte ich die Bücher in meiner Hand und las die Titel und dachte, kann mich gar nicht erinnern, dass ich diese Werke gelesen habe. Vier Bücher wählte ich aus und dachte: sollte ich doch noch mal lesen oder weiter schenken!

Von Barbara Honigmann: Chronik meiner Strasse. Der erste Satz im Buch: Wenn wir sagen, dass wir in der „Rue Edel“ wohnen antwortet man uns meistens, ach ja, da haben wir am Anfang auch gewohnt.

Ich kann gut weggeben oder aussortieren. Ich habe Bücher nie zweimal gelesen. So manche Exemplare hüten die Regale seit vielen Jahren. Aber ich würde sie gerne weitergeben. Eine Trilogiesammlung „Früherer Schriften“ von Antoine de Saint Exupéry oder von Schulz von Thun über „Miteinander reden 1-3“ stehen schon ewig bei mir. Und natürlich verstauben sie auch ein wenig, weil ich dann doch nie reinschaue.  Weiterlesen

Silver Bloggerin steckt im Spannungsfeld 60*plus

D8B39915-6503-4887-B27D-B0C2BE360F4F_1_201_a.jpeg

Wesentlich werden: die Mitte treffen.

Wenn nicht jetzt, wann dann als 61-jährige wesentlich werden.
Jetzt wird es doch mal Zeit!

Beim Bogenschießen immer öfter die Mitte treffen?

Wild kichern mag ich
Flüstern im kalten Licht
Dein Herz findet mich.

Was werde ich tun und nicht mehr tun?

512g6uiGG0L._SX380_BO1,204,203,200_ Weiterlesen

Laut nachgedacht: 60*plus bloggt

Wenn nicht jetzt wann dann als 61-jährige wesentlich werden. Welches sind die wesentlichen Themen, die mich und andere in meinem Alter beschäftigen?

Ein interessantes Interview hab ich heute von Christine Süssmann (auch 60) gelesen, die ihre langjährige Tätigkeit im Friedhof Forum Zürich beenden wird und ihre Arbeit als Coach wieder aufnimmt. Ihr Thema: Ich will. Fundiert und frech. „Wie kann man leben bis zum Schluss. Ohne dieses lange Halbleben am Ende“.

Ihre Antworten haben mich sehr inspiriert. Hier entlang zum Interview im Totenhemd-Blog.

Mal laut gedacht und gefragt:

„Wie“ lebe ich, solange es mir gut geht?
Will ich arbeiten? Will ich mich ehrenamtlich engagieren? Für wen da sein?
Wo lebe ich? Mit wem?
Was werde ich tun und nicht mehr tun?
Sollte ich mehr 60*plus-Themen bloggen? Weiterlesen

Fotos aus Hongkong. Frisch geknipst.

Meine Freundin Gudrun wohnt in den sogenannten New Territories, das Gebiet zwischen Hongkong-City und der chinesischen Grenze. Der Ort, in dem sie wohnt heißt Yuen Long.

Infos zu Yuen Long oder zu den New Territories hier.

Ein paar Schnappschüsse zum 5. Adventskalendertürchen bei Christiane.

06D50ABC-900D-41D3-9853-0A7AB66D8181_1_201_a

Weiterlesen

5. Adventskalendertürchen. Weihnachtszauber zur rechten Zeit

adventskalender_24_05.jpgChristiane hat mich eingeladen, das 5. Kalendertürchen mit einer Geschichte zu füllen. Sieben vorgegebene Wörter (drei oder sechs musste ich) habe ich dafür untergebracht. Mitten im heißen Sommer geschrieben landete ich mit meiner Geschichte im vorweihnachtlichen Hongkong.

Meine alten Fotos aus dieser Weihnachtszeit liegen auf einer externen Festplatte … ich schau mal was ich entdecke. Dann stelle ich noch eine kleine Galerie ein. Ggfs. schickt mir eine Freundin auch ein aktuelles Foto von heute aus der Megacity.

Auf jeden Fall ist die Sehnsucht nach den klaren warmen sonnigen Tagen heute aufgeweckt. Weihnachten in HK bleibt unvergessen.

Danke an Christiane, für die Adventskalenderblogaktion.

Hier geht es zu meinem Artikel „Weihnachtszauber zur rechten Zeit“ in Christianes Blog.

Hongkong hat sich verändert … einige Gedanken dazu in den Kommentarfeldern bei Christiane.

 

Schnappschuss. Unterwegs.

A73777EA-2F77-4489-B16B-75503C286102Eine Rose reckt sich über den Zaun.
Nickt mir zu.
Leuchtet gegen den blauen Himmel.
Macht sich lang und streckt sich.
Sagt mir Hallo.
Fragt mich keck: Wohin des Wegs?

Bin unterwegs runter ins Dorf.
Mittagessen im neuen Bio-Lädele.
Auf einen Schwatz mit der Nachbarin.

Auf dem Rückweg nach oben.
War sie immer noch da.
Im Hintergrund der Kirchturm.
Die roten Fensterläden.

Wohin des Wegs?
Nach Haus.

Zwischen November und Dezember

IMG_3273.JPG

heut morgen im Lieblingshotel geknipst

Heute am Vorabend zum 1. Advent fühle ich mich „dazwischen“.

Bin aufgebrochen aus Frankfurt. Heute. Mittags.
Am Morgen dekorierte ein Florist im Lieblingshotel das Fenster.
„Aber in natürlich“, meinte er. Das gefiel mir.

Bin eine Stunde später angekommen als geplant.
Die Bahn mal wieder mit Stellwerkproblemen unterwegs.

Es wäre so schön: Frankfurt – Zürich in vier Stunden zu erreichen.

Jetzt bin ich froh. Ganz friedlich.
Meinen Adventsstern im Fenster hab ich eben angeknipst.
Wie mich sein warmer goldener Schein erfreut
und mein Herz wärmt. Weiterlesen