Buchtipp: Noch einmal ist alles offen von Cornelia Coenen-Marx

cover-189x300Ich halte das Buch in Händen und bin einmal mehr angetan von dem cremefarbenen Umschlag im DIN A5-Format. Er ist sehr liebevoll gestaltet, fast zart. Die sanft-grüne Farbe des Buchtitels „NOCH EINMAL IST ALLES OFFEN“ in großen Lettern: ein frisches Grün, das man jetzt im Mai häufig erlebt. Der untere Buchdeckel wird umspielt von ganz feinen Gräsern in grün und dunkelrot, sie wiegen sich leicht im Wind, manche verschwinden blass im Hintergrund. Die Titelunterschrift in einer luftigen Typo abgedruckt „Das Geschenk des Älterwerdens“ wird von diesen Blüten leicht umspielt.

Der Titel hält durch das ganze Buch, was er verspricht: Es ist noch einmal alles offen, wenn wir älter werden. Das gefällt vor allem mir, die immer neue Ideen entwickelt und sucht. Hier in diesem Buch von der Autorin Cornelia Coenen-Marx habe ich eine Fülle von Möglichkeiten vor mir. Ich muss nur zugreifen und mich informieren und mich inspirieren lassen. Im ersten Kapitel geht es genau darum: Das Leben neu entdecken.

Wir können uns über soziale Projekte genauso informieren wie über neue Lebenskonzepte. Was will ich einmal realisieren? Was passt zu mir? Wie will ich mein Leben gestalten und führen? Wie leben? Wo? Mit wem?

Beruflich kann ich mich weiter engagieren Weiterlesen

Die Liebe im „Das Magazin“ von Elke Heidenreich

ma1718_fro_1_web„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen“ 1. Korinther 13, Vers 13).

Das Magazin ist die Wochenendbeilage des Tagesanzeigers am Samstag.

10 Frauen schreiben über die Dinge des Lebens. Auf dem Cover sieht man Hazel Brugger, bekannte Schweizer Künstlerin und Kolumnistin. Was soll uns ihr Gesichtsausdruck auf dem Cover sagen?

Die Geschichte von Elke Heidenreich habe ich zuerst gelesen.

Elke Heidenreich hat einige Verse aus Liebesgedichten aufgeschrieben, die ich hier vorstelle. Sie klärt uns auf über die Liebe, dass die Leidenschaft bald vergeht, wenn man zu viel erwartet ….deshalb sei Schubert zitiert: „Die Liebe liebt das Wandern, Gott hat sie so gemacht – vom einen zu dem anderen“.

Teil der Liebe ist für Elke Heidenreich: „suchen, sehnen, hingehen, mutig sein, sich darauf einlassen, auf der anderen Seite dann im Dunkeln stehen – nichts bereuen, aber die Traurigkeit bleibt, die Einsamkeit bleibt.“

Goethe: „Ich ging, du standst und sahst zur Erden,/Und sahst mir nach mit nassem Blick:/Und doch, welch Glück, geliebt zu werden“/Und lieben, Götter, welch ein Glück!“

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Zeitlupe

csm_ZL_Cover_5_Bardill_small_kontur_81eba07e07Heut war ich in Zeitlupe im Nachbardorf Wädenswil unterwegs. Musste etwas auf dem Amt erledigen: einen Betreibungsauszug besorgen. Unterwegs traf ich einen lieben Freund, der gerade einen seiner besten Freunde betrauert, weil er gestorben ist.

Danach hatte ich einen Termin bei meinem Hausarzt. Er sollte dann doch mal nach der geprellten Rippe schauen, die weiter schmerzt. Es knirscht nicht schlecht im Gebälk, ähem im Gerippe ;-). Aber alles nicht dramatisch. Dauert halt. Heilt eben in Zeitlupe, gell?

Im Wartezimmer meines Arztes habe ich dann die Zeitschrift „Zeitlupe. Für Menschen mit Lebenserfahrung“ entdeckt. Auf dem Cover ein Mann mit lebendigen und neugierigen Augen, den wahrscheinlich alle Schweizer kennen: Linard Bardill. Ich kenne ihn seit heute durchs Lesen in der Zeitschrift und im Netz.

Auf Youtube kann man seine Musik anhören oder auch im aktuellen Interview auf der Seite von Zeitlupe . Hier singt er auf Schweizerdütsch  „Amigo, oh, lo mi go“ = „oh, lass mich gehen“. Jetzt suche ich im Netz dieses Lied, dass ich es im Totenhemd-Blog vorstellen kann. Bekannt ist er für seine Kinderlieder.

 

Einfach (mal Tochter) sein … Stichwort Parentifizierung

indexWenn sich Kinder um ihre Eltern kümmern müssen, dann nennt man das „Parentifizierung“. Ich habe diese Seiten während unseres Netzwerkabends aus Ingrid Meyer-Legrands Buch letzte Woche vorgelesen. Ingrid hat es sehr gut erklärt und vertieft:

„Die Kinder, die ihre Eltern schon in jungem Alter unterstützen, entwickeln sehr früh hohe emotionale, praktisch-organisatorische und soziale Fähigkeiten, um den vielfältigen Aufgaben der Eltern und manchmel der ganzen Familie gerecht zu werden. In der Rolle der Ersatzeltern und Tröster, der fehlenden Gesprächspartner, mit denen man alle Entscheidungen durchspricht und abwiegt, übernehmen sie für sich selbst, für ihre Eltern und häufig auch für ihre Geschwister Verantwortung. Wie bereits ausführlich beschrieben, kommen bei vielen noch weitere Rollen hinzu, nämlich die des Ersatzpartners oder der Ersatzpartnerin oder die der Mediatoren …

… für ihre Bedürfnisse ist kein Platz und sie sollten in jedem Fall zurückstehen. Sie haben sich um die Bedürftigkeit anderer zu kümmern. Was passiert, wenn Kinder nicht Kinder sein können, weil ihre Eltern hilflos sind? Sie leben ihre Rolle als Kinder nicht. Sie wissen nicht, was Kind sein bedeutet. Sie müssen sich von Beginn an selbst organisieren und Verantwortung übernehmen: und über allem steht als ihr wichtigstes Anliegen, die Eltern zu retten und zu entlasten. Es gibt keine Instanz, die ihnen sagt, was zu tun ist und wann es genug ist, was sie nicht machen sollten oder besser doch und warum. Sie über- oder unterfordern sich in einem fort“.

Mit Ingrid Meyer-Legrand hatte ich einige Coachinggespräche geführt zum Thema „Kriegsenkel-sein“. Irgendwann sagte sie dann: „sei einfach mal Tochter“. Ich erinnere mich, dass mich das total überfordert hat. Was KÖNNTE es denn bedeuten und was würde ich dann anders machen???

Ich weiss ganz einfach nicht wie es geht und was ich Weiterlesen

Mittwochs geh ich jetzt mit Winston los

IMG_5851Früher bin ich mit unserem Riesenschnauzer Akki durch das Salinental – zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster – gelaufen.

Heute in Richterswil darf ich mir mittwochs Winston schnappen und laufe mit ihm eine Stunde durch den Wald. Ich werfe den Ball, den er mir immer und immer wieder vor die Füsse wirft, damit ich ihn gleich wieder im hohen Bogen wegschleudere. Er rennt und hechelt und kann nicht genug davon bekommen.

Mir macht dieser Hund so eine Freude. Ich bin höchst amüsiert, wie er sich über diesen Spaziergang freut. Er läuft durch das nasse hohe Gras und freut sich anscheinend, wie die kühlen Regentropfen auf seinem Fell landen. Auf jeden Fall frisst er genüsslich dieses nasse Gras. Schmatz. Schmatz.

Heute ist er dann – ich staunte nicht schlecht – direkt in eine Schlamm-Wasserpfütze gelaufen und hat sich wie ein Schwein darin gesuhlt. Was ein Vergnügen das gewesen sein muss. Ich genieße derweil die schöne Aussicht. Heute morgen war ein schöner kühler prachtvoller Vormittag.

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In Bad Kreuznach (in der alten Heimat) unterwegs

Letzte Woche habe ich in Bad Kreuznach meine Mutter besucht.

Zuerst traf ich aber meine „alte Freundin“, die seit Jahren in Neuseeland lebt (ca. eine Autostunde entfernt von Auckland). Ich werde sicher den Reisebericht im alten Blog finden. Ich hatte über das Eco Village geschrieben. Sie war in der Heimat, weil sie sich um ihre 98-jährige Mutter kümmern musste.

IMG_5758Nun also trafen wir uns in unserer „alten Heimat“ Bad Kreuznach und sind durchs Salinental spaziert. Wir sind an den Salinen vorbeigegangen. Das ist für mich Heimat: diese salzig-frische Salinenluft! Die liebe ich. Dann atme ich tief ein und aus.

Außerdem sind wir am Freibad IMG_5755vorbeigekommen, das sich gerüstet hat für die kommende Freiluftsaison. Wir beide haben es geliebt, als junge Frauen unsere 1000 Meter zu schwimmen in diesem herrlichen 50-Meter-Becken. Davor waren wir meist joggen oder im Fitness-Studio.

Jaja. Ich war (und bin es immer noch) extrem sportlich engagiert.

Dann sind wir noch an dem Haus vorbeigekommen, das meine Eltern Anfang 1970 eröffnet hatten als Hotel-Restaurant Salinental. Weiterlesen

Buchtipp: Noch einmal ist alles offen

cover-189x300Das neue Buch von Cornelia Coenen-Marx ist da. Was ein wunderbarer Titel und schönes Cover:

Noch einmal ist alles offen

Was ein Freiheitsgefühl der Titel vermittelt! Und im Untertitel heißt es dann: Das Geschenk des Älterwerdens. Das ist ein ganz positiver Blick auf den neuen Lebensabschnitt, den die Autorin in ihrem neuen Buch macht.

Das Buch ist auf dem Weg zu mir. Das einleitende Kapitel beginnt mit dem „Wesentlich werden“. Das gefällt mir natürlich besonders.

Hier gibt es eine Leseprobe.

 

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag (25. April 2017)
  • ISBN-13: 978-3466371822
  • Preis: 17,99 €